Presseeinladung – 18.03.2026 – Tag des ländlichen Tourismus‘

Am Seddiner See – Am 18. März findet an der Heimvolkshochschule am Seddiner See der diesjährige Tag des ländlichen Tourismus‘ statt. Erstmals wird diese Tagung mit einem Exkursionsangebot am Folgetag ergänzt.

Die Fachtagung widmet sich aktuellen Fragestellungen der Branche – zeigt Wege, Möglichkeiten, Lösungen und Best-Practice-Beispiele. In einem nach wie vor bewegten Marktumfeld sollen die Entwicklungsmöglichkeiten und der Umgang mit den aktuellen Herausforderungen für die Tourismusbranche im ländlichen Brandenburg beleuchtet werden. Kernthema ist in diesem Jahr der kulinarische Tourismus.

Behandelte Themen:

  • Zukunft(sfähigkeit) der Gastronomie in Brandenburg
  • Best-Practise-Beispiele für kulinarische Erlebnisformate
  • Direktvermarktung und Eventgastronomie
  • Podiumsdiskussion zu Sichtbarkeit und Veranstaltungsformaten

18. März 2026

ab 8:30 Uhr Zeit für Gespräche und Interviews

Tagungsbeginn 09.30 Uhr

Heimvolkshochschule am Seddiner See

Seeweg 2, 14554 Seddiner See

Themen, Ablauf und Referenten können sie dem detaillierten Programm anbei entnehmen             à

Am 19. März wird die Tagung mit einer Exkursion mit Unternehmensbesuchen, im Süden Brandenburgs fortgesetzt. Welche Unternehmen das sind, kann dem Programm entnommen werden.

Koordinierung von Presseanfragen/Vorab-O-Tönen bitte über René Lehmann, 03 32 30 – 20 77 35 oder 0 15 25 – 4 27 01 01 sowie lehmann@proagro.de

Der Verband pro agro engagiert sich seit über 30 Jahren für die Vernetzung und Vermarktung von Brandenburger Angeboten und Dienstleistungen aus den Bereichen Agrar- und Ernährungswirtschaft sowie Land- und Naturtourismus.

Noch bis zum 1. März – Endspurt für die Anmeldung zur Brandenburger Landpartie 2026 am 13. und 14. Juni.

Schönwalde-Glien – Jedes Jahr zieht die Landpartie tausende Besucher an und bringt zusammen, was zusammengehört: Verbraucher und Produzenten landwirtschaftlicher Erzeugnisse in Mark und Lausitz. Noch bis zum 1. März können sich interessierte und geeignete Unternehmen um eine Teilnahme an der diesjährigen Landpartie bewerben.

Kaum eine Veranstaltung Brandenburgs ist so sehr geeignet, landwirtschaftliche Produzenten und Verbraucher zusammenzubringen, wie die Brandenburger Landpartie. Sie ist das ideale Schaufenster für landwirtschaftliche Betriebe und Direktvermarkter, um die heutige Art der landwirtschaftlichen Produktion zu zeigen und darzustellen, wie sich die Branche vor dem Hintergrund aktueller Trends und Entwicklungen auf die Zukunft vorbereitet.

Zur Teilnahme aufgerufen sind Landwirtschaftsunternehmen aller Produktionsrichtungen, Forstwirtschaftsbetriebe, Fischereibetriebe, Pferdehöfe, Obst- und Gartenbauunternehmen sowie landwirtschaftliche Schulungs- und Erlebniseinrichtungen. In Kombination mit den genannten Betriebsarten können auch Direktvermarkter und Verarbeiter regionaler, agrarischer Produkte teilnehmen. Das Landpartieangebot sollte sich deutlich vom regulären Wochenendprogramm abheben und muß an mindestens einem Tag des Wochenendes in der Kernzeit von 11 bis 16 Uhr vorgehalten werden. Aus den zur Anmeldung abgefragten Daten werden die Angebotsbroschüre zur Brandenburger Landpartie erstellt sowie die Onlinedatenbank befüllt. Für die Verbraucher sehr beliebte Wege, sich zum Wochenende der Brandenburger Landpartie ein Ausflugsziel auszusuchen, um Land und Leute kennenzulernen sowie vielleicht auch seinen neuen landwirtschaftlichen Betrieb des Vertrauens zu entdecken.

Die Brandenburger Landpartie wird von pro agro gemeinsam mit dem Landesbauernverband Brandenburg sowie dem Brandenburger Landfrauenverband organisiert und wird durch das Brandenburger Ministerium für Land- und Ernährungswirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz unterstützt. – www.brandenburger-landpartie.de

Ansprechpartner Landpartie pro agro:

Dennis Kummer
03 32 30 – 20 77 36
kummer@proagro.de

Ansprechpartner Landesbauernverband Brandenburg:

Dustin Siegel
0 33 28 – 31 92 04
siegel@lbv-brandenburg.de



Der Agrarmarketing-Verband pro agro e.V. engagiert sich seit über 30 Jahren für die Vernetzung und Vermarktung von Brandenburger Produkten und Dienstleistungen aus den Bereichen Agrar- und Ernährungswirtschaft sowie Land- und Naturtourismus und betreut zudem eine Vielzahl von Zukunftsprojekten zur Stärkung der Branche und des ländlichen Raums in Brandenburg/Berlin.

pro agro-Branchenbarometer 2025/2026

Die jüngste Branchenumfrage skizziert in ihrer fünften Ausgabe ein eher enttäuschendes Stimmungsbild der Ernährungswirtschaft in Brandenburg. Vergleicht man die Aussagen von 2021/2022 und heute, hat sich die Lage dramatisch verschlechtert. So sprachen seinerzeit immerhin 37 Prozent der Betriebe von einem besseren Geschäftsverlauf als erwartet, während 28 Prozent die Performance eher negativ beurteilten. Heute stellt sich die Situation gerade umgekehrt dar: Gut die Hälfte der Befragten (52 Prozent) gab zu Protokoll, dass die Geschäfte schlechter als erwartet liefen, und nur zwölf Prozent konnten sich zu einem positiven Urteil durchringen. Diese Kehrtwendung ins Negative hat sicherlich mit der geopolitischen/wirtschaftlichen Weltlage zu tun – aber nicht nur: Auch hausgemachte Probleme haben ihren Teil dazu beigetragen. Werfen wir einen Blick auf die zentralen Ergebnisse:

Beurteilung der Geschäftslage

Während die oben genannten Zahlen ein Ausdruck der enttäuschten Erwartungen sind (vgl. das entsprechende Chart), bewerten die Befragten die tatsächliche Entwicklung folgendermaßen: Die meisten Unternehmen (43 Prozent) schätzen das Geschäftsjahr 2025 in der Rückschau als „durchschnittlich“ ein, 28 Prozent beschreiben ihre wirtschaftliche Situation als „gut“ und 25 Prozent als „schlecht“. Etwas optimistischer fallen die Erwartungen für das laufende Jahr aus: 28 Prozent der Befragten rechnen mit einer besseren und 41 Prozent mit einer ähnlichen Entwicklung wie 2025. Für die Jahre bis 2030 gehen insgesamt 46 Prozent von einer Verbesserung der Geschäftsaussichten aus.

Investitionen und Neueinstellungen

Die für 2025 geplanten Investitionen haben nur 48 Prozent der befragten Unternehmen umsetzen können, 31 Prozent konnten sie nicht und 21 Prozent nur teilweise realisieren. Als Gründe für gescheiterte Investitionsvorhaben wurden unter anderem fehlende Liquidität, gestiegene Kosten, aber auch aufwendige Genehmigungs- und Planungsverfahren genannt. Doch trotz aller Herausforderungen haben die Unternehmen vor, jetzt und in naher Zukunft zu investieren, und zwar 69 Prozent der Betriebe im laufenden Jahr, 37 Prozent im nächsten und 28 Prozent im übernächsten Jahr. Keine Investitionen planen in diesem Zeitraum 17 Prozent der befragten Unternehmen.

Danach befragt, in welche Betriebsbereiche 2026 konkret investiert werden soll (Mehrfachantworten möglich), wurden an erster Stelle die Produktions- und Verarbeitungstechnik (79 Prozent), Gebäude und Infrastruktur (54 Prozent), Logistik und Vertrieb sowie Digitalisierung und IT (je 35 Prozent) genannt (siehe Chart „Geplante Investitionen“).

Aufschlussreich sind an dieser Stelle die Aussagen dazu, welche Investitionen in den genannten Betriebsbereichen im Detail geplant sind:

Produktions- und Verarbeitungstechnik: überwiegend in Maschinen und Anlagen (61 Prozent) wie beispielsweise Abfüll-, Verpackungs- oder Mischanlagen; Ersatzinvestitionen in veraltete Technik (56 Prozent) sowie in Automatisierungstechnik wie Roboter, Fördertechnik und Steuerungssysteme (41 Prozent);

Gebäude und Infrastruktur: Sanierung und Modernisierung (54 Prozent), Neu- und Umbauten oder Erweiterungen von Produktions-Hallen (39 Prozent);

Logistik und Vertrieb: Fahrzeuge (78 Prozent) und neue Vertriebswege wie Direktvertrieb und Online-Handel (56 Prozent):

Digitalisierung und IT: speziell in ERP-, MES- oder Warenwirtschaftssysteme (72 Prozent) sowie Cybersicherheit und Datenschutzmaßnahmen (50 Prozent).

In Sachen Personal planen 69 Prozent der befragten Unternehmen im laufenden Jahr keine Neueinstellungen.

Vermarktungs- und Vertriebswege Die wichtigsten Vermarktungswege (Mehrfachnennungen möglich) sind nach wie vor der Lebensmitteleinzelhandel (75 Prozent), die Direktvermarktung und der Großhandel/Gemeinschaftsverpflegung (je 48 Prozent) sowie die Gastronomie (33 Prozent) und die Online-Vermarktung (29 Prozent). Den weitaus größten Umsatzanteil erzielten die Produzenten 2025 im Lebensmitteleinzelhandel (48 Prozent), gefolgt von Direktvermarktung/Hofladen und Großhandel/Gemeinschaftsverpflegung (je 21 Prozent).

Befragt nach der geografischen Ausrichtung der Vermarktung (Mehrfachnennungen möglich) gaben 55 Prozent der Unternehmen an, ihre Produkte deutschlandweit zu vermarkten, während sich ein erheblicher Teil (61 Prozent) dabei auf den regionalen Markt in Brandenburg konzentriert. Auch Berlin bleibt für 53 Prozent der Befragten ein wichtiger Absatzmarkt. Viele Betriebe vergrößern ihre Reichweite auf die neuen Bundesländer (34 Prozent) und sind auch auf internationalem Terrain aktiv (16 Prozent in Europa, 8 Prozent darüber hinaus).

Fazit von pro agro-Geschäftsführer Kai Rückewold: „Vor dem Hintergrund der andauernden Krisen der letzten Jahre geht es inzwischen für einige Unternehmen vornehmlich um den bloßen Erhalt des Betriebes. Die Schließungen des Perleberger Schlachthofes oder der Eberswalder Wurstfabrik zeigen auf alarmierende Weise, dass selbst das Erhalten immer schwieriger wird. Der Unternehmensalltag besteht für viele Betriebe darin, unter den aktuellen Rahmenbedingungen durchzuhalten; an Wachstumsstrategien ist kaum zu denken. Dabei mangelt es keinesfalls an guten Produkten, innovativen Ideen, Fähigkeiten oder gar Investitionswillen auf Seiten der Branchenunternehmen.“

Informationen zum pro agro-Branchenbarometer: Rund 550 Unternehmen wurden zur Online-Befragung eingeladen. Bis zum Jahreswechsel 2025/2026 haben sich 75 aktiv beteiligt. 79 Prozent davon haben betrieblich eine konventionelle und 53 Prozent eine ökologische Ausrichtung (Mehrfachantwort möglich). Die Standorte der teilnehmenden Lebensmittelproduzenten sind über das gesamte Land Brandenburg verteilt. An der Umfrage beteiligten sich Unternehmen unterschiedlicher Größen: 36 Prozent Kleinstunternehmen (weniger als zehn Mitarbeiter), 25 Prozent kleine (weniger als 50), 20 Prozent mittlere (weniger als 250) und 19 Prozent mittelgroße Unternehmen mit weniger als 750 Mitarbeitern.

Verbraucher, Absatzpartner und ein Ziel – pro agro zieht Fazit zur Grünen Woche 2026

Berlin/Schönwalde-Glien – Marketingpreise, Kochstudio, Landtourismus- und Pferdelandwerbung sowie jede Menge Arbeit im Hintergrund für die Vertiefung der Beziehungen zwischen Produzenten und Absatzpartner.

Mit einem eigenen Stand in der Brandenburg-Halle zu den Themen des Land- und Naturtourismus, Ausflugsplanung; Hofläden und Einkaufen beim Bauern sowie erstmals mit einem eigenen Stand zum Thema Pferdeland Brandenburg in der Tierhalle 25 bewarb der Agrarmarketingverband pro agro das Land Brandenburg als touristisches Ziel für Ausflüge und Urlaub im ländlichen Raum. Darüber hinaus präsentierten sich im Kochstudio 27 Gasthäuser aus allen Regionen Brandenburgs als Teil der regionalen Infrastruktur sowie als Partner der Landwirtschaft und Produzenten und warben mit ihren ausgewählten Gerichten für das Kochen mit regionalen Produkten und für den Besuch ihrer Gasthäuser.

„Ohne den Zuspruch der Menschen der Region Brandenburg-Berlin geht in Sachen Regionalität nicht viel, ja, eigentlich nichts. Der Zuspruch der Verbraucherinnen und Verbraucher ist wichtig und eine Messe wie die Grüne Woche ist hierfür eine der wichtigsten Plattformen im Jahr, um – quasi vor der Haustüre Brandenburgs – für die Produkte und Angebote vor den Toren Berlins zu werben.“ merkt der Geschäftsführer des Verbandes pro agro, Kai Rückewold, zum Thema an.

Dennoch war die Endkundenansprache auch in diesem Jahr für den Verband pro agro und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nur die Spitze des berühmten Eisberges. Nicht minder wichtig und deutlich umfangreicher war die hinter den Kulissen betriebene Arbeit an den Grundlagen dafür, daß Endverbraucherinnen und Endverbraucher nicht nur im Hofladen, sondern auch beim alltäglichen Einkauf oder im Restaurant regionale Angebote vorfinden und annehmen können.

Der Handel und die Produzenten
In den vergangenen Messetagen stand insbesondere die intensive Kontaktanbahnung und -pflege zum Lebensmitteleinzelhandel oder der Gastronomie auf dem pro agro-Programm. Bereits eineinhalb Stunden vor dem offiziellen Messebeginn wurden von Dienstag bis Donnerstag Kaufleute und Einkäufer von Edeka, Rewe und der Gastronomie mit ausgewählten Produzenten aus Brandenburg zusammengeführt, um über die neuesten Produkte, Aktionen und Liefermöglichkeiten informiert zu werden. pro agro übernimmt hier als Kenner der Branche die Funktion der Schnittstelle zwischen Produzenten und Absatzpartnern und führt beide Seiten zueinander. Für den gesamten Zeitraum der Messe wurden 12 Rundgänge mit über 650 Fachbesuchern durchgeführt.

Kristin Mäurer, Fachbereichsleiterin Agrar- und Ernährungswirtschaft beim Verband pro agro erklärt mit Blick auf die Produzenten „Auch die diesjährige Grüne Woche hat gezeigt, daß es an leistungsstarken Produzenten, guten Ideen und starken Verbindungen im Land nicht mangelt. Der persönliche Austausch macht oft den Unterschied. Hierdurch entstehen Produktideen und Kooperationen zwischen Produzenten, die ein Jahr später Marketingpreise hervorbringen können. Durch den persönlichen Austausch die Zusammenarbeit zwischen Produzenten und Handel in der Region auszubauen, war auch die Idee hinter den geführten Rundgängen mit Handel und Gastronomie.  Auch der fachliche Austausch bei diversen Netzwerktreffen direkt in der Brandenburg-Halle hat gezeigt, daß man sich als Einheit versteht.“

Der Tourismus
Produkt und Herkunft sind für regionale Produkte eine untrennbare Verbindung. So spielen immer auch die Regionen, aus denen regionale Produkte stammen, eine wichtige Rolle auf der Grünen Woche und geben den vorgestellten Produkten zusätzliche Identität. Auch die Tourismusbranche wartet seit Jahren mit immer wieder neuen Angeboten auf. So greifen auch die ersten drei Plätze und weitere Einreichungen des pro agro-Marketingpreises in der Kategorie Landtourismus den Trend zu nachhaltigem Tourismus mit ganzheitlichen Angeboten auf und belegen, daß auch eine Urlaubsregion, die auf eher klassische Attribute wie Ruhe, Erholung und Aktivitäten in der Natur setzt, auf die Bedürfnisse der Zeit und des Marktes reagieren kann ohne sich dabei in Widersprüche zu begeben.

Auch der gute Absatz der neuesten Publikation des Verbandes pro agro zu Wohnmobilstellplätzen auf Bauernhöfen und Landurlaubsbetrieben zeigt, daß die Angebote der Betriebe die Marktbedürfnisse bedienen.

Branchengespräche
Große Herausforderungen für die Brandenburger Agrar- und Ernährungswirtschaft liegen aber weiterhin in den politischen Rahmenbedingungen. Diese konnten auf der Grünen Woche am Rande politischen Vertretern gegenüber thematisiert werden und stellen auch für den Verband pro agro für die weitere Arbeit einen wichtigen Punkt im Aufgabenheft dar. So gab es Branchentreffen der Fleischer und der Brandenburger Klein- und Gasthausbrauereien und auch das neu geschaffene Format des Abends der Ernährungswirtschaft trug zum Austausch zwischen Entscheidern in Politik und Wirtschaft bei.

Fazit:
Die vermittelnde Arbeit zwischen Produzenten und Absatzpartnern wurde auch in diesem Jahr mit großem Engagement auf Seiten aller Beteiligten fortgeführt. Den Verbraucherinnen und Verbrauchern wurde ein breites Spektrum Brandenburger Produkte und Angebote aus dem ländlichen Raum präsentiert und so zum bewußten Griff zur regionalen Alternative im Regal geworben.

Der Verband pro agro möchte sich an dieser Stelle bei allen Produzenten, den teilnehmenden Absatzpartnern und den engagierten Vertretern der Politik für die vertrauensvolle Zusammenarbeit im Vorfeld und auf der Grünen Woche bedanken und verbindet damit die Hoffnung, auf diese Wiese dazu beigetragen zu haben, auch für die Zukunft den Weg zu mehr regionaler Versorgung der Hauptstadtregion wieder etwas stärker geebnet zu haben.

weiterführende Links:

www.landurlaub-brandenburg.de
www.brandenburger-landpartie.de
www.pferdeland-brandenburg.de
www.proagro.de

Der Verband pro agro engagiert sich seit über 30 Jahren für die Vernetzung und Vermarktung von Brandenburger Angeboten und Dienstleistungen aus den Bereichen Agrar- und Ernährungswirtschaft sowie Land- und Naturtourismus.

„Brandenburger Star“ – Ehrenpreis der Brandenburger Ernährungswirtschaft erstmals vergeben.

Berlin/Schönwalde-Glien – Am Mittwochabend wurde im Rahmen des ersten Abends der Ernährungswirtschaft in der Brandenburg-Halle auf der Grünen Woche erstmals der „Brandenburger Star“, der Ehrenpreis der Brandenburger Ernährungswirtschaft vergeben.

Vor 150 geladenen Gästen aus Ernährungswirtschaft, Handel und Politiknahm an diesem „Abend der Brandenburger Ernährungswirtschaft“ mit Lothar Parnitzke, Eigentümer und Geschäftsführer der Kunella Feinkost GmbH aus Cottbus ein Pionier und Protagonist der Brandenburger Unternehmerlandschaft für sein Jahrzehnte langes, beständiges und erfolgreiches unternehmerisches Wirken den Ehrenpreis „Brandenburger Star 2026“ entgegen.

Der Preis wurde gemeinsam vom Ministerium für Land- und Ernährungswirtschaft und dem Agrarmarketingverband pro agro, als Branchenverband der Ernährungswirtschaft ins Leben gerufen. Zukünftig soll mit dem „Brandenburger Star“ jedes Jahr zur Grünen Woche eine verdiente Persönlichkeit der Brandenburger Ernährungswirtschaft ausgezeichnet und geehrt werden.  

Dorothee Berger, Vorstandsvorsitzende des Verbandes pro agro zum Preis: „Wie kaum eine andere Branche ist die Brandenburger Ernährungswirtschaft in besonderer Weise mit Land und Leuten verbunden. In den Unternehmen und Betrieben arbeiten Menschen mit Herzblut, Leidenschaft, Tatkraft und klaren Visionen und Zielen für ihr Unternehmen, prägen auf diese Weise auch ihre Region oder gleich das ganze Land und werden zu Leuchttürmen und Vorbildern einer ganzen Branche. Diese Menschen etwas stärker in den verdienten Fokus der Öffentlichkeit zu stellen ist auch Anliegen des neuen Ehrenpreises der Brandenburger Ernährungswirtschaft der den Namen „Brandenburger Star“ trägt.“

Zum Preisträger
Lothar Parnitzke startete 1963 im Rahmen einer Schülertätigkeit seine Karriere im Unternehmen. 1965 begann er seine Ausbildung im Werk und ergriff 1991 die Chance das Unternehmen in der Wendezeit zu übernehmen und zum Erfolg zu führen. Im Jahr 2025 konnte der Macher in Sachen Mayonnaisen, Saucen und Ölen 60 Jahre „Leben für Kunella“ feiern.

Was sich hier trocken in einem Absatz mit vier Jahreszahlen zusammenfassen läßt, steht für ein Arbeits- und Unternehmerleben, in welchem es auch immer um den Mut und die Fähigkeit für die richtigen Entscheidungen zu den richtigen Zeitpunkten ging und geht und welches auch für Beharrlichkeit und den unerschütterlichen Glauben ans Unternehmen, den Unternehmensstandort und die Qualität der Produkte steht. Zu den besonderen Verdiensten Lothar Parnitzes gehört, das 1894 gegründete Unternehmen Kunella, welches in der DDR zunächst Gebr. Kunert hieß und seit der Verstaatlichung 1972 den Namen VEB Feinkost tragen mußte, nicht aufzugeben, sondern seinen Hut in den Ring zu werfen, Kapital zu besorgen und das Unternehmen 1991 zu übernehmen, in die Privat- und Marktwirtschaft zu überführen und von nun an nicht mehr nur angestellter Geschäftsführer zu sein, sondern als Eigentümer und Geschäftsführer unter dem alten Namen „Kunella“ das Unternehmen fortbestehen zu lassen. Eine Lebensentscheidung, die sich heute sicher einfacher erzählen läßt, als sie damals für Lothar Parnitzke tatsächlich gewesen sein dürfte.

pro agro Geschäftsführer Kai Rückewold ergänzt zum Preisträger „Lothar Parnitzke zählt mit seiner Kunella Feinkost GmbH auch zu den frühen Mitgliedern des 1992 gegründeten Agrarmarketingverbands pro agro. Als Urgestein der Brandenburger Ernährungswirtschaft, der vermutlich alle möglichen und unmöglichen Phasen einer Unternehmerschaft meistern mußte und meisterte, sind seine Erfahrungen gerade für die jüngeren Unternehmerinnen und Unternehmer im Netzwerk der Brandenburger Ernährungswirtschaft von unschätzbarem Wert.“

Hintergrundinfo zum Verband pro agro:
pro agro ist der Verband zur Förderung des ländlichen Raumes in der Region Brandenburg-Berlin. Seit 1992 gilt sein Engagement den Branchen Agrar- und Ernährungswirtschaft sowie Land- und Naturtourismus. Dem Verband gehören Unternehmen, Vereine, Verbände aus dem Bereich des Land- und Naturtourismus, unter anderem Landgasthöfe und Pferdehöfe sowie aus der Agrar- und Ernährungswirtschaft, einschließlich der Direktvermarktung an. Der Verband pro agro vertritt das Gesamtinteresse aller Akteure des ländlichen Raumes der Region Brandenburg-Berlin. Mehr Informationen unter proagro.de

Der Verband pro agro vertritt circa 430 Mitgliedsunternehmen der lebensmittelproduzierenden Land- und Ernährungswirtschaft sowie des Natur- und Landtourismus und nutzt die Grüne Woche, um mit vielfältigen Aktionen regionale Produkte auf den Teller oder ins Handelsregal und somit an Frau und Mann zu bringen sowie für Ausflüge und Urlaub auf dem Lande zu werben.

Bildmaterial zur Preisverleihung

pro agro - Marketingpreisbroschuere 2026 Titel

pro agro – Marketingpreisgewinner 2026 ausgezeichnet

Paaren Glien / Berlin – Der Eröffnungstag der Grünen Woche stand traditionsgemäß im Zeichen des Brandenburger Agrarmarketingverbandes pro agro und der Auszeichnung der pro agro-Marketingpreisgewinner 2026. Die Auszeichnungen wurden von der Brandenburger Ernährungswirtschaftsministerin Hanka Mittelstädt, der Vorsitzenden des Verbandes pro agro Dorothee Berger und dem pro agro-Geschäftsführer Kai Rückewold überreicht.

Vergeben wurden die Preise in den drei Hauptkategorien Direktvermarktung, Ernährungswirtschaft sowie Land- und Naturtourismus. Alle Bewerbungen wurden von einer Fachjury aus den Bereichen Agrar- und Ernährungswirtschaft, Tourismus, Lebensmitteleinzelhandel, Medien und Wissenschaft unter Leitung des Verbandes pro agro begutachtet, bewertet und daraufhin die Preisträger in den Kategorien gekürt. Insgesamt erreichten den Verband 56 Bewerbungen; 25 in der Kategorie Direktvermarktung, 14 aus dem Bereich der Ernährungswirtschaft und 17 für den Land- und Naturtourismus.

Zusätzlich wählte EDEKA, als einer der starken Partner für die Vermarktung regionaler Produkte im Einzelhandel Brandenburg-Berlins, aus den Bewerbern der Kategorien Ernährungswirtschaft und Direktvermarktung den Preisträger für den EDEKA-Regionalpreis 2026. Darüber hinaus wurde eine Brandenburger Unternehmerfamilie mit einem Sonderpreis in der Kategorie Land- und Naturtourismus für ihr jahrelanges, herausragendes Engagement geehrt. Eine Auflistung aller Gewinner und entsprechende Erläuterungen weiter unten in dieser Presseinformation.

Ministerin Hanka Mittelstädt erklärte: „Veganer Baumkuchen aus Cottbus, Bio-Aufbackbrötchen aus Wustermark, ein Sanddorn-Joghurt-Eis aus dem Nuthe Urstromtal, Sülze-in Weinaspik aus Golßen: an kreativen Energien mangelt es den Brandenburger Lebensmittelproduzenten nicht. Sie lassen die Besucherinnen und Besucher der Grünen Woche einmal wieder neu entdecken, wie Brandenburg schmeckt. Die eingereichten Arbeiten zum Marketingpreis zeigen einmal mehr, welch unglaubliche Vielfalt in der Branche steckt. Das gilt übrigens auch für viele touristische Angebote, von denen heute einige ausgezeichnet wurden, wie den Forschungspfad „LassWissen“ – Natur erleben, Wissen teilen vom Föderverein Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft e.V. oder die Verbindung von Landurlaub und Kreislaufwirtschaft auf dem Behringhof in Höhenland. All das sind Initiativen und Projekte, die Mut machen für die Zukunft von Ernährungswirtschaft und Tourismus auf dem Lande.“

Die Produktideen und Vermarktungskonzepte aller Wettbewerbsteilnehmer des pro agro-Marketingpreises 2026 werden in der Broschüre Neues aus Brandenburg. Ein Land voller Ideen vorgestellt.

Die Broschüre gibt es nach der Preisverleihung vor Ort über den gesamten Messezeitraum am pro agro-Stand sowie an der Schauvitrine zum Wettbewerb in der Brandenburghalle und als Flipbook auf den Seiten des Verbandes pro agro.

Der pro agro-Marketingpreis, den der Verband bereits seit 2000 jedes Jahr im Rahmen der Internationalen Grünen Woche in Berlin verleiht, zählt zu einer der begehrtesten Auszeichnungen in der regionalen Ernährungs- und Tourismus-Branche. Die zentrale Botschaft lautet: Brandenburg ist Kreativität, ist Innovation und nah am Puls der Zeit.

Hintergrundinfo zum Verband pro agro:
pro agro ist der Verband zur Förderung des ländlichen Raumes in der Region Brandenburg-Berlin. Seit 1992 gilt sein Engagement den Branchen Agrar- und Ernährungswirtschaft sowie Land- und Naturtourismus. Dem Verband gehören Unternehmen, Vereine, Verbände aus dem Bereich des Land- und Naturtourismus, unter anderem Landgasthöfe und Pferdehöfe sowie aus der Agrar- und Ernährungswirtschaft, einschließlich der Direktvermarktung an. Der Verband pro agro vertritt das Gesamtinteresse aller Akteure des ländlichen Raumes der Region Brandenburg-Berlin. Mehr Informationen unter proagro.de

Aktuelle Bilder der Preisverleihung sowie die Marketingpreisbroschüre finden Sie im Laufe des Nachmittags hier

Weitere Informationen zum Marketingpreis 2026 und den Wettbewerben der Vorjahre erhalten Sie hier.

Das Flipbook der Broschüre Neues aus Brandenburg. Ein Land voller Ideen finden Sie hier.

Preisträger – pro agro-Marketingpreis 2026

Direktvermarktung – 1. Platz

„Niederlausitzer Apfelstollen“ – typisch Brandenburg

Auch beim Weihnachtsgebäck schlechthin kann Regionalität genussvoll werden. Warum Rosinen aus fernen Ländern, wenn knackige Brandenburger Äpfel für den gleichen Kick sorgen? So entstand der „Niederlausitzer Apfelstollen“ – typisch Brandenburg. Dafür wurden auch traditionelle Pfade verlassen: Weizenvollkornsauerteig aus Rotweizen (Urgetreide) sorgt für einen lockeren Teig, der mit weniger Hefe auskommt und dem süßen Gebäck eine feine Säure verleiht. Gemahlener Waldstaudenroggen, ebenfalls aus regionalem Anbau vom Fläminger Genussland, beschert eine nussige, leicht herbe Note. Fruchtig und brandenburgisch-international wird es mit Äpfeln eigener Ernte, die ein Bad in Calvados nehmen – eine Reminiszenz an deutsch-französische Familiengeschichte. Nach dem Backen wird der Stollen mit Vanillezucker von Havelicious aus Falkensee gezuckert, mit Calvados übergossen und flambiert – für extra Crunch und Geschmack. Erstmals wurde der „Niederlausitzer Apfelstollen“ 2025 beim 1. Brandenburger Brotmarkt im Rahmen des 30. Apfeltages im Pomologischen Garten Döllingen präsentiert. Begeistert von der Arbeit des Kerngehäuse e. V. und dem gigantischen Apfelaufkommen im Garten entstand eine neue Kooperation: Der Apfelstollen unterstützt den Verein beim Erhalt regionaler Streuobstwiesen – ein Euro je verkauftem Stollen geht als Spende an den Verein.

Bäckerei Dorn – Torgauer Str. 14, 04924 Wahrenbrück
Geschäftsführer: Stefan Dorn
Telefon: 035341 94436
dorn-wahrenbruec<at>t-online.de
facebook: bäckerei-dorn-wahrenbrück

Argumente aus der Begründung: Die Vielzahl der verwendeten Regionalen Rohstoffe und die eingegangenen Partnerschaften für Produktion und Vermarktung. Überzeugender Geschmack und ein Marketingkonzept, welches die hervorragende Zusammenarbeit in der Elbe-Elsterregion widerspiegelt.


Direktvermarktung – 2. Platz         

Veganer Baumkuchen – Waldkuchen aus Cottbus

Mit dem Waldkuchen präsentiert die Baumkuchen-Manufaktur Groch & Erben eine echte Premiere: Der erste vegane Baumkuchen, der nach traditioneller Handwerkskunst auf der Walze gebacken wird. Frei von Ei und Butter, aber reich an Geschmack, verbindet er regionale Backtradition mit moderner Ernährungskultur. Das vegane Sortiment umfasst Mini-Baumkuchen mit belgischer Zartbitterschokolade oder Fondantglasur, Baumkuchenspitzen, -kekse und -pralinen – handgefertigt, frisch und ohne Konservierungsstoffe. So wird ein Kultgebäck für eine wachsende Zielgruppe neu interpretiert. Über den Onlineshop, im Werksverkauf sowie bei regionalen Händlern und ausgewählten Feinkostgeschäften sind die veganen Baumkuchenvariationen erhältlich. Die Marke Groch & Erben steht für Qualität „Made in Brandenburg“ und zeigt, wie sich regionale Wurzeln und Innovation harmonisch verbinden.

GROCH & ERBEN GmbH -Mühlenstr. 45, 03046 Cottbus
Geschäftsführer: Sören Hajak
Telefon: 0355 2892273
kontakt<at>grochunderben.de
grochunderben.de

Argumente aus der Begründung: Die Jury überzeugte das für ein so kleines Unternehmen bemerkenswerte, tolle, ganzheitliche Marketing-Konzept. Hinzu kommt der Geschmack und die Sortenvielfalt.


Direktvermarktung – 3. Platz         

„Spreewälder „Gurkenkäse“ – Regionalität neu kombiniert

Dort, wo die Tradition des Spreewaldes auf das robuste Tiroler Grauvieh trifft, befindet sich die Spreewald-Alm. Sie und ihre Hofkäserei stehen für handwerkliche Fertigung und höchste Qualität ihrer Milchprodukte. Frische Milch, Käsespezialitäten, cremiger Quark und Joghurt werden hier mit Leidenschaft und Sorgfalt hergestellt – ausschließlich aus der Milch der eigenen, ökologisch gehaltenen Kühe des Tiroler Grauviehs. Die Produkte sind im Hofladen, auf Wochenmärkten und über einen Verkaufsautomaten vor den Toren Berlins erhältlich. Auch ein Foodtruck bringt den Geschmack des Spreewaldes zu Feiern, Veranstaltungen und Jubiläen – mit regionalen Leckereien und viel Sinn für authentischen Genuss. Traditionell reicht die Spreewald- Alm zu allen Speisen Spreewälder Gewürzgurken, die direkt von Rabe Spreewälder Konserven bezogen werden. So entstand die Idee, den hofeigenen Käse aus der im Spreewald gewonnenen Milch des Tiroler Grauviehs mit den berühmten Spreewälder Gurken zu kombinieren. Das Ergebnis ist der Spreewälder „Gurkenkäse“ – eine einzigartige Verbindung von mild-würzigem Hofkäse und dem unverwechselbaren Aroma der Spreewälder Gurke. So wird der Spreewald geschmacklich noch erkennbarer und auf besondere Weise in die Produkte der Spreewald-Alm integriert.

Drehnower Hofkäserei UG – Nordweg 3 03185 Drehnow

Geschäftsführer: Jan Kutzbach & Marcel Schallmea
Telefon: 0152 53676191
info<at>spreewaldalm.de
spreewaldalm.de

Argumente aus der Begründung: Gründe für die Jury waren die unternehmerische Kooperation in der Region, das Marketingkonzept sowie der Geschmack.

Ernährungswirtschaft – 1. Platz     

„hellWACH“ – Energy neu gedacht! by Gläserne Bio-Molkerei

Die Gläserne Molkerei steht für echten Bio-Genuss aus Nord- und Ostdeutschland – transparent, regional und mit Haltung. Mit „hellWACH“ bringt sie nun den ersten funktionalen Bio-Drink auf den Markt, der Natürlichkeit, Energie und Nachhaltigkeit verbindet. Die Basis bilden Permeat und Buttermilch aus eigener Herstellung, verfeinert mit echten Früchten, natürlichem Milch- und Rübenzucker, lebenden Milchsäurekulturen sowie 33 mg Koffein pro 100 ml. So entsteht ein fruchtig-erfrischender Wachmacher – ganz ohne künstliche Zusätze. Die in Münchehofe (Brandenburg) produzierte Buttermilch fließt in die Herstellung von „hellWACH“ in Dechow (Mecklenburg-Vorpommern) ein. Das Produktmanagement und Marketingkonzept kommen ebenfalls aus Münchehofe. Damit steht „hellWACH“ für regionale Wertschöpfung, volle Verwertung der Milch und kurze Wege. Verpackt im frechen 230 ml To-go-Becher, verbindet der Drink Lifestyle, Funktion und Bio-Qualität – ehrlich anders, ehrlich gut. Mit „hellWACH“ schafft die Gläserne Molkerei eine neue Kategorie zwischen Coffee-to-go und Energy-Drink – für alle, die natürlich wach sein wollen. Ein Produkt mit Haltung, Herkunft und Herz für Nordostdeutschland.

Gläserne Molkerei GmbH – Molkereistraße 1, 15748 Münchehofe
Geschäftsführer: Rüdiger Fricke
Telefon: 033760 20770
info<at>glaeserne-molkerei.de
glaeserne-molkerei.de

Argumente aus der Begründung: Die Jury schätzte die Innovationskraft der Gläsern Molkerei mit „hellWACH“ eine gänzlich neue Produktkategorie zwischen Coffee-to-go und Energy-Drink geschaffen zu haben – für alle, die natürlich wach sein wollen. Verpackt im frechen to-go-Becher, geschmacklich voll überzeugend und mit einem umfangreichen Marketingkonzept dahinter, ergab dies den 1. Platz

Ernährungswirtschaft – 2. Platz     

Knackfrisch genießen – Bio-Aufbackbrötchen aus Brandenburg

Die Bio-Aufbackbrötchen „Knackfrische“ und „Dinkelsaat-Krüstchen“ überzeugen durch hervorragenden Geschmack und lange Haltbarkeit. Mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum von 25 Tagen und mehr bieten sie eine praktische Lösung für alle, die sich frische, hochwertige Brötchen nach Hause holen möchten, ohne täglich zum Bäcker zu gehen. Besonders im Bio-Markt ist die Verfügbarkeit von haltbaren Aufbackbrötchen in dieser Qualität bisher sehr begrenzt – eine Lücke, die diese Produkte schließen. Hergestellt in Brandenburg, setzt das Bio-BackHaus auf regionales Handwerk und kurze Transportwege. Das Mehl stammt überwiegend aus der Mühle Wolter in Wustermark, die das Qualitätsversprechen des Unternehmens teilt. Die Zutaten kommen von regionalen Höfen und Mühlen, die ausschließlich ökologische Bioland-Erzeugnisse liefern. So wird nicht nur Nachhaltigkeit gefördert, sondern auch die regionale Wirtschaft gestärkt. Für Genießerinnen und Genießer, die es am Wochenende gern etwas ruhiger angehen, bieten die Aufbackbrötchen eine ideale Lösung: einfach zu Hause aufbacken und in gewohnter Bio-Qualität genießen.

BioBackHaus Leib GmbH  – Leipziger Straße 2, 14461 Wustermark
Geschäftsführer/in: Hans Leib, Jochen Delaunay, Karsten Freudenreich, Katja Schwab
Telefon: 0173 6009542
delaunay<at>das-biobackhaus.de
das-biobackhaus.de

Argumente aus der Begründung: Insbesondere die Tatsache, daß es sich bei diesem Produkt um die erste regionale Alternative von Aufbackbrötchen für das Supermarktregal handelt und dies auch noch mit regionalen Zutaten und in Bio-Qualität war auschlaggebend für die hohe Bewertung der Jury. Das dazugehörige Marketingkonzept überzeugte ebenso.

Ernährungswirtschaft – 3. Platz     

Zwei Frauen, eine Region, ein Eis – Sanddorn trifft Joghurt

Aus der Idee, die Region schmeckbar zu machen, entstand eine besondere Kreation: ein Eis, das Geschichten erzählt – von Hof, Feld und Manufaktur bis hin zum Löffel der Genießerinnen und Genießer. Das Sanddorn-Joghurt-Eis vereint handwerklich hergestelltes Joghurteis aus frischer Jersey-Milch mit aromatischem Sanddorn aus Werder (Havel). In der Eismanufaktur bei Luckenwalde entsteht so eine regionale Spezialität, die für Transparenz, kurze Wege und die Zusammenarbeit mit Brandenburger Erzeugern steht. Jeder Rohstoff wird mit Sorgfalt ausgewählt – direkt von den Produzenten. So werden die Vanilleschoten von einem Familienbetrieb aus Madagaskar bezogen. Der leuchtend orangefarbene

Sanddorn stammt aus dem Sanddorngarten von Dorothee Berger in Werder (Havel). Der Joghurt wird in der Manufaktur aus frischer Jersey-Milch eines nahegelegenen Hofes selbst hergestellt. Dieses Eis steht für weibliches Unternehmertum, regionale Zusammenarbeit und transparente Herkunft. Es macht den Geschmack Brandenburgs erlebbar, zeigt die Gesichter hinter den Produkten – und erinnert daran, wie wertvoll unsere regionalen Betriebe für die Heimat sind.

Urstrom Jerseys – Kummersdorfer Weg 3, 14947 Nuthe Urstromtal
Geschäftsführerin: Loreen Herrmann
Telefon: 0173 4094194
urstrom.jerseys<at>gmail.com
urstrom-jerseys.de

Argumente aus der Begründung: Neben dem Geschmack gefiel der Jury die Kooperation zweier Brandenburger Unternehmerinnen und die Idee hinter dem Konzept, über ein handwerklich hergestelltes Produkt aus in Brandenburg gewonnener Milch von Jersey-Kühen aus eigener Haltung und Brandenburger Sanddorn das Land „schmeckbar“ zu machen.


Land- und Naturtourismus – 1. Platz       

„Caravanserei“ – Nachhaltiges Urlaubsresort in Oberhavel

Mit der „Caravanserei“ entstand in Schmachtenhagen bei Oranienburg ein außergewöhnliches Urlaubsresort, das Natur, Komfort und Nachhaltigkeit miteinander verbindet. Auf dem rund 80.000 Quadratmeter großen Gelände des ehemaligen Oberhavel Bauernmarktes wurde ein Ort geschaffen, der gleichermaßen Rückzugsraum und Erlebnisort ist. Herzstück des Resorts sind fünf miteinander verknüpfte Bereiche: das Tiny House-Hotel mit 30 individuell gestalteten Minihäusern, der Tiny Spa mit Sauna und Naturschwimmteich, die Tiny Eventlodge für Feiern und Tagungen, das Restaurant mit regional-saisonaler Küche aus dem eigenen Küchengarten sowie 150 Stellplätze für Wohnmobile und Caravans. Besonders hervorzuheben ist die eigene Biogasanlage, die das gesamte Resort mit Strom und Wärme versorgt und so Energieautarkie ermöglicht. Damit wird nachhaltiges Wirtschaften unmittelbar erfahrbar. Die „Caravanserei“ schließt eine touristische Lücke im Raum Oberhavel und spricht sowohl Aktivurlauber als auch Erholungssuchende an. Durch die enge Zusammenarbeit mit regionalen Betrieben und Produzenten spiegelt das Konzept die Werte Brandenburgs wider – naturverbunden, ressourcenschonend und gastfreundlich.

CARAVANSEREI Resort Oberhavel – Bauernmarktchaussee 10, 16515 Oranienburg OT Schmachtenhagen
Geschäftsführer/in: Ilona Plass, Oliver Wandel
Telefon: 03301 522790
info<at>caravanserei.de
caravanserei.de

Argumente aus der Begründung: Die Jury überzeugte das Konzept dieses außergewöhnlichen Urlaubsresorts, das Natur, Komfort und Nachhaltigkeit miteinander verbindet. Die Caravanserei schließt mit ihren 30 Tiny Houses, Tiny Spa oder Tiny Eventlodge eine touristische Lücke im Raum Oberhavel und spricht sowohl Aktivurlauber als auch Erholungssuchende an.

Land- und Naturtourismus – 2. Platz       

Behringhof – Artenvielfalt erleben, Klimaschutz begreifen

Auf dem Biobauernhof Behringhof in der Märkischen Schweiz wird Familienurlaub jetzt durch den Klima- und Biodiversitätslehrpfad bereichert. Hier wird Landurlaub zum Lernurlaub. Gäste erleben die 30-jährige Leidenschaft von Ralf Behring und seiner Familie hautnah. Das Konzept ist einzigartig: Statt Theorie wird gelebte Kreislaufwirtschaft gezeigt. Besucherinnen und Besucher entdecken Gründächer, die mit der Wolle der hofeigenen Schafe gedämmt wurden, und sehen, wie eine Pflanzenkläranlage das Wasser in bester Qualität nach Brandenburg zurückführt. Auf ehemaligen Ackerflächen wachsen inzwischen über 130.000 neu gepflanzte Bäume – ein Meilenstein privater Aufforstung, der rund 75 Vogelarten Lebensraum bietet. Die enge Kooperation mit dem NABU Oberbarnim und der HNE Eberswalde sichert wissenschaftliche Begleitung und Wissenstransfer. Der Behringhof gilt als Vorzeigebetrieb, der Familien und Fachbesuchern Mut macht. Er zeigt, dass Engagement für Klima und Artenvielfalt die schönste und ehrlichste Form des Landurlaubs in Brandenburg ist.

Behringhof – Berliner Str. 23b, 16259 Höhenland
Geschäftsführer: Ralf Behring
Telefon: 0162 5982205
info<at>behringhof.de
behringhof.de

Argumente aus der Begründung: Die Jury begeisterte, wie dieser seit 30 Jahren existierende, kleine Landurlaubsbetrieb mutige Wege geht und ganz konkret vor Ort zeigt, wie gelebte Kreislaufwirtschaft funktioniert.


Land- und Naturtourismus – 3. Platz       

Forschungspfad „LassWissen“ – Natur erleben, Wissen teilen

Seit 2024 verbindet der Forschungspfad „LassWissen“ im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft Naturerlebnis, Bildung und Bürgerforschung. Auf einer abwechslungsreichen Fahrradrundtour entlang der Kleinen Elster – vom Schloss Doberlug bis zum Naturparkhaus Bad Liebenwerda – laden neun interaktive Stationen zum Mitforschen, Beobachten und Entdecken ein. Im Mittelpunkt steht das Thema „Verschwinden des Wassers“ als Folge der nachbergbaulichen Landschaftsentwicklung. Über eine Forschungs-App oder die kostenfreie Forscherbox können Gäste Wasserstände erfassen, Libellen beobachten und Landschaftsfotos hochladen. Ihre Daten fließen direkt in die wissenschaftliche Arbeit ein. Die Ausstellung „Dem Wasser auf der Spur“ im Naturparkhaus vertieft die gewonnenen Erkenntnisse, schafft Dialogräume zwischen Bürgerforschenden und Wissenschaft und steigert die Aufenthaltsqualität der Region. Das innovative Konzept vereint nachhaltigen Naturtourismus, interaktive Wissensvermittlung und Familienfreundlichkeit. Lokale Partner wie das Forschungsinstitut für Bergbaufolgelandschaften, die Naturparkverwaltung und SIK-Holz sichern

regionale Verankerung und langfristige Nachhaltigkeit. „LassWissen“ steht beispielhaft für Brandenburg und macht Naturforschung erlebbar.

Förderverein Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft e.V. – Schlossplatz 1, 03253 Doberlug-Kirchhain
Geschäftsführer: Manfred Drews
Telefon: 035322 518066
info<at>naturpark-nlh.de
naturpark-nlh.de

Argumente aus der Begründung: Die Jury überzeugte das innovative Konzept, welches nachhaltigen Naturtourismus, interaktive Wissensvermittlung und Familienfreundlichkeit vereint, in dessen Mittelpunkt das wichtige Thema „Verschwinden des Wassers“ als Folge der nachbergbaulichen Landschaftsentwicklung steht.


EDEKA Regionalpreis – aus den Kategorien Direktvermarktung oder Ernährungswirtschaft

„Sülze in Weinaspik“ – regionale Zusammenarbeit, bester Geschmack

Die „Sülze in Weinaspik“ ist eine feine Liaison zwischen Golßener Sülze und Großräschener Solaris-Wein. Diese besondere Komposition vereint Handwerkskunst mit feinen Aromen und schafft ein Geschmackserlebnis, das Zunge und Gaumen gleichermaßen anspricht. Sorgfältig ausgewählte Zutaten aus Golßen verleihen der Sülze Struktur und Biss, während das zarte Weinaspik mit seiner milden Säure und der Vielfalt fruchtiger bis kräutriger Noten des Solaris-Weines für einen harmonischen, langen Nachhall sorgt – ein Genuss mit Spannung und Charakter. Die Idee zu diesem innovativen Produkt entstand auf den Grünen Wochen 2024 und 2025, als die Familien Kempkes und Wobar ihre regionalen Spezialitäten gemeinsam präsentierten. Golßener Produkte als Genussbotschafter des Spreewalds trafen dabei auf Weine vom Großräschener See – Botschafter des Lausitzer Seenlandes. Aus dieser Begegnung entstand eine Partnerschaft, die mehr als Geschmack verbindet: zwei Regionen, zwei Familienunternehmen, eine gemeinsame Idee von Qualität und Herkunft. Die Verpackung der „Sülze in Weinaspik“–erzählt genau diese Geschichte – von Regionalität, Kooperation und kulinarischer Entdeckungsfreude. Sie steht sinnbildlich für erfolgreiche Zusammenarbeit entlang regionaler Wertschöpfungsketten und lädt dazu ein, Genuss und Reisen miteinander zu verbinden.

Golßener und mago Vertriebs oHG – Am Klinkenberg 1, 15938 Golßen
Geschäftsführer: Rainer, Jens, Joschua Kempkes
Telefon: 030 4355820
info<at>golssener.de
golssener.de

Weinbau Dr. Wobar – Seestraße 100, 01983 Großräschen
Geschäftsführer/in: Dr. Andreas, Dr. Cornelia Wobar
Telefon: 0151 11622315
info<at>weinbauwobar.de
weinbauwobar.de

Argumente aus der Begründung: Die Kombination aus feiner Sülze und dem hervorragenden Größräschener Wein wertete die EDEKA-Jury als besonderes, regionales Produkt mit sehr guten Marktchancen. Ab sofort ist die Golßener „Sülze in Weinaspik“ daher in allen EDEKA-Märkten in Berlin und Brandenburg erhältlich.


Sonderpreis – in der Kategorie Land- und Naturtourismus

Gastronomiefamilie Reuner

Die Gastronomie-Familie Reuner, ansässig mit dem „Flair Hotel Reuner“ in Zossen, dem „Gasthof Reuner“ in Glashütte und seit 2025 auch mit „Reuners Hofgarten by Stork Club“ in Schlepzig zeichnet sich seit Jahren und über Generationen durch inhabergeführte Gastfreundlichkeit made in Brandenburg aus – und dies immer wieder mit neuen, innovativen Ansätzen. Familie Reuner ist stark mit ihrer Region vernetzt und gibt Brandenburger Gastlichkeit ein Gesicht und eine Stimme. Für den pro agro-Marketingpreis 2026 hat sich Familie Reuner allein mit zwei verschiedenen Beiträgen in der Kategorie Land- und Naturtourismus beworben. Dies zum Anlass nehmend und gleichermaßen das Engagement für Gastronomie made in Brandenburg berücksichtigend, veranlasste die Jury der gesamten Gastronomie-Familie Reuner einen Sonderpreis zu verleihen.

Flair Hotel Reuner – Machnower Chaussee 1a, 15806 Zossen
Daniel Reuner
Telefon: 03377 301370
info<at>hotel-reuner.de
hotel-reuner.de

Gasthof Reuner – Hüttenweg 18, 15837 Baruth / Glashütte
Christian Reuner
Telefon: 03370 467065
info<at>gasthof-reuner.de
gasthof-reuner.de

Reuners Hofgarten – Dorfstraße 56, 15910 Schlepzig
Denise Reuner
Telefon: 0173 6554019
info<at>reuners-hofgarten.de
reuners-hofgarten.de

Premiere auf der Grünen Woche 2026: Pferdeland Brandenburg erstmals in der Tierhalle vertreten

Berlin/Schönwalde-Glien – Wenn die Grüne Woche vom 16. bis 25. Januar 2026 ihr 100-jähriges Jubiläum feiert, ist das Pferdeland Brandenburg erstmals mit einem eigenen Stand in der Tierhalle (Halle 25, Stand 113) vertreten. Damit geht der Verband pro agro neue Wege und präsentiert die Vielfalt des hiesigen Pferdelandes erstmals auch außerhalb der klassischen Brandenburghalle, mitten im lebendigen Tiergeschehen der Messe.

Der Stand versteht sich als Schaufenster für Pferdebetriebe aus Brandenburg und wird während der Messelaufzeit von wechselnden Betrieben bespielt. Besucherinnen und Besucher erhalten Einblicke in unterschiedliche Formen pferdegestützter Angebote – vom familienfreundlichen Hof über erlebnisorientierte Angebote bis hin zu touristischen und bildungsbezogenen Formaten rund um das Pferd als Kulturgut.

„Die Präsenz in der Tierhalle ist für uns ein bewusst gewählter Schritt“, sagt Josephine Holz, Projektleiterin des Pferdelandes Brandenburg bei pro agro. „Hier erreichen wir ein Publikum, das das Pferd in seiner ganzen Vielfalt erleben möchte – und das über das ganze Jahr hinweg.“

Neben persönlichen Gesprächen am Stand setzt das Pferdeland Brandenburg auf Mitmachangebote, anschauliche Präsentationen und wechselnde inhaltliche Schwerpunkte. Ergänzt wird der Auftritt durch eine großflächige Videopräsentation, die während der gesamten Grünen Woche in der Tierhalle zu sehen ist, sowie durch die Einbindung in das Tierschau- und Rahmenprogramm.

Ein weiterer Schwerpunkt des Messeauftritts ist das Engagement des Pferdelandes Brandenburg im Rahmen der HIPPOLOGICA. Auch 2026 sponsort pro agro wieder die Masterpreise der Turniere im Springreiten, Fahren bzw. der Dressur und übernimmt erstmals einen Prüfungstitel im offiziellen Programm. Damit unterstreicht pro agro sein langfristiges Engagement für die Wertschätzung des Pferdes in all seinen Facetten – von Sport und Zucht bis hin zu Tourismus und Bildung.

Hintergrundinfo zum Verband pro agro:
pro agro ist der Verband zur Förderung des ländlichen Raumes in der Region Brandenburg-Berlin. Seit 1992 gilt sein Engagement den Branchen Agrar- und Ernährungswirtschaft sowie Land- und Naturtourismus. Dem Verband gehören Unternehmen, Vereine, Verbände aus dem Bereich des Land- und Naturtourismus, unter anderem Landgasthöfe und Pferdehöfe sowie aus der Agrar- und Ernährungswirtschaft, einschließlich der Direktvermarktung, an. Der Verband pro agro vertritt das Gesamtinteresse aller Akteure des ländlichen Raumes der Region Brandenburg-Berlin. Mehr Informationen unter proagro.de.

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Presseeinladung: Brandenburgs Brauereien – Netzwerktreffen zu Angeboten, Plänen und Herausforderungen

Sehr geehrte Damen und Herren,

freundlich zur Beachtung empfohlen, anbei eine Presseeinladung für einen Termin unseres Mitgliedsverbands, dem „Verein zur Förderung Brandenburger Klein- und Gasthausbrauereien und regionaler Strukturen e.V.“

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Kaum ein Produkt steht historisch so sinnbildlich für die Verbindung zwischen Land und Leuten, wie das Bier. Jahrhundertelang waren Brauereien ein selbstverständlicher Bestandteil der landwirtschaftsnahen Produktion im Land.

Was die kleineren Brauereien in Brandenburg zu bieten haben, wie es um sie steht und was sie planen, darüber informiert der Verein zur Förderung der Klein- und Gasthausbrauereien und ländlicher Strukturen e.V. und Vertreter von 11 Handwerklich brauenden Brauereien.

Des Weiteren werden im Rahmen dieses Netzwerktreffens auch folgende Themen erörtert:

  • faire Rahmenbedingungen für kleine Betriebe
  • stärkere regionale Kooperationen
  • nachhaltige Entwicklungsprojekte
  • Förderung brandenburgischer Identität durch Bierkultur


Ort:                 Grüne Woche Berlin
                        Brandenburghalle (Halle 21a)
                        Empore

Datum:           Mittwoch, 21. Januar 2026

Zeit:                15 Uhr

Einen Überblick zu aktuellen Brandenburger Brauereien erhalten Sie hier (PDF zum Herunterladen)

Blick nach vorn und mehr Regionalität ins Regal bringen – pro agro auf der Grünen Woche

Berlin/Schönwalde-Glien – In den letzten Wochen erschütterten Meldungen zu Schlachthof- und Betriebsstättenschließungen das Land und die Branche. Die Grüne Woche ist dadurch erst recht ein wichtiges Betätigungsfeld, um gegenzusteuern und den Blick auf die regionale Ernährungswirtschaft zu lenken und zu stärken. Nachfolgend ein Überblick zu den Aktivitäten des Brandenburger Agrarmarketingverbandes pro agro.

Der Verband pro agro vertritt circa 430 Mitglieder der lebensmittelproduzierenden Land- und Ernährungswirtschaft sowie des Natur- und Landtourismus und nutzt die Grüne Woche, um mit vielfältigen Aktionen regionale Produkte auf den Teller oder ins Handelsregal und somit an Frau und Mann zu bringen sowie für Ausflüge und Urlaub auf dem Lande zu werben.

Der pro agro – Marketingpreis:
Traditionell ist der Eröffnungstag der Grünen Woche in der Brandenburghalle 21a auch „pro agro – Tag“. Gleich am 16. Januar stehen die Gewinner des pro agro – Marketingspreises 2026 sowie des EDEKA Regionalpreises 2026 und eines Sonderpreises Landtourismus im Rampenlicht und erhalten ihre Auszeichnungen durch Ministerin Hanka Mittelstädt, pro agro-Vorstandsvorsitzende Dorothee Berger und Geschäftsführer Kai Rückewold. Doch das stellt nur den Auftakt für die weiteren Vernetzungs- und Vermarktungsaktivitäten für die Branchen an den 10 Messetagen dar.

Fachbesucherrundgänge – Gespräche anbahnen und im Gespräch bleiben – für mehr regionale Marktanteile:
Kenntnis voneinander, die Gelegenheit zum persönlichen Gespräch und das Wissen um die jeweiligen Möglichkeiten sind Grundlage für eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Produzenten, dem Handel und weiteren Absatzpartnern. Eine zentrale Aufgabe des Verbandes pro agro während der Grünen Woche ist es daher, Hersteller regionaler Lebensmittel mit Entscheidern und Einkäufern des Lebensmittelhandels und der Gastronomie zusammenzubringen. So sind für den gesamten Zeitraum der Messe 12 Rundgänge mit Fachpublikum organisiert.

Über den gesamten Messezeitraum verteilt werden Rundgänge mit weit über 600 Vertretern aus Handel, Gastronomie, Gemeinschaftsverpflegung und Direktvermarktung durchgeführt – zum Teil bereits schon vor offiziellem Messebeginn.

Hierfür wurde in den Vorwochen intensiver Austausch mit Partnern wie Edeka, Rewe, Kaufland oder Picnic und Brandenburger Gastronomen betrieben. Für die Zeit der morgendlichen Rundgänge mit großen Delegationen wird eine Vielzahl von Produzenten zusätzlich in der Halle sonderplatziert. Zwei exklusive Stunden vor offiziellem Messebeginn stehen dann Ausstellern und Entscheidern miteinander zur Verfügung, um bestehende Partnerschaften zu intensivieren oder zukünftige anzubahnen.

Kristin Mäurer, Fachbereichsleiterin Agrar- und Ernährungswirtschaft beim Verband pro agro: „Die von uns organisierten Rundgänge decken in ihrer Ausrichtung gemäß unseres aktuellen Branchenbarometers für 79% der befragten Unternehmen der Brandenburger Ernährungswirtschaft die umsatzstärksten Absatzkanäle ab. Diese sind der Lebenseinzelhandel, Großhandel- und Gemeinschaftsverpflegung sowie die Gastronomie und Onlinesupermärkte.“ und ergänzt „Für die verbliebenen 21% ist die Direktvermarktung der umsatzstärkste Absatzkanal und für diese werben wir an unserem Stand mit entsprechenden Publikationen und Infos zum Thema Hofläden und Einkaufen beim Bauern.“

Handelsrundgänge Grüne Woche – Archivbild 2024

Branchengespräche für Vernetzung und Austausch – Marktentwicklung, Bürokratie, und Kaufzurückhaltung sind  Themen:
Traditionell ist die Grüne Woche auch Plattform für Netzwerkveranstaltungen der Branche. Hier unterstützt der Verband pro agro bei der Organisation. So findet am Montag (19.01.) eine Austauschveranstaltung des Fleischerhandwerks und des fleischverarbeitenden Gewerbes aus Brandenburg-Berlin statt. Bei dieser werden die aktuellen, strukturellen Entwicklungen, Bedarfe aber auch Erfolge und innovative Ansätze der Fleischer und Verarbeiter diskutiert. Am Mittwoch (21.01.) präsentieren sich die Brandenburger Klein- und Gasthausbrauereien im Rahmen eines erstmals auf der Grünen Woche stattfindenden Netzwerktreffens, um sich und ihre Angebote der Presse, Politik und anderen Verbänden vorzustellen sowie über faire Rahmenbedingungen für kleinere Betriebe, regionale Kooperationen und nachhaltiger Entwicklunsprojekte zu beraten und auf das Potential zur Förderung regionaler Identität durch regionale Produkte hinzuweisen.

Am Abend des 21.01. feiert der Abend der Brandenburger Ernährungswirtschaft mit 150 Teilnehmern aus Ernährungswirtschaft Handel und Politikauf der Grünen Woche seine Premiere.

Im hundertsten Jahr der Grünen Woche, welches auch das 33. Jahr der Brandenburg-Halle ist, liegt der Fokus dieses Abends auch auf der Wertschätzung der unternehmerischen Leistung der Brandenburger Ernährungswirtschaft der vergangenen Dekaden.

Auch bei diesem Abend geht es ums besser Kennenlernen, um Kontaktanbahnung und Kooperationen sowie darum gemeinsam Verbindungen zu schaffen, um den Herausforderungen der Zeit koordiniert und effizient begegnen zu können.

Im Rahmen dieses Abends wird auch ein Pionier und Protagonist der Brandenburger Ernährungswirtschaft für sein Jahrzehnte langes, beständiges Wirken im Rahmen einer Preisverleihung geehrt.

Brandenburger Kochstudio:
Traditioneller Besuchermagnet der Grünen Woche ist auch das Brandenburger Kochstudio, das an jedem Messetag zu kulinarischen Reisen durch das Land Brandenburg einlädt. pro agro organisiert und betreibt das Kochstudio im Auftrag des Ernährungswirtschaftsministeriums.

Spitzenköche der Landgastronomie aus den Regionen Brandenburgs wirbeln durch die offene Showküche, verraten Lieblingsrezepte mit regionalen Zutaten und werben für Ausflüge in die Region ihrer Gasthäuser.  Das Booklet „Rezepte aus der Märkischen Küche“ stellt die Kreationen aller mitwirkenden Brandenburger Köche sowie deren Häuser vor. Auch dies ein Beitrag zur Stärkung regionaler Wertschöpfungsketten.

Brandenburger Kochstudio Grüne Woche 2025

Landtourismus und Veranstaltungen:
Am pro agro – Infostand erhalten die Messebesucher umfangreiche Informationen zu Landtourismus, Einkaufsmöglichkeiten bei Direktvermarktern, Hofläden und zu natur- und landtouristischen Angeboten. Die Mitarbeiter des Verbandes stehen auch für ganz persönliche Fragen und Einkaufs- und Ausflugstipps zur Verfügung. Und auch erste Fragen zur Brandenburger Landpartie 2026 und dem Brandenburger Dorf- und Erntefest 2026 werden beantwortet. Ganz neu und druckfrisch bietet der Verband zur Grünen Woche erstmals auch eine Publikation zum Thema Stellplätze auf Bauernhöfen den Freundinnen und Freunden des Wohnmobilreisens. Das Pferdeland Brandenburg wird darüber hinaus erstmals auch mit einem eigenen Stand in der Tierhalle (Halle 25) in Kooperation mit verschiedenen Praxispartnern präsentiert.

Hintergrundinfo zum Verband pro agro:
pro agro ist der Verband zur Förderung des ländlichen Raumes in der Region Brandenburg-Berlin. Seit 1992 gilt sein Engagement den Branchen Agrar- und Ernährungswirtschaft sowie Land- und Naturtourismus. Dem Verband gehören Unternehmen, Vereine, Verbände aus dem Bereich des Land-und Naturtourismus, unter anderem Landgasthöfe und Pferdehöfe sowie aus der Agrar- und Ernährungswirtschaft, einschließlich der Direktvermarktung an. Der Verband pro agro vertritt das Gesamtinteresse aller Akteure des ländlichen Raumes der Region Brandenburg-Berlin. Mehr Informationen unter proagro.de

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Geschäftsjahr 2025 schlechter als erwartet, dennoch Investitionspläne der Branche für 2026 – pro agro-Branchenbarometer Ernährungs-wirtschaft Brandenburg

Schönwalde-Glien. Das pro agro – Branchenbarometer zum Jahreswechsel 2025/2026 skizziert in seiner fünften Ausgabe das unternehmerische Stimmungsbild der Ernährungswirtschaft des Landes Brandenburg.  Befragt wurden die Unternehmen zum zurückliegenden Geschäftsjahr, den Geschäftsaussichten 2026, ihren Vermarktungswegen und ihren Planungen für Investitionen.

Die Ergebnisse des Branchenbarometers fasst der Geschäftsführer des Agrarmarketingverbandes pro agro, Kai Rückewold, wie folgt zusammen:

„Auch das Jahr 2025 war für die Brandenburger Ernährungswirtschaft ein weiters Jahr im bloßen Erhaltungsmodus. Blickte man vor einer Dekade noch zuversichtlich und mit Wachstumsgedanken in die Zukunft, so geht es vor dem Hintergrund der andauernden Krisen der letzten Jahre inzwischen für einige Unternehmen vornehmlich um den bloßen Erhalt des Betriebes. Die Schließungen des Perleberger Schlachthofes oder der Eberswalder Wurstfabrik zeigen uns auf alarmierende Weise, dass selbst das Erhalten zunehmend immer schwieriger wird. Der Unternehmensalltag besteht für viele Betriebe darin, unter den aktuellen Rahmenbedingungen durchzuhalten, an Wachstumsstrategien ist kaum zu denken. Dabei mangelt es keinesfalls an guten Produkten, innovativen Ideen, Fähigkeiten oder gar Investitionswillen auf Seiten der Branchenunternehmen.“

Zu den Gründen führt er aus:

„Die anhaltende Preissensibilität beim Verbraucher mag auch eine Rolle spielen, aber glücklicherweise hat Regionalität einen Markt und auch überzeugte Kunden. Vielmehr fehlt es den Unternehmen an geeigneten Förderprogrammen, die zu Bedarf, Größe und Struktur der Unternehmen der Brandenburger Ernährungswirtschaft passen, um erfolgreich im Wettbewerb, insbesondere mit größeren Playern der Ernährungsindustrie sein zu können. In Sachen Personalkosten vertreten wir zudem schon seit Jahren die Auffassung, daß die Lösung nicht über ständig steigende Mindestlöhne funktioniert, da dies auch eine Aufwärtsspirale bei den übergeordneten, höher qualifizierten Lohngruppen im Unternehmen in Gang setzt und dies die Lohnkosten über die Gruppe der Mindestlohnempfänger hinaus deutlich erhöht. Kein Brandenburger Unternehmer der Ernährungswirtschaft – oft ja auch Familienbetriebe – weigert sich, gutes Geld für gute Arbeit zu bezahlen, aber die Lohnkosten müssen auch erwirtschaftet werden können.

Hier fordern wir, daß in den relevanten Lohnbereichen mehr Netto vom Brutto die Lösung sein muß, vielleicht sogar branchenspezifisch und an Regionalität geknüpft. Auch die nach wie vor hohen Aufwendungen für teilweise sich doppelnde bürokratische Anforderungen hindern unsere Unternehmen, sich ihrem eigentlichen Betätigungsfeld, der Produktion unserer Nahrungsmittel fokussiert widmen zu können.“

Die Daten im Überblick

Geschäftsaussichten

Die meisten Unternehmen (43%) schätzen das Geschäftsjahr 2025 als „durchschnittlich“ ein. 28% der Betriebe bewerten ihre Lage als „gut“, während 25% die wirtschaftliche Situation weiterhin als „schlecht“ einschätzen.

Für die Hälfte der Unternehmer (48%) war die Entwicklung ihres Geschäftsjahres 2025 schlechter als zu Jahresbeginn erwartet, für 36% der Unternehmer haben sich die Geschäfte entwickelt, wie erwartet (siehe Graphik Trübere Geschäftsaussichten).

Etwas optimistischer fallen die Erwartungen an das Jahr 2026 aus: 28% der Befragten erwarten eine bessere Entwicklung als 2025. 41 % gehen von einer ähnlichen Entwicklung ihrer Geschäfte wie in 2025 aus. Für die Jahre bis 2030 gehen insgesamt 46% von einer langfristigen Verbesserung der Geschäftsaussichten aus.

Investitionen und Neueinstellungen

Ihre für das Jahr 2025 geplanten Investitionen haben nur 48 % der befragten Unternehmen umsetzen können. 31 % konnten diese nicht wie geplant umsetzen und 21% nur teilweise. Als Gründe für gescheiterte Investitionsvorhaben wurden unter anderem fehlende Liquidität, gestiegene Kosten, aber auch aufwendige Genehmigungs- und Planungsverfahren genannt.

Trotz aller Herausforderungen zeigt die Umfrage, dass die Unternehmen Investitionen für die kommenden Jahre planen. Für das Jahr 2026 planen 69% der Unternehmen zu investieren, für 2027 37% und im Jahr 2028 28%. Keine Investitionen in den kommenden 3 Jahren zu planen, gaben 17% der an der Umfrage beteiligten Unternehmen an.

Danach gefragt, in welchen Bereichen konkret im Jahr 2026 im Betrieb investiert werden soll (Mehrfachantworten möglich), wurden Produktions- und Verarbeitungstechnik (79%), Gebäude- und Infrastruktur (54%), Digitalisierung & IT sowie Logistik & Vertrieb (je 35%) genannt (siehe Graphik Geplante Investitionen).

Im Bereich Produktions- und Verarbeitungstechnik sollen die Investitionen überwiegend in Maschinen und Anlagen (61%), wie z.B. Abfüll-, Verpackungs- oder Mischanlagen sowie Ersatzinvestition für veraltete Technik (56%) und Automatisierungstechnik wie Roboter, Fördertechnik, Steuerungssysteme (41%) fließen.

Bei der Gebäude- und Infrastruktur werden Investitionen in den Bereichen Sanierung und Modernisierung (54%) und Neubauten, Umbauten oder Erweiterungen von Produktions-hallen (39%) geplant.

Die im Bereich Digitalisierung und IT geplanten Investitionen sollen speziell in ERP-, MES-, oder Warenwirtschaftssysteme (72%), Cybersicherheit und Datenschutzmaßnahmen (50%) getätigt werden.

Bei Investition im Bereich Logistik und Vertrieb sollen diese in Fahrzeuge (78%) und neue Vertriebswege, wie z.B. Direktvertrieb und Onlinehandel (56%) vorgenommen werden.

Der Großteil der Unternehmen (69%) plant 2026 keine Neueinstellungen. 27% der Unternehmen planen im Jahr 2026 1 bis 3 neue Mitarbeiter einzustellen.

Vermarktungs- und Vertriebswege

Die Unternehmen der Brandenburger Ernährungswirtschaft nutzen verschiedene Absatzkanäle zum Vertrieb ihrer Erzeugnisse. Die wichtigsten Vermarktungswege (Mehrfachnennungen waren möglich) sind weiterhin der Lebensmitteleinzelhandel (75%), gleichwertig die Direktvermarktung und der Großhandel/Gemeinschaftsverpflegung (jeweils 48%) sowie die Gastronomie (33%) und die Onlinevermarktung (29%).

Befragt nach dem Absatzkanal, der den größten Umsatz erzielt, ergibt sich folgendes Bild. Mit dem Lebensmitteleinzelhandel erzielten im vergangenen Geschäftsjahr 48% ihren höchsten Umsatzanteil, mit größerem Abstand folgen die Direktvermarktung/Hofladen und der Großhandel/Gemeinschaftsverpflegung mit jeweils 21% (siehe Graphik Differenzierte Vermarktungswege).

Befragt nach der geografischen Ausrichtung der Vermarktung (Mehrfachnennungen waren möglich) gaben 55% der Unternehmen an, ihre Produkte deutschlandweit zu vermarkten, während sich ein erheblicher Teil (61%) dabei auf den regionalen Markt in Brandenburg konzentriert. Auch Berlin bleibt für 53% ein wichtiger Absatzmarkt. Viele Betriebe erweitern ihre Reichweite auf die neuen Bundesländer (34%) und begeben sich auch auf internationales Terrain (16% in Europa, 8% im außereuropäischen Ausland).

Hintergrundinfo zum pro agro-Branchenbarometer

Rund 550 Unternehmen wurden zur Online-Befragung eingeladen. Bis zum Jahreswechsel 2025/2026 haben sich 75 Unternehmen aktiv beteiligt. 79 Prozent der teilnehmenden Betriebe haben betrieblich eine konventionelle Ausrichtung und 53 Prozent eine ökologische (Mehrfachantwort möglich). Die Standorte der teilnehmenden Lebensmittelproduzenten sind über das gesamt Land Brandenburg verteilt.

An der Umfrage beteiligten sich zu gleichen Teilen Unternehmen unterschiedlicher Größen: 36 % Kleinstunternehmen (weniger als 10 Mitarbeiter), 25 % kleine Unternehmen (weniger als 50 Mitarbeiter), 20% mittlere Unternehmen (weniger als 250 Mitarbeiter), 19% mittelgroße Unternehmen (weniger als 250 Mitarbeiter).

73 % der befragten Betriebe gehören keiner Unternehmensgruppe an.

Graphiken zur PI finden Sie hier

Brandenburg darf gespannt sein: pro agro – Marketingpreisgewinner 2026 stehen fest

Paaren Glien – Am heutigen Nachmittag tagte in Paaren im Glien die Fachjury zum pro agro – Marketingpreis 2026. Nach intensivem Austausch standen dann am Abend die Gewinner in den Kategorien     Direktvermarktung, Ernährungswirtschaft, Land-, Natur- und Pferdetourismus fest.

Die Fachjury aus den Bereichen Agrar- und Ernährungswirtschaft, Tourismus, Lebensmitteleinzelhandel, Medien und Wissenschaft unter Leitung des Verbandes pro agro hat heute 57 eingereichte Wettbewerbsbeiträge begutachtet, bewertet und die ersten drei Preisträger aller Kategorien gekürt. Zusätzlich wählte EDEKA, als einer der starken Partner für die Vermarktung regionaler Produkte im Einzelhandel Brandenburg-Berlins aus den Bewerbern der Kategorien Ernährungswirtschaft und Direktvermarktung den oder die Preisträger für den EDEKA-Regionalpreis. Teilnahmeberechtigt waren Produzenten der Agrar- und Ernährungswirtschaft, Direktvermarkter, Landurlaubsbetriebe (Beherbergungs- und Freizeiteinrichtungen), Reiterhöfe, Landgasthöfe sowie regionale Vermarktungsinitiativen und Netzwerke aus Brandenburg.

Wer die Preisträger sind, wird am Freitag, dem 16. Januar 2026 auf der Bühne der Brandenburghalle der Grünen Woche am traditionellen pro-agro-Tag verkündet.

Die Produktideen und Vermarktungskonzepte aller Wettbewerbsteilnehmer des pro agro-Marketingpreises 2026 werden in der Broschüre Neues aus Brandenburg. Ein Land voller Ideen vorgestellt. Die Broschüre wird es nach der Preisverleihung vor Ort am pro agro-Stand sowie an der Schauvitrine zum Wettbewerb in der Brandenburghalle und als Flipbook auf den Seiten des Verbandes pro agro geben.

Der pro agro-Marketingpreis, den der Verband bereits seit 2000 jedes Jahr im Rahmen der (Internationalen) Grünen Woche in Berlin verleiht, zählt zu den begehrtesten Trophäen in der regionalen Ernährungs- und Tourismus-Branche und widmet sich mit seinen Kategorien drei wesentlichen Wirtschaftsbereichen in den ländlichen Räumen Brandenburgs, welche nicht nur für den Marketingpreis durch Kreativität, Innovation und Unternehmergeist hervortreten, sondern als Arbeitgeber, soziales Bindeglied und auch als Steuerzahler die ländlichen Räume Brandenburgs prägen, ihnen ein Gesicht geben und allein, im Verbund; über Kooperationen und auch als Auftraggeber weiterer Gewerke im Rahmen regionaler Wertschöpfungsketten  systemrelevante Arbeit leisten.

Weitere Informationen zum Marketingpreis und den Wettbewerben der Vorjahre erhalten Sie unter:

www.proagro.de/marketingpreis/

Nachdem in den nächsten Tagen alle Preisträger informiert worden sind, wird der Verband pro agro die ihm bekannten, zutreffenden Regional- und Lokalredaktionen über die Gewinner aus deren Redaktionsbereich informieren, um bei Bedarf und Interesse ggf. eine Vorabrecherche unternehmen und entsprechende Beiträge zur Veröffentlichung ab dem Zeitpunkt nach der offiziellen Verkündung der Gewinner erstellen zu können. Für einen Abgleich oder eine Aktualisierung der vorhandenen Ansprechpartner können Sie uns gerne die Kontaktdaten Ihrer zuständigen Lokal- und Regionalredaktionen übermitteln, sodaß die Information ohne große Umwege gleich die richtigen Stellen erreicht.

Der Verband pro agro engagiert sich seit über 30 Jahren für die Vernetzung und Vermarktung von Brandenburger Angeboten und Dienstleistungen aus den Bereichen Agrar- und Ernährungswirtschaft sowie Land- und Naturtourismus.

Ein Fest, das verbindet: Brandenburger Schlachtefest 2025 lockte Tausende nach Paaren im Glien

Paaren im Glien – Die diesjährige Ausgabe des Brandenburger Schlachtefestes schließt heute Abend ihre Pforten. In der Tradition der winterlichen Vorratshaltung auf dem Lande stehend, boten die 65 Aussteller weit mehr als nur Wurst und Fleisch aus der Region.

Zur Regionalität gehört auch, daß die Produzenten, Anbieter und deren Angestellte aus der Mitte der Dorf- und Stadtgemeinschaften kommen. Sie sind, wie die Verbraucherinnen und Verbraucher auch, ein prägender Teil des Landes. Man lebt und arbeitet gemeinsam und zum Brandenburger Schlachtefest feiern Unternehmen und Besucher gemeinsam die alte Tradition und die neue Freude an der Regionalität.

Gefeiert wurden auf dem Brandenburger Schlachtefest also nicht nur die regionalen Produkte, sondern auch die kurzen Wege, der kurze Draht zum Produzenten und – ganz in der Tradition eines Schlachtefestes – die Nähe zueinander, wie sie nur die Regionalität bieten kann.

Bereits am Sonnabend, wurde ein Besucherrekord verzeichnet. Zirka acht- bis neuntausend Besucher fanden allein am ersten Tag den Weg zum Brandenburger Schlachtefest und ließen sich von den handwerklichen Vorführungen in der Schauschlachtung und von den Angeboten regionaler Produzenten mit und ohne Fleisch inspirieren. Regionalität hat ihre Freunde und einen Markt, sie möchte manchmal nur gefunden werden. Veranstaltungen wie das Brandenburger Schlachtefest und alle anderen Aktionen des Verbandes pro agro setzen genau an diesem Punkt an, Regionalität und ihre Bedeutung sichtbarer zu machen. Regionale Produkte auf dem Speisetisch daheim geben einem nicht nur das gute Gefühl, genau zu wissen, wo es herkommt, sondern auch das gute Gefühl, seiner Region verbunden zu sein und zum Erhalt der ländlichen Versorgungsstrukturen beizutragen.

Das Brandenburger Schlachtefest 2025 feierte einmal mehr, die enge Verbindung der heimischen Verbraucherinnen und Verbraucher mit den regionalen Produzenten! Gut für den Gaumen, gut für die Region!

Auch der druckfrische Katalog „Landurlaub Brandenburg – Ferien, Freizeit und Einkaufen auf dem Lande“ mit einer Vielzahl Tipps zu Ausflügen, Einkehr und Unternehmungen im ländlichen Brandenburg feiert auf dem Schlachtefest traditionell seine Premiere und ist ab sofort auch in den Tourismusinformationen, weiteren Auslageflächen in Brandenburg und Berlin erhältlich sowie unter landurlaub-brandenburg.de abruf- oder bestellbar.

Bilder vom Brandenburger Schlachtefest 2025 finden Sie ab Sonntagnachmittag hier.

Der Verband pro agro engagiert sich seit über 30 Jahren für die Vernetzung und Vermarktung von Brandenburger Angeboten und Dienstleistungen aus den Bereichen Agrar- und Ernährungswirtschaft sowie Land- und Naturtourismus.

Presseeinladung: Premiere in Wildau – Brandenburg entwickelt erstes mobiles Schlachtfahrzeug für mehr Tierwohl und regionale Kreisläufe

Freundlich zur Beachtung empfohlen, eine Presseeinladung unseres Mitglieds „Meat Bringer“ aus Wildau.

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir laden Sie herzlich zur offiziellen Präsentation eines bundesweit einzigartigen Schlachtfahrzeugs in Wildau ein. Gemeinsam mit dem Brandenburger Ernährungswirtschaftsministerium (MLEUV), dem Institut für Fortpflanzung landwirtschaftlicher Nutztiere (IFN) Schönow, dem Veterinäramt Dahme-Spreewald, Mercedes-Benz Berlin und ThermoKing Berlin hat Meat Bringer eine Innovation umgesetzt, die Tierwohl, Ökologie und regionale Wertschöpfung auf neue Weise verbindet.

Das Fahrzeug ermöglicht die tierschonende Schlachtung direkt im Stall oder auf der Weide – ohne Lebendtransport, mit aktiver Kühlung und vollständiger Dokumentation. Damit wird ein entscheidender Schritt für mehr Tierwohl, Klimaschutz durch kurze Wege und geschlossene regionale Kreisläufe gemacht.

Ernährungswirtschaftsministerin Hanka Mittelstädt stellt das Projekt persönlich vor.

Ort: Hall of Meat, Jahnstraße 26–28, 15745 Wildau

Datum: Dienstag, 28. Oktober 2025

Uhrzeit: 10:00 Uhr

Warum das Thema für Ihre Zuschauer und Leser relevant ist:

  • Tierwohl sichtbar: Schlachtung im Herkunftsbetrieb – keine Lebendtransporte, weniger Stress
  • Innovation aus Brandenburg: erstes genehmigungsfähiges    System dieser Art in Deutschland
  • Ökologischer Nutzen: Kürzere Wege, geringere Emissionen, Wertschöpfung in der Region
  • Fachliche Präsentation durch:
    • IFN Schönow – veterinärwissenschaftliche Einordnung             
    • Olaf Mahr – Umsetzung & Bedeutung für Fleischhandwerk, Ernährungs- und Landwirtschaft

Programm: Begrüßung, Fahrzeugvorführung, fachliche Präsentationen, Statements, Dreh- & Fotomöglichkeiten

 Bilder & O-Töne vor Ort

• Fahrzeug in Aktion (Funktion, Mehrwert, Kühlraum)

• Fachliche Vorstellung durch IFN Schönow

• Präsentation durch Olaf Mahr

• Statements der Ernährungswirtschaftsministerin und Projektpartner

• Eindrücke aus der Naturfleischerei „Hall of Meat“ in Wildau

Hintergrund

Entwickelt in enger Abstimmung mit dem MLUK und dem Veterinäramt LDS; wissenschaftlich begleitet vom IFN Schönow. Das unterstreicht die Bedeutung als Modellprojekt für Tierwohl, Dezentralität und ökologischeFleischwirtschaft.

„Wir wollten nicht länger über Tierwohl reden, sondern es realisieren – direkt dort, wo die Verantwortung beginnt.“ – Olaf Mahr, Gründer & Geschäftsführer, Meat Bringer.

„Wir stehen für eine neue Generation des Fleischhandwerks – mit Haltung, Handwerk und Herz. Diese Innovation gibt Tieren, Landwirten und Verbrauchern endlich die Wertschätzung zurück, die sie verdienen.“

Akkreditierung & Kontakt

Bitte melden Sie sich bis 24. Oktober 2025 an.

Akkreditierung an: kontakt@meat-bringer.de

Rückfragen: Olaf Mahr, Tel. 0176 / 210 438 46

Über Meat Bringer

Die Meat Bringer GmbH steht für eine neue Fleischwirtschaft aus Brandenburg: regional, transparent, handwerklich und verantwortungsvoll. Gegründet von Olaf Mahr, verbindet das Unternehmen traditionelles Fleischerhandwerk mit moderner Direktvermarktung und innovativen Projekten für Tierwohl und Verbrauchertransparenz. Mit Marken wie „Märkisch Beef“, dem „Märkischen Kartoffelschwein“ und der „Hall of Meat“ in Wildau schafft Meat Bringer nachvollziehbare Wertschöpfungsketten – vom Landwirt über die Verarbeitung bis zum Konsumenten. Digitale Rückverfolgungssysteme, neue Schlacht- und Verarbeitungsmethoden sowie Bildungsangebote für Schulen und Verbraucher unterstreichen den Anspruch, Fleischproduktion neu und zukunftsfähig zu denken. Meat Bringer wurde mehrfach ausgezeichnet – u. a. mit dem Zukunftspreis Brandenburg, dem RegioStar, dem pro agro-Marketingpreis – und gehört laut Tagesspiegel zu den wichtigsten Akteuren der Berliner Wirtschaft.

Heute: Tagung zu Brandenburger Direktvermarktung und Ernährungshandwerk am Seddiner See

Am Seddiner See – Die 18. Fachtagung zu Themen eines wichtigen Absatzkanals der Brandenburger Ernährungswirtschaft. Welchen Stellenwert hat Direktvermarktung als Wirtschaftsfaktor? Was funktioniert gut? Wo gibt es Hemmnisse? Um diese und andere Fragen geht es heute beim wichtigsten Branchentreff der Brandenburger Direktvermarkter und Lebensmittelhandwerker.

Rund 75% der Unternehmen der Brandenburger Ernährungswirtschaft vertreiben ihre Produkte auch über Direktkanäle. Aus dem pro agro-Branchenbarometer zum Jahresende 2024 ging hervor, daß die Direktvermarktung für 30% der befragten Unternehmen der Ernährungswirtschaft sogar der umsatzstärkste ihrer Absatzkanäle ist.  

Im Jahr 2024 wurden in Brandenburg 769 Lebensmittelhandwerksbetriebe gezählt. Die Fleischer und Bäcker gehören, mit Platz 21 (306 Betriebe) und 24 (262 Betriebe), zu den 50 stärksten Berufsgruppen im brandenburgischen Handwerk. 670 Adressen zur Direktvermarktung gibt es im Brandenburger Hofladenführer, der in einer überarbeiteten Version im Frühjahr 2026 neu erscheint. Diese Zahlen unterstreichen die Bedeutung der Direktvermarktung für Brandenburger Unternehmen der Ernährungswirtschaft, aber auch für die Versorgung in den ländlichen Räumen.

Die Vorsitzende des Agrarmarketingverbandes pro agro, Dorothee Berger führt hierzu in ihrer Eröffnungsrede an:

„Die Direktvermarktung ist weit mehr als nur eine Form des Vertriebs.
Sie steht für Transparenz, Vertrauen und Nähe – für die direkte Verbindung zwischen Produzentinnen und Produzenten auf der einen Seite und den Konsumentinnen und Konsumenten auf der anderen.
In einer Zeit, in der Globalisierung und Digitalisierung Vieles anonymer machen, ist diese Verbindung ein unschätzbares Gut und auch Alleinstellungsmerkmal.“ 

Die Fachtagung beleuchtet das Konsumverhalten der Verbraucherinnen und Verbraucher, diskutiert anhand der vorgestellten Praxiserfahrungen der direktvermarktenden Unternehmen und Initiativen Weingut Patke aus Pillgram, Agrargenossenschaft Groß Machnow, Urstrom Jerseys aus Nuthe-Urstromtal und Ölmühle Katerbow sowie KostKutscher aus Schwedt, KnatterMat aus Kyritz die aktuellen Entwicklungen und Möglichkeiten der Direktvermarktung in einem nach wie vor bewegten Marktumfeld. Es geht um Direktvermarktung, nicht nur als Absatzweg, sondern als besondere Kommunikations- und Angebotsform, um das Potential von Regiomaten und 24/7-Smartstores für die Alltagsversorgung und die touristische Aufwertung der Regionen in der Fläche. Bis hin zur Frage, welche Chancen sich auch für die Direktvermarktung in einer vernetzten, digitalen Welt bieten.

80 angemeldete Teilnehmer aus Unternehmen der Direktvermarktung und des Ernährungshandwerks im Land Brandenburg sowie Vertreter der regionalen Wirtschaftsförderung, der ländlichen Entwicklung und Gäste aus Politik und Vermarktung widmen sich auf dieser Tagung den aktuellen Fragestellungen der Branche.

Der Verband pro agro engagiert sich seit über 30 Jahren für die Vernetzung und Vermarktung von Brandenburger Angeboten und Dienstleistungen aus den Bereichen Agrar- und Ernährungswirtschaft sowie Land- und Naturtourismus.

Presseeinladung: Brandenburger Schlachtefest – Regionalität als Wirtschaftsfaktor und Bewußtseinsbildner

Paaren im Glien – Am 18. und 19. Oktober findet das 27. Brandenburger Schlachtefest statt. Das Brandenburger Schlachtefest verweist auf die Tradition der winterlichen Vorratshaltung auf dem Lande, der zelebrierten Gemeinschaft und des Teilens unter Nachbarn.

65 regionale Produzenten, nicht nur der fleischverarbeitenden Zunft, präsentieren sich am kommenden Wochenende zum 27. Mal im Rahmen des Brandenburger Schlachtefestes.

Zur offiziellen Eröffnung möchten wir Sie auf diesem Wege herzlich einladen:

Eröffnung „Brandenburger Schlachtefest“

am 18. Oktober 2025, 11.00 Uhr

im MAFZ Paaren im Glien, Brandenburghalle

Gartenstr. 1-3, 14621 Schönwalde-Glien, OT Paaren im Glien

 (Veranstaltungsbeginn 10.00 Uhr)

Zum Thema regionale Wertschöpfung in Brandenburg, Möglichkeiten aber auch aktuelle Hemmnisse der regionalen Vermarktung stehen Ihnen die Aussteller des regionalen Fleischerhandwerks, weitere Direktvermarkter, die Akteure der Schauschlachtung sowie der Geschäftsführer des Verbandes pro agro e.V., Kai Rückewold, zur Verfügung.

Ein Besuch vorab ist auch am letzten Aufbautag, Freitag, 17. Oktober ganztägig ab morgens 7 Uhr möglich, um O-Töne oder Stimmungen einzufangen. Hierfür empfiehlt es sich, den Kontakt vorab über 01525-4270101 (René Lehmann) unkompliziert zu koordinieren.

Wie alle Veranstaltungen und Veranstaltungsbeteiligungen des Verbandes pro agro hat auch das Brandenburger Schlachtefest zum Ziel, Bekanntheit und Wertschätzung des regionalen Lebensmittelhandwerks zu steigern und das Bewußtsein für die Bedeutung regionaler Wirtschaftskreisläufe für den Erhalt lebenswerter Strukturen im ländlichen Raum zu schärfen und auch darüber eine positive Einstellung für Gesellschaft und die eigene Region zu fördern.

Der Verband pro agro engagiert sich seit über 30 Jahren für die Vernetzung und Vermarktung von Brandenburger Angeboten und Dienstleistungen aus den Bereichen Agrar- und Ernährungswirtschaft sowie Land- und Naturtourismus.

Mehr unter www.brandenburger-schlachtefest.de

Presseeinladung: 16.10.2025 – Tag der Direktvermarktung und des Ernährungshandwerks

Am Seddiner See – Am 16. Oktober findet in der Heimvolks-hochschule am Seddiner See in diesem Jahr zum 18. Male die Fachveranstaltung „Tag der Direktvermarktung und des Ernährungshandwerks in Brandenburg“ statt – umgesetzt vom Agrarmarketingverband pro agro und dem Forum ländlicher Raum – Netzwerk Brandenburg.

Die Fachtagung widmet sich aktuellen Fragestellungen der Branche – zeigt Wege, Möglichkeiten, Lösungen und Best-Practice-Beispiele. In einem nach wie vor bewegten Marktumfeld sollen die Entwicklungsmöglichkeiten und der Umgang mit den aktuellen Herausforderungen für die Direktvermarktung, welche nicht nur Vermarktungsweg, sondern auch Kommunikationsplattform ist, innerhalb der Branche herausgehoben werden. Direktvermarktende Unternehmen und Unternehmen des Lebensmittelhandwerks spielen eine prägende Rolle für unsere Lebensmittelkultur, Lebensmittelqualität, für die Grundversorgung und für die Strukturen im ländlichen Raum. Ihr Erhalt und Ausbau besitzt, neben der ökonomischen, auch identitätsstiftende und gesellschaftspolitische Relevanz.

76 angemeldete Teilnehmer aus Unternehmen der Direktvermarktung und des Ernährungshandwerks im Land Brandenburg sowie Vertreter der regionalen Wirtschaftsförderung, der ländlichen Entwicklung und Gäste aus Politik und Vermarktung widmen sich auf dieser Tagung den aktuellen Fragestellungen der Branche.

16. Oktober 2025

ab 9:15 Uhr Zeit für Gespräche und Interviews

Tagungsbeginn 10:00 Uhr

Heimvolkshochschule am Seddiner See

Seeweg 2, 14554 Seddiner See

Themen, Ablauf und Referenten können sie dem dem Link zum detaillierten Programm oder aus dem Flyer anbei entnehmen.           

Der Verband pro agro engagiert sich seit über 30 Jahren für die Vernetzung und Vermarktung von Brandenburger Angeboten und Dienstleistungen aus den Bereichen Agrar- und Ernährungswirtschaft sowie Land- und Naturtourismus.

pro agro – Statement zur EU-Entscheidung um die «Veggie-Wurst»

Schönwalde-Glien Viel Wind in die falsche Richtung! – Verband sieht das Thema gelassen. Ordentliche Deklaration ist entscheidend.

Der Verband pro agro sieht grundsätzlich keine Probleme in der Verwendung von Begriffen wie «Tofu-Wurst» oder «Veggie-Burger». «Wurst» oder «Burger» sind aus Verbandssicht eher kulturell geprägte Begriffe, die vornehmlich Auskunft zu Verwendung und Aussehen geben.

Woraus solche Produkte letztendlich bestehen, wurde auch bisher schon durch eine weiterführende Produktbeschreibung erklärt. («Rindersalami», «Pulled-Pork-Burger» sowie Zutatenliste). Gesellschaftlicher Wandel bringt es nun mal mit sich, daß Begriffe eine Bedeutungsänderung oder -erweiterung erfahren. „Wir bezeichnen ja heute noch das Blech über den Rädern unserer Autos als «Kot-Flügel», obwohl es – abgesehen davon, daß es selten noch aus Blech ist – schon lange nicht mehr die Aufgabe hat, die Insassen vor hochgewirbeltem Pferdemist zu schützen.“ gibt der Geschäftsführer des Verbandes pro agro, Kai Rückewold, augenzwinkernd zu bedenken. Dieses Beispiel zeige gleich mehrere Bedeutungsänderungen (Funktion und Material), die die Gesellschaft augenscheinlich problemlos akzeptieren konnte.

Wenn also ein vegetarisches Produkt auf dem Teller einem gewohnten Bild entspricht und einen klassischen Namen trägt, ist das nichts, was man per se beanstanden müßte.

„Was in diesem Zusammenhang dennoch wichtig ist, ist, daß die Deklaration vegetarischer oder veganer Produkte genauso umfangreich auszusehen hat, wie bei herkömmlichen Fleischprodukten und den Verbraucherinnen und Verbrauchern kein höherer Aufwand bei der Einordnung des Produktes und dem Erkennen der Zutaten entsteht.“ erklärt Rückewold. Ist das gegeben, sieht der Verband keine Probleme in der Verwendung klassischer Begriffe wie «Wurst» oder «Burger» für fleischlose Alternativen. „Grundsätzlich sollte man den Verbraucherinnen und Verbrauchern auch einfach eine gewisse Mündigkeit zugestehen.“ mahnt Rückewold an. Mit der Bezeichnung «Austernpilz-Steak» schien man ja bisher auch keine Probleme zu haben.

Ein weiteres Wochenende im Zeichen der Regionalität

Schönwalde-Glien – pro agro am zweiten Wochenende in Folge an drei Standorten in Brandenburg in Sachen Regionalität unterwegs.

Hengstparaden Neustadt/Dosse 
Sonnabend, 20. September; 10 bis 17 Uhr

Der zweite von drei Hengstparaden-Sonnabenden erwartet seine Gäste. Vor den eigentlichen Hengstparaden um 13 Uhr kann man ab 10 Uhr an Führungen über das Gestüt teilnehmen oder über den begleitenden Markt schlendern. Hier befindet sich auch der pro-agro-Infostand.

Regionalmarkt am Paulikloster, Brandenburg/Havel
Sonnabend, 20. September; 10 bis 18 Uhr
Sonntag, 21. September; 10 bis 17 Uhr

Am Wochenende des 20. und 21. September findet der 12. Regionalmarkt Brandenburg statt. Organisiert wird dieser vom Archäologischen Landesmuseum Brandenburg. Der Regionalmarkt Brandenburg steht für guten Geschmack, hohe Qualität, traditionelles (Kunst-)Handwerk aus der Region und vor allem: viel Genuss!

Mehr als 80 Erzeuger, Händler, Manufakturen, Designer, landwirtschaftliche Kleinbetriebe und Vereine aus der näheren und ferneren Umgebung versammeln sich an diesem Wochenende und bieten vor der wunderschönen Kulisse des historischen Pauliklosters ihre feinen und besonderen Produkte zum Probieren, Anschauen, Genießen und Mitnehmen an. Auch hier ist pro agro mit einem Infostand zu landtouristischen Angeboten, Direktvermarktung und Regionalität vertreten.

20. Brandenburger Dorf- und Erntefest sowie 650 Jahre Ersterwähnung Altranft
Sonnabend, 20. September
Sonntag, 21. September

Nach dem Landesfest ist vor dem Landesfest. Nachdem am letzten Wochenende im Nordwesten des Landes der eher städtisch geprägte Brandenburgtag gefeiert wurde, folgt an diesem Wochenende das ländliche Pendant im Nordosten.  Im Oderbruch-Dorf Altranft, einem Ortsteil der Stadt Bad Freienwalde (Oder) wird am Sonnabend das 20. Brandenburger Dorf- und Erntefest begangen. Neben den traditionellen Elementen wie dem Erntekronenwettbewerb, der Erntehoheitenwahl und dem Festumzug, warten geöffnete Höfe, Technik- und Tierschauen das Oderbruch-Museum mit einer Vielzahl von Programmpunkten und regionaler Angebote für die Besucher auf. Auch in diesem Jahr ist es den Veranstaltern gelungen in den verschiedenen Marktbereichen 100% Brandenburger Unternehmen mit hauptsächlich Brandenburger Produkten für die Teilnahme zu gewinnen. Der pro-agro-Infostand befindet sich auf dem Regionalmarkt in der Nähe der Hauptbühne.

Am Sonntag feiert Altranft – wie viele märkische Gemeinden in diesem Jahr – dann das 650-jährige Jubiläum der Ersterwähnung im Landbuch der Mark Brandenburg von Kaiser Karl IV. im Jahre 1375.

Der Agrarmarketing-Verband pro agro e.V. engagiert sich seit über 30 Jahren für die Vernetzung und Vermarktung von Brandenburger Produkten und Dienstleistungen aus den Bereichen Agrar- und Ernährungswirtschaft sowie Land- und Naturtourismus. Ein Team von aktuell 16 Mitarbeitern betreut zudem eine Vielzahl von Zukunftsprojekten zur Stärkung der Branche und des ländlichen Raums in Brandenburg/Berlin.

8. Norddeutscher Ernährungsgipfel: „Aufbruch in eine andere Denkweise – Bürokratie abbauen und regionale Lebensmittel-Marken stärken“

Warnemünde – Die norddeutsche Ernährungswirtschaft steht weiterhin unter massivem Druck – doch sie blickt auch nach vorn. Beim 8. Norddeutschen Ernährungsgipfel im Hotel Neptun in Rostock-Warnemünde treffen heute rund 180 Expertinnen und Experten zu-sammen, um unter dem Motto „Aufbruch in eine andere Denkweise – Bürokratie abbauen und regionale Lebensmittel-Marken stärken“ Wege aus der Krise und hin zu einer zukunfts-sicheren Branche zu diskutieren.

Organisiert von der Marketinggesellschaft der Agrar- und Ernährungswirtschaft Mecklenburg-Vorpommern e.V. (AMV) und dem Agrarmarketingverband pro agro e.V. aus Brandenburg, steht der diesjährige Gipfel im Zeichen politischer Klarheit, strategischer Innovationen und eines konstruktiven Dialogs. Im Zentrum: Bürokratieabbau, Förderung regionaler Wertschöpfung sowie Stärkung regionaler Lebensmittelmarken und praxisnahe Digitalisierung.

„Der Norddeutsche Ernährungsgipfel zählt mittlerweile zu den wichtigsten überregionalen Branchentreffs und ist auch für die Brandenburger Unternehmen der Ernährungswirtschaft eine gute Gelegenheit zur Vernetzung und dem gegenseitigen Austausch“, erklärt die Brandenburger Landwirtschaftsministerin Hanka Mittelstädt. „In diesem Jahr steht der Ernährungsgipfel unter dem Motto ‚Aufbruch in eine neue Denkweise – Bürokratie abbauen und regionale Lebensmittel stärken‘. Beides hängt miteinander zusammen, gleichwohl der Handel hier eine nicht zu unterschätzende Rolle spielt. In Sachen Bürokratieabbau ist mein Ressort bereits vorangegangen und das Gesetz zur Vereinfachung von Verwaltungsabläufen im Landnutzungsbereich wurde in der letzten Woche im Landtag verabschiedet – ein erster Schritt, der deutlich macht, dass die neue Denkweise ein zentraler Bestandteil unserer Politik ist und dem weitere Schritte für eine Entbürokratisierung folgen werden.“

Branche unter Druck – Ergebnisse aus Mecklenburg-Vorpommern bestätigen Alarmstimmung

Die aktuelle Umfrage unter 70 Betrieben zeigt ein deutlich eingetrübtes Bild: Nur etwa ein Fünftel der Unternehmen bewertet die Geschäftslage 2025 als gut, über die Hälfte spricht von einer Verschlechterung gegenüber 2024. Hauptursachen sind Konsumzurückhaltung, hohe Kostenbelastung und politische Unsicherheiten.

Der Fachkräftemangel bleibt eines der größten Probleme. Besonders außerhalb urbaner Zen-tren erschweren fehlende Infrastruktur, geringe Mobilität und mangelnde Kinderbetreuung die Personalgewinnung. Viele offene Stellen bleiben unbesetzt.

Kostenexplosionen – insbesondere durch Energie, Mindestlohnerhöhungen und Bürokratie – treffen die Betriebe hart. 65 % der Unternehmen konnten gestiegene Kosten nur teilweise oder gar nicht an den Handel weitergeben. Die Auftragslage bleibt angespannt, insbesondere durch eine schwache Inlandsnachfrage.

„Unsere Unternehmen brauchen keine politischen Absichtserklärungen mehr, sondern konkrete, verlässliche Rahmenbedingungen, um weiterhin wirtschaftlich arbeiten zu können,“ erklärt Tobias Blömer, Vorsitzender des AMV. „Ohne deutliche Vereinfachung der Verwaltung, gezielte Fördermaßnahmen für KMU und den Schutz vor Importen mit geringeren Standards droht vielen Betrieben das Aus.“

Dorothee Berger, Vorsitzende des Brandenburger Argarmarketingverbandes pro agro dazu: „Bürokratieabbau ist hierbei nicht nur ein Schlagwort, sondern versetzt uns in die Lage, unsere eigentliche Arbeit zu verrichten. Eine der größten Herausforderungen hierbei ist das Vorantreiben von Automatisierung und Digitalisierung, die in den sich verändernden Märkten dringender, denn je geboten sind. Wir benötigen gezielte, wirklich abruf- und nutzbare Förderung sowie einen ganz grundsätzlichen Ausbau der digitalen und klassischen Infrastruktur an den Unternehmensstandorten. Das hilft dann auch, Regionalität zu einer Selbstverständlichkeit werden zu lassen.“

Auch in Brandenburg wenig Grund zur Freude

Die Ergebnisse des pro-agro-Branchenbarometers zeigen auch in Brandenburg ein geteiltes, aber insgesamt eher trübes Bild: Bei 58 % der Unternehmen haben sich die Geschäftsaussichten für 2025 verändert – 61 % bewerten sie als schlechter oder deutlich schlechter, während 39 % eine Verbesserung feststellen.

Besonders beschäftigt die Unternehmen das Thema Mindestlohn: Eine Erhöhung auf 15 Euro würde bei der Hälfte der Betriebe zu monatlichen Personalkostensteigerungen bis 10.000 Euro führen, bei größeren Unternehmen bis zu 100.000 Euro. 52 % sehen keine Möglichkeit, diese Mehrkosten über Produktpreise zu kompensieren, 44 % können dies nur teil-weise. Statt geplanter Investitionen prüfen nun 61 % Automatisierungsmöglichkeiten, während 56 % Preiserhöhungen, 46 % Personalabbau und 25 % sogar Teilbereichsschließungen oder die Infragestellung des Fortbestands erwägen.

Große Erwartungen richten sich an die Bundesregierung, vor allem in Bezug auf die Reduzierung bürokratischer Lasten (81 %) und die Abschaffung von Übererfüllungen europäischer Vorgaben (51 %). Über 60 % fordern zu-dem, die Land- und Ernährungswirtschaft als systemrelevant einzuordnen. An der Befragung zur Jahresmitte 2025 beteiligten sich 85 Unternehmen aus Brandenburg, mehr als die Hälfte organisiert als GmbH, GbR, OHG oder KG.

Impulse aus Wirtschaft, Wissenschaft und Praxis

Das Programm des Gipfels ist hochkarätig besetzt: In Vorträgen und Diskussionen geben unter anderem Marcel Winter (Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie), Prof. Dr. Dr. Thomas Roeb (Handelsexperte), Daniel Traub (STACKIT GmbH & Co. KG) sowie Eventprofi Günter Mainka und Kommunikationsexpertin Hannah Panidis Impulse zur Entbürokratisierung, Digitalisierung und Markenbildung. Besonders gefragt sind konkrete Lösungen für die Umsetzung im betrieblichen Alltag.

Ein politischer Höhepunkt ist die Podiumsdiskussion mit Staatssekretär Jochen Schulte (MV) und Landwirtschaftsministerin Hanka Mittelstädt (BRB) sowie führenden Unternehmern der Branche. Gemeinsam sollen Wege gefunden werden, um neue wirtschaftliche Perspektiven zu eröffnen – trotz Inflation, Fachkräftemangel und Ener-giekrise.

Dringender Appell: Politischer Kurswechsel notwendig

Die Stimmung in den Unternehmen ist aktuell nicht positiv geprägt. Kaum ein Betrieb erwartet kurzfristig Besserung. Politische Maßnahmen wie gezielte Transformationshilfen, die Berücksichtigung kleiner Betriebe in Förderprogrammen und ein umfassender Bürokratieabbau sind überfällig. Der Ernährungsgipfel 2025 zeigt: Die Branche will nicht klagen, sondern gestalten. Doch dafür braucht sie endlich die passenden politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen – verlässlich, pragmatisch und zukunftsorientiert.

Branchendaten untermauern Bedeutung der Ernährungswirtschaft

In Mecklenburg-Vorpommern nimmt die Ernährungswirtschaft traditionell einen großen Stellenwert ein. Sie zeichnet sich durch eine große Zahl leistungsfähiger mittelständischer Unternehmen sowie ein qualitativ hochwertiges und vielfältiges Produktsortiment aus. Derzeit sind in den 88 Betrieben mit mehr als 50 Mitarbeiter über 14.400 Mitarbeiter beschäftigt. Die Branche erwirtschaftete dabei einen Jahresumsatz von rund 4,5 Mrd. Euro.

Der Anteil der Ernährungsindustrie am Gesamtumsatz des verarbeitenden Gewerbes beträgt ca. 33 %. Nimmt man noch die Umsätze der Futtermittel- und Getränkeindustrie hinzu, würde der Umsatzanteil auf 36,8 % steigen. Die Ernährungswirtschaft ist damit innerhalb des verarbeitenden Gewerbes sowohl gemessen an der Zahl der Beschäftigten als auch nach dem Um-satz der größte Industriezweig in Mecklenburg-Vorpommern.

Doch nicht nur mittelständische Traditionsunternehmen prägen das Bild Mecklenburg-Vor-pommerns, sondern ebenso die enorme Vielzahl an Klein- und Kleinstunternehmen, welche statistisch nicht erfasst werden.

Aktuelle Zahlen zum Ernährungsgewerbe in Brandenburg

Der Verbrauchermarkt in der Region Brandenburg-Berlin mit 6 Mio. Verbrauchern bietet ein großes Potenzial für den Aufbau von Wertschöpfungsketten aus dem ländlichen Raum (Landwirtschaft, Direktvermarktung, Ernährungswirtschaft, Handel und Gastronomie) zu den Verbraucherzentren mit Berlin an der Spitze. Die Ernährungswirtschaft gehört zu den wesentlichen Wirtschaftszweigen. Für das Land Brandenburg ist die Branche mit 164 Betrieben, einem Jahresumsatz von 4,38 Mrd. € sowie 12.000 sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten (in Betrieben ab 20 Mitarbeiter) eine herausragende regionalwirtschaftliche Größe.

Marketinggesellschaft der Agrar- und Ernährungswirtschaft Mecklenburg-Vorpommern e.V. (AMV)

Der AMV ist seit 25 Jahren das größte Netzwerk der Agrar- und Ernährungswirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern – der umsatzstärksten Branche innerhalb des verarbeitenden Gewerbes im Bundesland. Unter seinem Dach vereint er sowohl konventionell als auch ökologisch arbeitende Betriebe aus Industrie und Handwerk. Aktuell zählt das Netzwerk 160 Partner: 92 Produzenten der Agrar- und Ernährungswirtschaft, 42 Fördermitglieder sowie 26 Kooperationspartner.

pro agro – Verband zur Förderung des ländlichen Raumes in der Region Brandenburg/Berlin e.V.

Der Verband pro agro als größtes Branchennetzwerk in Brandenburg/Berlin engagiert sich seit über 30 Jahren für die Vernetzung und Vermarktung von Brandenburger Angeboten und Dienstleistungen aus den Bereichen Agrar- und Ernährungswirtschaft sowie Land- und Naturtourismus – von Uckermark bis Lausitz, von Ernährungswirtschaft bis Direktvermarktung, konventionell und biologisch wirtschaftend. Derzeit gehören zum Verband 416 Mitglieder, 20 Förderer sowie rund 50 weitere Kooperationspartner. Die Mitglieder des pro agro e.V. generieren in Summe einen Jahresumsatz von ca. 2 Milliarden Euro.

Presseeinladung – 8. Norddeutscher Ernährungsgipfel:

„Aufbruch in eine andere Denkweise – Bürokratie abbauen und regionale Lebensmittel-Marken stärken“

Zeit:      Dienstag, 22. Juli, ab 10.30 Uhr

Ort:       Hotel Neptun, Seestraße 19

                18119 Rostock-Warnemünde

Am 22. Juli 2025 findet im Hotel Neptun in Warnemünde der 8. Norddeut-sche Ernährungsgipfel (NEG) statt. Es werden etwa 180 Vertreter der Ernährungswirtschaft aus Norddeutschland vor Ort erwartet.

Die Marketinggesellschaft der Agrar- und Ernährungswirtschaft Mecklenburg-Vorpommern e.V. (AMV) veranstaltet zusammen mit seinem Partner pro agro – Verband zur Förderung des ländlichen Raumes in der Region Brandenburg-Berlin e.V. den 8. Norddeutschen Ernährungsgipfel.

Der Ernährungsgipfel hat sich zur größten und wichtigsten Kommunikationsplattform für den Austausch der Branche im Norden etabliert.

Eröffnet wird die Veranstaltung von Tobias Blömer, dem Vorsitzenden des AMV und Dorothee Berger, der Vorsitzenden von pro agro sowie einem Grußwort von Staatssekretär Jochen Schulte – Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern und Ministerin Hanka Mittelstädt – Ministerium für Land- und Ernährungswirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Brandenburg.

In den Pausen wird das Programm um eine begleitende Fachausstellung erweitert, in der sich Unternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg präsentieren.

Sie sind herzlich eingeladen, am Norddeutschen Ernährungsgipfel teilzunehmen. Das Programm finden Sie im Anhang. Gerne vermitteln wir auch Gespräche mit Unternehmen, Referenten sowie den Vorsitzenden der Verbände.

Lassen Sie uns gerne im Voraus wissen, mit wem Sie ein Interview führen möchten. Rückfragen bitte an: info@mv-ernaehrung.de oder presse@proagro.de

Branchenbarometer Ernährungswirtschaft Brandenburg: Wirtschaftliche Stimmung bleibt verhalten, Kostendruck durch Mindestlohn, Dauerthema Bürokratie

Schönwalde-Glien. 85 Unternehmen aus Direktvermarktung, Lebensmittelhandwerk und Ernährungswirtschaft haben sich im Juni an der Befragung für das pro agro-Branchenbarometer zur Jahresmitte beteiligt. Neben den obligatorischen Fragekomplexen zur allgemeinen wirtschaftlichen Lage kamen Sonderfragen zur Ertragslage, zu unternehmerischen Reaktionen auf den Mindestlohn und Erwartungen an die Bundesregierung hinzu.

Wirtschaftliche Stimmung/ Geschäftsentwicklung

Die Geschäftsaussichten für 2025 haben sich im 1. Halbjahr bei 58 % der Unternehmen gegenüber der Erhebung zum Jahreswechsel 2024/2025 verändert. Dabei zeigte sich die Veränderung überraschenderweise zweigeteilt: Beurteilen 61 % die Lage als schlechter oder deutlich schlechter, haben 39% Prozent eine Verbesserung festgestellt.

Wie sieht es nun für das 2. Halbjahr aus? Während 48 % keine Veränderung sehen, befürchten 29 % eine Verschlechterung der Geschäftsaussichten.

Interessant sind die Gründe für die Bewertung (Mehrfachantwort möglich): Unternehmen die optimistischer in die Zukunft blicken begründen verbesserte Geschäftsaussichten mit steigendem Mengenabsatz im Handel (68% der Befragten) oder im Direktabsatz (53% der Befragten). Hohe Belastungen bei Energie-, Rohstoff- und Personalkosten (je um die 60%) wiederum gaben bei Unternehmen mit schlecht beurteilten Geschäftsprognosen den Ausschlag.

Ertragsentwicklung – Ertragslage

Preisgestaltung gegenüber den Käufern ist eine wichtige Stellschraube wirtschaftlichen Erfolges. 74 % der Befragten vermarkten Produkte auch im Direktverkauf, 26% ausschließlich über den Handel. So sehen etwa ein Drittel der Direktvermarkter eine starke Preiserhöhung für das 2. Halbjahr, die anderen setzen auf Preisstabilität. Ganz anders die Situation bei der Vermarktung an Handelspartner (81% der Befragten): Hier werden bei den zu erzielenden Produktpreisen nur leichte Anstiege erwartet, 33% der Unternehmen erwarten keine Veränderung. Interessant erscheint – im Zusammenhang mit stark gestiegenen Lebensmittelpreisen der letzten 24 Monate – die Frage welchen Anteil die Produzenten am Endverbraucherpreis haben. Bei den wichtigsten Produkten der brandenburgischen Hersteller sind die Zahlen ernüchternd. 63 % der Antwortenden schätzen bei Vollsortimentern unter 30% des Endverbraucherpreises für die Gesamtheit aller gelieferten Waren zu erzielen, weitere 30% tendieren zu unter 50%. Etwas mehr als die Hälfte der Befragten beliefern auch Discounter: Die Zahlen hier stellen sich mit 69% unter 30% Anteil am Endverkaufspreis ähnlich dar. Ob in die Betrachtung Preisentwicklungen bei Sonder- und Rabattaktionen eingeflossen sind, lässt sich nicht sagen.

Kostendruck durch Mindestlohn?

Zum Zeitpunkt der Trendumfrage war in der politischen Diskussion „15 Euro – Mindestlohn“ die meistdiskutierte Lohneinstiegsschwelle in den Medien. Die nun vereinbarte stufenweise Entwicklung zu 13,90 Euro zu Beginn 2026 auf 14.60 Euro ab Januar 2027 ist beschlossene Sache. Was kann das für die Unternehmen der Ernährungswirtschaft bedeuten?

Bei Anhebung des Mindestlohns auf 15 Euro für die entsprechende Arbeitnehmergruppe rechnen die Hälfte der Unternehmen mit Personalkostensteigerungen bis 10.000 Euro/Monat. Bis zu 100.000 Euro/ Monat sehen die größeren Unternehmen als realistische Kostensteigerung.

Interessant auch die Frage welche Auswirkungen die Anhebung für die Befragten auf die Gesamtlohnentwicklung im Unternehmen haben wird.

52 % der Befragten sieht keine Möglichkeit steigende Lohn- und Personalkosten durch Anhebung der Produktpreise zu kompensieren, 44 % glauben daran, dies teilweise tun zu können.

Welche Handlungsmöglichkeiten werden als unternehmerische Konsequenz von den Befragten benannt (Mehrfachantworten möglich)?

Im letzten Jahr planten noch 88 % unserer Umfrageteilnehmer Investitionen in Anlagen und Maschinen sowie von Gebäuden und Digitalisierung sowie Mitarbeiter-Neueinstellungen. Nun gilt es, wenn möglich, Automatisierungsmöglichkeiten oder auch Investitionen (61 %) zu prüfen. Andere Konsequenzen werden Kompensationsversuche über Preiserhöhungen (56 %), eine Reduzierung des Personals (46 %), Schließungen von Teilbereichen (25 %) oder sogar das Infragestellen des Fortbestandes des Unternehmens (25 %) sein.

Und zu guter Letzt:

Erwartungen an die Bundesregierung

Die größten Erwartungen an die neue Bundesregierung, bezogen auf die Belange der Ernährungswirtschaft, haben unsere Befragten bei den Themen Reduzierung von bürokratischen Lasten, insbesondere von Dokumentations- und Nachweispflichten (81 %) sowie der Statistikpflichten durch Abschaffung der Übererfüllung von EU-Vorgaben in Deutschland zu reduzieren (51 %). Auch die Einordnung der Land- und Ernährungswirtschaft als systemrelevant sehen mehr als 60 % der Beteiligten als wichtig.

Eine glaubhafte Kommunikation und gelebtes Selbstverständnis der Systemrelevanz der Land- und Ernährungswirtschaft (56 %) sowie eine bessere Kennzeichnung und/oder Platzierung regionaler Artikel im Lebensmitteleinzelhandel (59 %) wären Maßnahmen von Politik, Institutionen, Handel und Gesellschaft, die dazu beitragen würden, die bewusste Entscheidung zugunsten regionaler Produkte zu unterstützen und damit regionale Lebensmittel-Marken zu stärken. Auch ein konsequenter und selbstverständlicher Anspruch an Regionalität auf Landesfesten durch priorisierte Einbindung von regionalen Anbietern und Angeboten würde als ein zielführender Beitrag angesehen (45 %).

Hintergrundinfo zum pro agro Branchenbarometer

Das pro agro – Branchenbarometer erhebt bereits seit 2020 ein wirtschaftliches Meinungsbild der landwirtschaftlichen Direktvermarkter, des Ernährungshandwerks und der Ernährungswirtschaft aus Brandenburg. Rund 550 Unternehmen wurden an der Online-Befragung beteiligt. Zur Jahresmitte 2025 haben sich 85 Unternehmen aktiv beteiligt, davon sind über 50 Prozent als GbR, GmbH, OHG oder KG organisiert, der andere Teil besteht aus KMUs und Einzelunternehmen. Das Branchenbarometer hat zwar keinen Anspruch auf wissenschaftliche Repräsentativität, gibt aber für einen Teil der Branche ein belastbares Stimmungsbild wieder. Knapp 80 Prozent der Umfrageergebnisse kommen direkt von pro agro – Mitgliedern. Der Agrarmarketing-Verband pro agro e.V. engagiert sich seit 30 Jahren für die Vernetzung und Vermarktung von Brandenburger Produkten und Dienstleistungen aus den Bereichen Agrar- und Ernährungswirtschaft sowie Land- und Naturtourismus. Ein Team von aktuell 16 Mitarbeitern betreut zudem eine Vielzahl von Zukunftsprojekten zur Stärkung der Branche und des ländlichen Raums in Brandenburg/Berli

Die Graphiken dieser PI finden Sie in höherer Auflösung hier.

Presseeinladung – Gut Schmerwitz (PM) und Ölmühle Katerbow (OPR)

Paaren-Glien – Nachfolgend zwei herzliche Presseeinladungen zur Brandenburger Landpartie

Die Brandenburger Landpartie ist die größte landesweite Veranstaltung Brandenburgs in der Fläche. Sie lädt dazu ein, im Rahmen eines, je nach Geschmack, erlebnisreichen oder auch ruhigen Tagesausflugs die Akteure in Land- und Ernährungswirtschaft kennenzulernen und möchte so den Zuspruch für regionale Produkte stärken.

1. Zentrale Eröffnung der Brandenburger Landpartie auf dem Gut Schmerwitz

Termin:               Sonnabend, 14.06.2025

Zeit:                      Eintreffen ab 9.30 Uhr

                              Start 10 Uhr

                              Gespräche, Rundgang/Hofführung,

                              11 Uhr Eröffnung auf der Bühne

Ort:                       v.S. Gut Schmerwitz GmbH & Co. KG

                              Schmerwitz Nr. 8

                              14827 Wiesenburg / OT Schmerwitz

Gesprächspartner:

Gastgeber Gerrit van Schonhoven, Landwirtschaftsministerin Hanka Mittelstädt, pro-agro-Vorsitzende Dorothee Berger, Stellvertretende Landesvorsitzende der Brandenburger Landfrauen Lisa Lorenz, Brandenburgs Bauernpräsident Henrik Wendorff, Geschäftsführerin Brandenburger Landfrauen Ulrike Fechner, Geschäftsführer pro agro Kai Rückewold


2. Kreiseröffnung der Brandenburger Landpartie Ostprignitz-Ruppin

Termin:               Sonnabend, 14.06.2025

Zeit:                      Eintreffen ab 10.30 Uhr

                               11 Uhr Eröffnung auf der Bühne

                               anschließend:Rundgang/Führung, Gespräche

Ort:                        Ölmühle Katerbow

                               Dorfstraße 29

                               16818 Temnitzquell OT Katerbow

Gesprächspartner u.a.:

Gastgeber Anke und Henrik Stamer, Landtagspräsidentin Ulrike Liedtke, Landrat Ralf Reinhardt, Amtsdirektor Thomas Kresse

Pferdeland Brandenburg auf der Equitana 2025: Zukunftsvisionen für den Pferdetourismus

Paaren im Glien/Essen – Vom 6. bis 12. März 2025 präsentiert sich das Pferdeland Brandenburg auf der Equitana in Essen, der weltweit größten Messe im Pferdesektor. Als zentrale Plattform für Pferdebegeisterte, Fachbetriebe und Branchenvertreter setzt Brandenburg gezielt auf die Vorstellung innovativer Konzepte und hochwertiger pferdetouristischer Angebote.

Brandenburg als Pferderegion mit Profil
Brandenburg zählt zu den pferdefreundlichsten Regionen Deutschlands und verfügt über ein einzigartiges Netz an Reit- und Fahrwegen, professionelle Tourismusangebote sowie eine lebendige Kulturlandschaft rund um das Pferd. Das Pferdeland Brandenburg ist seit Jahren ein verlässlicher Partner für Pferdebetriebe und Tourismusakteure, wenn es um die Vermarktung und Weiterentwicklung der pferdetouristischen Infrastruktur geht. Mit umfassender Expertise in der Entwicklung von Reit- und Fahrwegen, der Netzwerkbildung unter den Betrieben und gezielten Marketingmaßnahmen stärkt Brandenburg die wirtschaftliche Basis des Pferdetourismus.

Vorstellung des neuen Pferdeland Brandenburg-Magazins 2025
Im Mittelpunkt des Messeauftritts steht das neue Pferdeland Brandenburg-Magazin 2025. Es bietet wertvolle Einblicke in die Reitregion Brandenburg, stellt erstklassige Angebote für Reiter und Pferdebetriebe vor und präsentiert aktuelle Entwicklungen sowie Zukunftsprojekte. Mit dieser Publikation wird Brandenburg als vielseitige und innovative Pferderegion noch stärker in den Fokus von Fachbesuchern und Freizeitreitern gerückt.

Archivbild: Pferdeland Brandenburg auf der Equitana 2023

Live-Präsentationen auf der Wehorse-Stage und im Fachkongress-Bereich
Ein besonderes Highlight erwartet die Besucher am Sonnabend, dem 8. März, sowie am Dienstag, dem 11. März. Das Pferdeland Brandenburg wird mit Gastbeiträgen auf der Wehorse-Stage im Publikumsbereich vertreten sein und über ein zukunftsweisendes Projekt berichten, das im Herbst 2025 in Rehfelde bei Strausberg umgesetzt wird. Zudem gibt es spannende Einblicke in die Vermarktung und Vernetzung brandenburgischer Pferdebetriebe im Fachkongress der Equitana. Die Beiträge bieten eine exzellente Gelegenheit, Brandenburg als führende Pferdedestination weiter zu etablieren und wertvolle Impulse für die Branche zu setzen.

Kostenfreie Messetickets für brandenburgische Pferdebetriebe
Interessierte Pferdebetriebe aus Brandenburg haben zudem die Möglichkeit, sich kostenfreie Messetickets zu sichern. Eine frühzeitige Anmeldung wird empfohlen, um von diesem exklusiven Angebot zu profitieren und die Chance zu nutzen, wertvolle Kontakte auf der Equitana zu knüpfen.

Für weitere Informationen und zur Anmeldung:

Josephine Holz
pferdeland<at>proagro.de
Telefon/WhatsApp: 0175 – 69 30 074

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Der Agrarmarketing-Verband pro agro e.V. engagiert sich seit 30 Jahren für die Vernetzung und Vermarktung von Brandenburger Produkten und Dienstleistungen aus den Bereichen Agrar- und Ernährungswirtschaft sowie Land- und Naturtourismus und betreut zudem eine Vielzahl von Zukunftsprojekten zur Stärkung der Branche und des ländlichen Raums in Brandenburg/Berlin.

Anmeldung noch bis 7. März möglich – Brandenburger Landpartie 14. und 15. Juni 2025

Schönwalde-Glien – Jedes Jahr zieht die Landpartie bis zu 100.000 Besucher an und bringt zusammen, was zusammengehört: Verbraucher und Produzenten landwirtschaftlicher Erzeugnisse in Mark und Lausitz. Noch bis zum 7. März können sich interessierte und geeignete Unternehmen um eine Teilnahme an der diesjährigen Landpartie am 14. und 15. Juni bewerben.

Zur Teilnahme aufgerufen sind Landwirtschaftsunternehmen aller Produktionsrichtungen, Forstwirtschaftsbetriebe, Fischereibetriebe, Pferdehöfe, Obst- und Gartenbauunternehmen sowie Landwirtschaftliche Schulungs- und Erlebniseinrichtungen. In Kombination mit den genannten Betriebsarten können auch Direktvermarkter und Verarbeiter regionaler, agrarischer Produkte teilnehmen. Das Landpartieangebot sollte sich deutlich vom regulären Wochenendprogramm abheben und muß an mindestens einem Tag des Wochenendes in der Kernzeit von 11 bis 16 Uhr vorgehalten werden. Aus den zur Anmeldung abgefragten Daten werden die Angebotsbroschüre zur Brandenburger Landpartie erstellt sowie die Onlinedatenbank gefüttert. Für die Verbraucher sehr beliebte Wege, sich zum Wochenende der Brandenburger Landpartie ein Ausflugsziel auszusuchen, um Land und Leute sowie die Gesichter hinter den Produkten kennenzulernen.

Die weiteren Bedingungen erhalten interessierte Betriebe mit den Bewerbungsunterlagen. Diese stehen unter www.brandenburger-landpartie.de zum Download bereit.

Die Brandenburger Landpartie wird von pro agro gemeinsam mit dem Landesbauernverband Brandenburg sowie dem Brandenburger Landfrauenverband durchgeführt und wird durch das Brandenburger Ministerium für Land- und Ernährungswirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz unterstützt.

Direktlink zu Info und Anmeldung


Der Agrarmarketing-Verband pro agro e.V. engagiert sich seit 30 Jahren für die Vernetzung und Vermarktung von Brandenburger Produkten und Dienstleistungen aus den Bereichen Agrar- und Ernährungswirtschaft sowie Land- und Naturtourismus und betreut zudem eine Vielzahl von Zukunftsprojekten zur Stärkung der Branche und des ländlichen Raums in Brandenburg/Berlin.

Halbzeit auf der Grünen Woche – noch schnell Landurlaub, Einkaufen und Freizeitmöglichkeiten auf dem Lande entdecken

Berlin/Schönwalde-Glien – Der Agrarmarketing Verband pro agro, Bündler landtouristischer Angebote und Herausgeber diverser Publikationen zu den Themen Land- und Naturtourismus in Brandenburg, Einkaufen beim Bauern in Brandenburg, Pferdeland Brandenburg, informiert auf der Grünen Woche über die vielfältigen Möglichkeiten der Freizeit-, Ausflugs- und Urlaubsgestaltung im Land.

„Nach der ersten Hälfte der Grünen Wochen können wir schonmal feststellen, daß das Interesse der Besucher an Brandenburg nach wie vor sehr groß ist und unsere Anlaufstellen in der Halle, der eigene Stand und das Brandenburger Kochstudio sehr gut angenommen werden“ erklärt Dennis Kummer, Fachbereichsleiter Land und Naturtourismus beim Verband pro agro und führt fort: „Angebote des ländlichen Raumes für Tagesausflüge und Gastronomie werden gezielt nachgefragt. Insbesondere das Interesse an den Hofläden, am Einkaufen im Grünen, und Wochenendreisen für Familien sowie erholungssuchende Paare ist im Vergleich zum Vorjahr nochmals gestiegen.“

Was gibt es zu entdecken?

Das Land schmecken
Im Brandenburger Kochstudio, verraten an jedem Messetag Köche aus den Brandenburger Regionen ihre Lieblingsrezepte, lassen die Gäste probieren und laden so zu einem Besuch ihrer Häuser und Regionen ein. Passend dazu gibt es, am pro agro Stand gegenüber, das aktuelle Rezeptbuch zu den im Kochstudio kreierten Köstlichkeiten samt einladender Kurzbeschreibung der im Studio köchelnden Gasthäuser. 

Kochstudio in der Brandenburghalle

Das Land entdecken
Am Stand 113 in der Brandenburghalle sind ferner die Kataloge „LANDURLAUB BRANDENBURG – Ferien, Freizeit und Einkaufen auf dem Lande – 2025“ und „Pferdeland Brandenburg – 2025“ erhältlich und bieten mit Berichten, Geschichten und konkreten Angebote jede Menge Möglichkeiten für die Planung zukünftiger Ausflüge oder Urlaube. Alle die gern einen Urlaub oder Kurzaufenthalt planen können sich am Stand 113 umfassend beraten lassen. Ein Großteil der vorgestellten Angebote ist auch unter landurlaub-brandenburg.de und pferdeland-brandenburg.de gleich buchbar.

pro agro freut sich auf die Gäste und Interessierten am Stand 113 in der Brandenburghalle

Und auch in der am Stand erhältlichen neuen Broschüre zum pro-agro-Marketingpreis 2025 findet man neben den landtouristischen Preisträgern mit den anderen Wettbewerbseinreichungen jede Menge interessante und bisweilen außergewöhnliche Tourismusangebote im ländlichen Brandenburg. So stellt am Stand 162 das Seenland Oder-Spree als Sieger des pro agro Marketingpreises 2025 in der Kategorie Landtourismus auch seinen Preisträger „Birdwatching im Seenland Oder-Spree“ vor.

Vom Land ernähren
In der an diesem Stand ebenfalls erhältlichen Broschüre „BRANDENBURGER HOFLÄDEN – EINKAUF IM GRÜNEN“ finden sich 670 Adressen aus allen Brandenburger Landkreisen für den Einkauf regionaler Produkte. So lassen sich Ausflug und Einkauf auf schöne Weise kombinieren.

Hintergrundinfo zum Verband pro agro:
pro agro ist der Verband zur Förderung des ländlichen Raumes in der Region Brandenburg-Berlin. Seit 1992 gilt sein Engagement den Branchen Agrar- und Ernährungswirtschaft sowie Land- und Naturtourismus. Dem Verband gehören über 400 Unternehmen, Vereine, Verbände aus dem Bereich des Land-und Naturtourismus, unter anderem Landgasthöfe und Pferdehöfe sowie aus der Agrar- und Ernährungswirtschaft, einschließlich der Direktvermarktung an. Der Verband pro agro vertritt das Gesamtinteresse aller Akteure des ländlichen Raumes der Region Brandenburg-Berlin. Mehr Informationen unter proagro.de

Bilder dieser PI und weitere Illustrationsmöglichkeiten finden sie hier.

Großeinsatz für mehr Regionalität – pro agro auf der Grünen Woche

Berlin/Schönwalde-Glien – Touristische Angebote, Kochstudio und Stärkung der Vermarktung regionaler Produkte. Der Verband pro agro, vertritt über 400 Mitglieder der lebensmittelproduzierenden Land- und Ernährungswirtschaft sowie des Natur- und Landtourismus und nutzt als Agrarmarketingverband die Grüne Woche um mit vielfältigen Aktionen regionale Produkte auf den Teller oder ins Handelsregal und somit an Frau und Mann zu bringen.

Traditionell ist der Eröffnungstag der Grünen Woche in der Brandenburghalle 21a auch „pro agro – Tag“. Gleich am 17. Januar stehen die Gewinner des pro agro – Marketingspreises 2025 sowie des EDEKA Regionalpreises 2025 auf der Hauptbühne und erhalten ihre Auszeichnungen durch Ministerin Hanka Mittelstädt, pro agro-Vorstandsvorsitzende Dorothee Berger und Geschäftsführer Kai Rückewold. Doch das stellt nur den Auftakt für die weiteren Vernetzungs- und Vermarktungsaktivitäten für die Branchen an den 10 Messetagen dar.

Gespräche anbahnen und im Gespräch bleiben – für mehr regionale Marktanteile

Kenntnis voneinander, die Gelegenheit zum persönlichen Gespräch und das Wissen um die jeweiligen Möglichkeiten sind Grundlage für eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Produzenten, dem Handel und weiteren Absatzpartnern. Eine zentrale Aufgabe des Verbandes pro agro während der Grünen Woche ist es daher, Hersteller regionaler Lebensmittel mit Entscheidern und Einkäufern des Lebensmittelhandels und der Gastronomie zusammenzubringen. So sind für den gesamten Zeitraum der Messe Rundgänge mit Fachpublikum organisiert. Für größere Gruppen am frühen Morgen vor Messebeginn und mit kleineren Delegationen auch im Laufe der Messetage. Über 700 Vertreter von Handel, Gastronomie, Gemeinschaftsverpflegung und Direktvermarktung haben sich auf Einladung des Verbandes pro agro hierfür angemeldet und nutzen die Möglichkeit auf der Grünen Woche in kompakter Form die Brandenburger Produzenten mit ihren Produkten, an einem Ort versammelt, besser kennenzulernen. Für beide Seiten eine effiziente Form der Kontaktaufnahme und ein echter Mehrwert. „Allein die Veranstaltungen mit EDEKA (22.01.) und REWE (23.01.) werden über 450 Einzelhändler des Berliner und Brandenburger Lebensmittelhandels in die Brandenburg-Halle bringen. Zwei exklusive Stunden vor offiziellem Messebeginn stehen dann Ausstellern und Entscheidern miteinander zur Verfügung, um bestehende Partnerschaften zu intensivieren oder zukünftige anzubahnen „Auf der Grünen Woche bietet sich vor allem eines – die Chance, in kompakter Form und im persönlichen Austausch Geschäfte fürs kommende Jahr anzubahnen.“ erklärt pro agro-Geschäftsführer Kai Rückewold und fügt hinzu: „Unsere jüngst erhobenes Branchenbarometer hat wieder bestätigt, daß über den Lebensmitteleinzelhandel (52%) und die Direktvermarktung (25%) der größte Umsatzanteil bei den Erzeugern erwirtschaftet wird. Die Ausrichtung unserer Aktivitäten auf der Grünen Woche zielt genau auf diese Konstellation und trägt der Bedeutung dieser Vermarktungswege für Erzeuger und Verbraucher Rechnung. Auf der Grünen Woche haben wir die Möglichkeit in kurzer Folge und an einem Ort diese wichtige Aufgabe konzentriert anzugehen.“

Handelsrundgang Grüne Woche 2024 (Archivbild Vorjahr)


Branchengespräche – Bürokratie und Kaufzurückhaltung sind das Thema
Traditionell ist die Grüne Woche auch Plattform für Gespräche des Verbandes mit Branchenvertretern des Ernährungshandwerks. So bildet der Unternehmerstammtisch am Montag (20.01.) wieder den Jahresauftakt einer ganzen Reihe der etablierten Branchenzusammenkünfte, bei denen es um den Austausch über die aktuelle Lage und Ideen zu gemeinsamen Vermarktungsaktivitäten geht aber auch über politische und bürokratische Rahmenbedingungen gesprochen wird, die den Ausbau regionaler Marktanteile derzeit fördern oder behindern. Am Mittwoch (22.01.) wird es eine Gesprächsrunde mit dem Brandenburger Fleischerhandwerk geben, bei dem es neben der aktuellen Thematik zur Auswirkung der Maul- und Klauenseuche auf das Handwerk auch um die Dauerthemen der zeit- und kostenintensiven Bürokratie, welche gerade den kleinen, mittelständischen Verarbeitern im Vergleich zu größeren, industriellen Schlachtern enorm viel Aufwand und Kosten abverlangen und so ein handfestes Wettbewerbshindernis darstellen.

Brandenburger Kochstudio
Traditioneller Besuchermagnet der Grünen Woche ist auch das Brandenburger Kochstudio, das an jedem Messetag zu kulinarischen Reisen durch das Land Brandenburg einlädt. Spitzenköche aus den Regionen Brandenburgs wirbeln durch die offene Showküche, verraten Lieblingsrezepte mit regionalen Zutaten und werben für Ausflüge in die Region ihrer Gasthäuser. Das Booklet „Rezepte aus der Märkischen Küche“ stellt die Kreationen aller mitwirkenden Brandenburger Köche sowie deren Häuser vor.

Brandenburger Kochstudio Grüne Woche 2024 (Archivbild Vorjahr)

Landtourismus und Veranstaltungen
Am pro agro – Infostand erhalten die Messebesucher umfangreiche Informationen zu Landtourismus, Einkaufsmöglichkeiten bei Direktvermarktern, Hofläden und zu natur- und landtouristischen Angeboten. Experten des Verbandes stehen auch für ganz persönliche Fragen und Einkaufs- und Ausflugstipps zur Verfügung. Und auch erste Fragen zur Brandenburger Landpartie 2025 und dem Brandenburger Dorf- und Erntefest 2025 werden beantwortet.

pro agro Stand Grüne Woche 2024 (Archivbild Vorjahr)

Hintergrundinfo zum Verband pro agro:
pro agro ist der Verband zur Förderung des ländlichen Raumes in der Region Brandenburg-Berlin. Seit 1992 gilt sein Engagement den Branchen Agrar- und Ernährungswirtschaft sowie Land- und Naturtourismus. Dem Verband gehören Unternehmen, Vereine, Verbände aus dem Bereich des Land-und Naturtourismus, unter anderem Landgasthöfe und Pferdehöfe sowie aus der Agrar- und Ernährungswirtschaft, einschließlich der Direktvermarktung an. Der Verband pro agro vertritt das Gesamtinteresse aller Akteure des ländlichen Raumes der Region Brandenburg-Berlin. Mehr Informationen unter proagro.de

Die Illustrationen zur PI finden Sie in höherer Auflösung hier.

Presseeinladung – Bekanntgabe der pro agro-Marketingpreisgewinner

Potsdam – Am 17. Januar geben Landwirtschaftsministerin Hanka Mittelstädt und pro agro Geschäftsführer Kai Rückewold auf der Grünen Woche in Berlin die Gewinner des pro agro-Marketingpreises 2025 in den drei Kategorien Direktvermarktung, Ernährungswirtschaft und Land- und Naturtourismus sowie den Edeka-Regionalpreis 2025 bekannt. Aus über 40 Bewerbungen hat eine Fachjury Anfang Dezember 2024 die 3 Gewinner pro Kategorie bestimmt.

Termin: Freitag, 17. Januar 2025
Zeit: 13:00-14:15 Uhr
Ort: Grüne Woche Berlin,
Bühne Brandenburg-Halle 21a

Unter gruenewoche-brandenburg-halle.de wird über einen verlinkten Live-Stream das Bühnengeschehen der Brandenburghalle übertragen, sodaß auch auf diesem Wege der Preisverleihung beigewohnt werden kann. (Direktlink: https://vimeo.com/mlukbrandenburg)

Unter dem Motto „Neues aus Brandenburg“ erreichten den Verband insgesamt 41 Bewerbungen aus den Kategorien Direktvermarktung (22), Ernährungswirtschaft (10) sowie Land- und Naturtourismus (9).

Teil der Veranstaltung ist auch die Bekanntgabe des Gewinners des EDEKA-Regionalpreises 2025 ausgewählt durch die EDEKA aus den Teilnehmern der Kategorien Direktvermarktung und Ernährungswirtschaft.

Der Verband pro agro engagiert sich seit über 30 Jahren für die Vernetzung und Vermarktung von Brandenburger Angeboten und Dienstleistungen aus den Bereichen Agrar- und Ernährungswirtschaft sowie Land- und Naturtourismus.

Gespaltenes Bild bei Zukunftsaussichten: Unternehmen der Ernährungswirtschaft Brandenburg gehen mit Realismus in das neue Jahr

pro agro – Branchenbarometer zum Jahreswechsel 2024/2025 erhebt bereits im vierten Jahr wirtschaftliches Meinungsbild der landwirtschaftlichen Direktvermarkter, des Ernährungshandwerks und Lebensmittelhersteller aus der Hauptstadtregion

Schönwalde-Glien – Wie steht es um die wirtschaftliche Stimmung in den Betrieben der Brandenburger Ernährungswirtschaft? Das nicht repräsentative pro agro – Branchenbarometer Ernährungswirtschaft Brandenburg/Berlin rief zur Jahreswende Aussagen zur aktuellen wirtschaftlichen Lage, Prognosen und wichtigen Herausforderungen innerhalb der Branche ab. Immerhin 46 Prozent der an der Umfrage teilnehmenden Unternehmer beurteilten das Geschäftsjahr 2024 als deutlich besser bis gleich gut, 53 Prozent gaben an ein schlechteres Geschäftsjahr abzuschließen. Die Prognosen für 2025 sind ähnlich gemischt: der überwiegende Teil sieht Stagnation (42 Prozent), rund 33 Prozent sehen weitere Verschlechterungen der Geschäftsaussichten. In einer Sonderabfrage wurden auch Erwartungen an die Wirtschaftspolitik in Bund und Land abgefragt.

Dass die konjunkturelle Gesamtwetterlage in Deutschland auch die Ernährungswirtschaft nicht verschont hat, ist keine Überraschung. Kein Thema wurde in den Medien häufiger diskutiert als der Preisanstieg bei Lebensmitteln als Folge der Inflation. Von höheren Preisen des Handels profitieren die Erzeuger allerdings kaum. Ursache für die zurückhaltende Marktprognose der Branche ist – und das konstant seit Beginn der Erhebungen – die negative Schere zwischen stark steigenden Kosten und nur moderat durchsetzbaren Preiserhöhungen. So sagen 79 Prozent der Teilnehmender, dass zu erlösende Preise bei Handelspartnern oder beim Verbraucher direkt um über 10 bis über 20 Prozent steigen müssten, um nachhaltige wirtschaftliche Zukunftsaussichten zu entwickeln.

Aus Sicht des Geschäftsführers des Verbandes pro agro, Kai Rückewold, wird hier das Dilemma sichtbar: „Auf der einen Seite machen den Verbrauchern gestiegene Lebensmittelpreise zu schaffen, auf der anderen Seite fehlt den regionalen Erzeugern der nötige Umsatz bei besseren Margen. Da die Umfrage erneut bestätigt, dass über den Lebensmitteleinzelhandel (52%) und die Direktvermarktung (25%) der größte Umsatzanteil bei den Erzeugern erwirtschaftet wird, erscheint es umso wichtiger, die Bedeutung der regional erzeugten Lebensmittel in den Kern-Käufergruppen weiter zu verankern.
Regionale Marken haben die besten Entwicklungsoptionen.“ Pro agro vertritt die Interessen von über 400 landwirtschaftlichen Direktvermarktern und Unternehmen der Ernährungswirtschaft.

Zu den positiven Fakten des Branchenbarometers 2024: Trotz der angespannten Situation müssen und wollen die Unternehmen weiter investieren. 73 Prozent planen für dieses Jahr Ausgaben für Anlagen und Maschinen (88%) und in Gebäude (50%) ein. Aber auch Investments in Digitalisierung (48%) und alternative Energieversorgung (50%) stehen hoch im Kurs. 13 Unternehmen haben Investitionshöhen zwischen einer bis 25 Mio. Euro geplant. Auch Neueinstellungen stehen bei knapp der Hälfte der Unternehmen auf dem „Zettel“, allerdings auf geringem Niveau.

Wie könnte die Wirtschaftspolitik Unternehmen unterstützen, um wieder zu wachsen? Mehr Netto vom Brutto für Arbeitnehmer als wichtige Idee.

Eine überragende Herausforderung der Branche liegt in der Höhe der Personalkosten. Um die Attraktivität vieler Tätigkeiten im Segment Mindestlohn zu verbessern, sprechen sich 66 Prozent der Unternehmer für die Erhöhung des steuerlichen Grundfreibetrages auf beispielsweise 20.000 Euro aus. Das könnte zu mehr Attraktivität der Angebote und zu spürbarer Entlastung der Lohnspirale führen. Weiterhin drückt der Schuh bei den zu hohen Energiepreisen im europäischen Vergleich: Auch hier sehen über zwei Drittel der Befragten direkten Handlungsbedarf für die Senkung der Energiepreise. Die größte Herausforderung wird in gesetzlichen Vorschriften/bürokratischen Auflagen gesehen, d.h. Verwaltungsaufwand, Kontrolldruck und ein Gefühl der Überregulierung durch stetig zunehmende Dokumentations- und Nachweispflichten. 61 Prozent würden sich wünschen, viele Regelungen und Nachweispflichten erst ab einer bestimmten Unternehmensgröße erfüllen zu müssen. Die Befragten nannten beispielhaft folgende Themen in denen eine Entlastung z.B. durch Abschaffung oder Bündelung in zentralen Plattformen wesentlich wäre: Mehrfacherhebung statistischer Daten, Verwaltungsaufwand durch minutengenaue Arbeitszeiterfassung, Meldungen an Sozialversicherungsträger, Datenschutz oder Nachweise zur Verpackungsverordnung.

Interessant auch die Rückmeldungen zum „Investitionsstau in Deutschland“ und die damit verbunden Frage zur Lockerung der Schuldenbremse. Sind die Unternehmer auf Ebene des Bundes nur zu 51 Prozent für eine Veränderung der Schuldenbremse, so sieht es für das Land Brandenburg ganz anders aus. Hier sehen 85 Prozent der Umfrageteilnehmer in der Lockerung der Schuldenbremse für die Finanzierung von Zukunftsinvestitionen einen richtigen Weg.

Abschließend wurde nach geeigneten Dialogformaten mit der Politik gefragt. Die eindeutige Präferenz liegt dabei in regelmäßigen Dialogrunden auf Landesebene (62%) und eine Bündelung der Interessen durch ein aktive Verbandsarbeit (52%). 39 Prozent der Unternehmer würden auch auf Bundesebene Dialogrunden zwischen der Branche und politischen Entscheidern als wichtige Plattform sehen.

Hintergrundinfo zum pro agro Branchenbarometer:
Rund 550 Unternehmen wurden an der Online-Befragung beteiligt. Zum Jahreswechsel 2024/2025 haben sich 77 Unternehmen aktiv beteiligt. 52 Prozent der teilnehmenden Betriebe haben einen Jahresumsatz bis zu einer Million Euro. Bis 10 Millionen Umsatz setzten 21 Prozent der Unternehmen um, weitere 26 Prozent verteilen sich auf Umsatzgrößen von bis zu 25 Millionen Euro bzw. bis zu über 75 Millionen Euro. Rund 40 Prozent der Unternehmen beschäftigen weniger als 6 Mitarbeiter, 29 Prozent haben über 50 Beschäftigte, davon 21 Prozent über 100 Mitarbeiter. Das Branchenbarometer hat keinen Anspruch auf wissenschaftliche Repräsentativität aber es zeichnet dennoch ein belastbares Bild einer wesentlichen Säule der Brandenburger Ernährungswirtschaft. 79 Prozent der Umfrageergebnisse kommen direkt von pro agro – Mitgliedern.

Die nachfolgenden Grafiken finden Sie in verschiedenen Formaten unter diesem Link

Vorstand des Brandenburger Agrarmarketingverbands pro agro neu formiert – Dorothee Berger neue Vorstandsvorsitzende

Schönwalde-GlienIn einer heutigen, außerplanmäßigen Vorstandssitzung des Vorstandes des Brandenburger Agrarmarketingverbandes pro agro wurde der Vorstand neu formiert. Die mittelständische Unternehmerin Dorothee Berger, Geschäftsführerin des über die Landesgrenzen hinweg bekannten Produzenten Brandenburger Sanddornprodukte, der „Christine Berger GmbH & Co KG“, wird Nachfolgerin der in die neue Potsdamer Landesregierung gewechselten bisherigen Vorsitzenden Hanka Mittelstädt

Dorothee Berger zum Amtsantritt: „Wir werden die erfolgreiche Arbeit der bisherigen Vorsitzenden für die Vermarktung regionaler Produkte und landtouristischer Angebote in der Region Brandenburg-Berlin weiter fortführen. Unser Verband vertritt einen wesentlichen Teil der Brandenburger Wirtschaft, wir sind der Brandenburger Scholle in besonderem Maße verbunden und geben unserem Land auf diese Weise auch ein Gesicht. Auch zukünftig werden wir die Herausforderungen der Zeit annehmen, Ansprechpartner, Multiplikator und Motivator sein und mit Entschlossenheit und Unternehmergeist für einen lebenswerten ländlichen Raum in Brandenburg arbeiten.“

Der bisherige 1. stellvertretende Vorsitzende Heiko Terno, Geschäftsführer des AWO Reha-Gut Kemlitz gGmbH übernimmt auch im neu formierten Vorstand die Aufgaben des 1. stellvertretenden Vorsitzenden.
Neuer 2. stellvertretender Vorsitzender und somit Nachfolger der neuen Vorstandsvorsitzenden auf diesem Posten ist Florian Schulze, Geschäftsführer der „Hoher Fläming eG Rädigke-Niemegk“.

Der Verband pro agro engagiert sich seit über 30 Jahren für die Vernetzung und Vermarktung von Brandenburger Angeboten und Dienstleistungen aus den Bereichen Agrar- und Ernährungswirtschaft sowie Land- und Naturtourismus.

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Eine Zusammenarbeit, die nur positive Spuren hinterlässt

Hanka Mittelstädt legt mit sofortiger Wirkung das Vorstandsmandat beim Verband pro agro e.V. nieder.

Schönwalde-Glien. Vorstand und Geschäftsführung von pro agro e.V. haben nach der öffentlichen Benennung von Hanka Mittelstädt als Kandidatin für das zukünftige Ministeramt im Ministerium für Land- und Ernährungswirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz ihrem Wunsch entsprochen, sie mit sofortiger Wirkung von allen Aufgaben als amtierende Vorstandsvorsitzende des Verbandes zu entbinden. Alle mit diesem Ehrenamt verbundenen Funktionen werden von ihr nicht mehr wahrgenommen.

„Mit Hanka Mittelstädt verlieren wir eine fachlich souveräne und menschlich überaus geschätzte Vorstandsvorsitzende. In den acht Jahren der gemeinsamen Führungsaufgabe an der Verbandsspitze konnte sich pro agro als erste Anlaufstelle für direktvermarktende Landwirte, die Ernährungswirtschaft und den Landtourismus zunehmend profilieren. Gerade auch in den Corona-Jahren haben wir Krisenfestigkeit und Gestaltungskraft bewiesen.“ verabschiedet Kai Rückewold, Geschäftsführer des Verbandes, die bisherige Vorstandsvorsitzende in ihre neue Aufgabe als Mitglied der zukünftigen Regierung des Landes Brandenburg.

Bis zur regulär geplanten Neuwahl des pro agro – Vorstandes im Herbst 2025 werden nun die stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden Dorothee Berger und Heiko Terno, die Aufgaben des Vorstandsvorsitzes übernehmen. „Der Vorstand und das gesamte Team von pro agro wünschen Hanka Mittelstädt viel Erfolg, Energie und Freude in ihrem zukünftigen Aufgabenfeld. Die Zusammenarbeit hat nur positive Spuren hinterlassen.“ würdigte Kai Rückewold im Namen des Vorstands, der Mitarbeiter und aller Mitglieder die erfolgreiche Zusammenarbeit.

Der Verband pro agro engagiert sich seit über 30 Jahren für die Vernetzung und Vermarktung von Brandenburger Angeboten und Dienstleistungen aus den Bereichen Agrar- und Ernährungswirtschaft sowie Land- und Naturtourismus.

Tag der Direktvermarktung 2024

Handwerklich hergestellte, saisonale und frische Lebensmittel aus der Heimatregion finden bei den Verbrauchern nach wie vor großen Anklang. „Eigentlich“, muss man an dieser Stelle hinzufügen, da politische und wirtschaftliche Krisen wie derzeit nicht der geeignete Nährboden für Kauflaune und erhöhten Konsum sind. Angesichts dieser Gemengelage tut die Politik gut daran, die notwendigen Rahmenbedingen zu schaffen, damit die Branche nicht unter die Räder kommt. Auch die Unternehmerschaft selbst ist natürlich angehalten, die Herausforderungen anzunehmen und initiativ zu werden. Der vom Verband pro agro gemeinsam mit dem Forum ländlicher Raum – Netzwerk Brandenburg veranstaltete sowie vom Landwirtschaftsministerium unterstützte Tag der Direktvermarktung und des Ernährungshandwerks bot den 65 Teilnehmenden wieder reichlich Stoff für Ideen, wie eine schwierige Lage zu überwinden ist. In diesem Sinne hatte sich der von pro agro-Bereichsleiterin Kristin Mäurer moderierte inhaltliche Mix aus Grundsatzfragen, Praxiserfahrungen und Handlungsempfehlungen auch diesmal bestens bewährt.

In ihrer Begrüßungsrede wies die Unternehmerin und stellvertretende pro agro-Vorsitzende Dorothee Berger mit Nachdruck auf die wichtige Funktion der Brandenburger Ernährungswirtschaft als Grundversorger der Bevölkerung und als Wirtschaftsfaktor für das Land hin. Gleichzeitig appellierte sie eindringlich an die noch zu bildende Landesregierung, das Thema Entbürokratisierung anzugehen, Regional-Kampagnen weiter zu fördern und für eine bessere Verzahnung von Landwirtschafts- und Wirtschaftsministerium zu sorgen, „um Regionalität zu einer Selbstverständlichkeit werden zu lassen“. Es bestehe nämlich die Gefahr, „dass uns die wirtschaftlichen Strukturen im ländlichen Raum abhandenkommen und die oft beschworene Resilienz so nicht zu garantieren ist“.

Nachdem die Wünsche an die Politik klar benannt worden waren, ging es um die Wissensvermittlung für die in der Tagung versammelte Unternehmerschaft und um den Erfahrungsaustausch über den Einsatz geeigneter Vermarktungsinstrumente untereinander. So wurden auch diesmal etliche Best Practice-Beispiele präsentiert – wie immer aus berufenem Munde, meistens von handelnden Personen aus Brandenburg und nicht ohne Blick über den regionalen Tellerrand. Hier die Beispiele:

Günter Mainka, Geschäftsführer der Brandenburger Eventlocation MQ-Ranch und erfahrener Keynote Speaker. Als dem Unternehmer während der Corona-Krise die Aufträge wegbrachen, stand er vor der existenziellen Frage: Was tun? Die Antwort gab er sich gleich selbst: „Fall auf oder du bist weg!“. Auf seiner MQ-Ranch heckte er die Produktidee „Lieblingsmist“ aus. Das sind die pelletierten Hinterlassenschaften seiner und benachbarter Pferde, die er als Düngerprodukt für Gartenfreunde und -profis erfolgreich vermarktet. Weitere Informationen finden Sie hier und hier.

Marcel Schallmea/Jan Kutzbach, Drehnower Hofkäserei. Im Zuge seiner Professionalisierung hat Marcel Schallmea auf Almen in den Tiroler Bergen das traditionelle Handwerk der Käserei gelernt. Den Rohstoff liefern ihm die Ziegen und Rinder (Tiroler Grauvieh) auf dem familieneigenen Hof im Spreewald. Deshalb nennt er seine Verkaufsstellen (Hofladen und Verkaufswagen) „Spreewald-Alm“. Schallmea ist der Käser, Kutzbach der Vermarkter. Zum Produktportfolio gehören Quark und Joghurt sowie Käse in etlichen Variationen. Weitere Informationen finden Sie hier.

Christian Behrendt, Kanow-Mühle Sagritz. Die historische Wassermühle liegt im Spreewald und zählt zu den ältesten Unternehmen in Brandenburg. Seit jeher handelt es sich um eine Mahl- und Ölmühle. Zum Ölsortiment gehören 25 Öle, darunter das Leinöl als Hauptprodukt. Die Öle sind nicht gefiltert, sondern naturtrüb und kaltgepresst. Großer Wert wird auf Regionalität und Transparenz gelegt. Im Hofladen können Besucher einen Blick auf die Produktion werfen. Aktuell wird mit LEADER-Mitteln Geld investiert, um den Hofladen zu vergrößern sowie die Abfüll-, Verpackungs- und Versandbereiche auf dem Anwesen auszubauen. Weitere Informationen finden Sie hier.

Deborah Muschick, Ökodorf Brodowin. Der größte Demeter-Betrieb Deutschlands realisiert zusammen mit den Partnern Märkisches Landbrot und Lobetaler Bio-Molkerei ein vom Bund gefördertes Projekt zur Stärkung von Bio-Wertschöpfungsketten in der Region Berlin-Brandenburg. Es soll eine Plattform geschaffen werden, mit deren Hilfe regionale Bio-Betriebe ihre Vertriebsstrukturen erweitern können. Langfristig geht es auch darum, den Anteil ökologisch bewirtschafteter Flächen in der Region zu erhöhen. Weitere Informationen finden Sie hier.

Dr. Christian Mai, Werderaner Tannenhof. Der Juniorchef berichtete über Ideen und Maßnahmen, die das Saisongeschäft ganzjährig am Laufen halten. Rückläufiger Absatz von Weihnachtsbäumen, steigende Kosten und damit sinkendes Betriebsergebnis machten solche Überlegungen nötig. Außerdem will man das Personal ganzjährig binden. Die Tanne soll rund ums Jahr erlebbar gemacht werden.

Abgesehen davon, dass die beiden Firmenstandorte in Werder und Thüringen als ganzjährige Erlebnishöfe weiterentwickelt werden, wird das Produktsortiment Zug um Zug ausgebaut. Weitere Informationen finden Sie hier.

Patrick Scheuermann/Christian Lambeck, Emmas Kaufhalle. In Teschendorf/Oberhavel ist ein vollautomatisierter 24/7-Einkaufsort für die Nahversorgung im ländlichen Brandenburg entstanden. Es handelt sich um ein deutschlandweit einmaliges Konzept, das auch von älteren Menschen gut angenommen wird. Die Indoor-Variante hat Platz für sechs bis 14 Systemschränke bzw. 300 bis 700 Artikel. Ein weiteres, frei stehendes Automaten-Kaufhaus in Container-Form ist für 2025 in der Region Oberhavel geplant. Weitere Informationen finden Sie hier.

Kleine Markthalle 50, Claudia Hollm. Die „Marktfrau“, wie sie sich selber nennt, hat in der Prignitz eine Kombination aus lebendigem Treffpunkt und Kaufort für lokale Produkte geschaffen. Dies sei jederzeit ein übertragbares Konzept für kleinere Kommunen in Brandenburg, sagt sie. Gestartet war sie im Sommer 2023 in Putlitz, heute hat sie sich in einer Location in Wittenberge und Stepenitz niedergelassen. Weitere Informationen finden Sie hier.

Fleischerhandwerk in Bayern, Lars Bubnick. „Wie machen wir unser Handwerk sichtbarer?“. Auf diese Frage hat der Verbandsgeschäftsführer eine Vielzahl von Antworten, die sich alle auf einen Nenner bringen lassen: Gegen den Strich bürsten und Aufmerksamkeit schaffen. Oder wie er sagt: „Staub abklopfen und machen – moderne Kommunikation statt Ideen totzureden“. Wichtig zu wissen: „Sichtbarkeit kostet Geld, Zeit und Geduld.“ Einen Eindruck davon, was gemeint ist, vermittelt der Blick auf die Website des Verbandes, siehe hier.

Glina Destillerie: Whisky-Brenner aus Leidenschaft

Von Haus aus ist er Obstbauer und gelernter Gärtnermeister, hat auf dem landwirtschaftlichen Familienbetrieb in Glindow (Werder a. d. Havel) Obst und Gemüse angebaut und Obstweine gekeltert.  Bis er in seinen Sturm- und Drang-Jahren, Anfang der neunziger Jahre, bei einem Besuch in Süddeutschland das Handwerk des Destillierens kennenlernte und sich spontan in die Obstbrennerei verguckte. „Seitdem ist das Brennfieber in mir“, sagt Michael Schultz (Foto). Und tatsächlich fackelte er nicht lange, absolvierte in Göppingen und Esslingen eine Aus- und Weiterbildung zum Destillateur und machte seine Leidenschaft zum Kern des familiären Geschäfts. Heute produziert und vermarktet der „Master Distiller“ und Edelbrand-Sommelier neben dem Obstwein auch Brände, Liköre und Gin. Und vor allem Whisky, von dem hier die Rede sein soll.

„Ich bin schon längere Zeit Whisky-Liebhaber und habe mich damals natürlich gefragt, ob sich aus unserer Gerste überhaupt ein guter Whisky destillieren lässt. Nach den ersten Versuchen habe ich festgestellt, dass sich unser regionales Produkt gegenüber dem internationalen Wettbewerb nicht verstecken muss“, erzählt Schultz. Warum das so ist, liegt in erster Linie an zwei Faktoren: Boden und Gerste. In Brandenburg gibt es nämlich sehr leichte Böden, wodurch „das Getreide, das wir anbauen, ein bisschen fruchtiger und lieblicher Ist“. Die Erträge seien zwar deutlich geringer als in anderen Landstrichen, aber von hoher Qualität – und damit gut für die Produktion von Whisky.

Michael Schultz ist ein Mann der Tat und legte sofort los. Doch bevor er sich ins unternehmerische Risiko stürzte, drückte er noch mal die Schulbank und eignete sich das theoretische Rüstzeug an. Dann, als die Büffelei erfolgreich überstanden und das notwendige Destillateurs-Zertifikat erreicht war, ging’s an die eigenverantwortliche Praxis. Da er anfangs nicht über die notwendigen Apparaturen, wohl aber über die natürlichen Ressourcen (eben: eigener Boden und selbst angebaute Gerste) verfügte, produzierte er die Maische erst mal auf dem heimischen Hof und karrte sie nach Süddeutschland, um dort „seinen“ Whisky zu brennen. Das erweiterte sein Fertigungs-Know how, optimierte seine Produktionsroutine und – am wichtigsten – gab ihm die Gewissheit, dass sein Produkt höchsten Qualitätsansprüchen genügt. Im Jahre 2004 war es dann so weit: Die erste eigene Brennerei wurde auf dem Hof in Glindow in Betrieb genommen.

„Wenn man sich für die Whisky-Brennerei entscheidet, dauert es Jahre, bis man ein marktfähiges Erzeugnis hat“, beschreibt Schulz seine Arbeit. Damit spricht er nicht allein die Zeit seiner Lehr- und Wanderjahre an, sondern meint vor allem den Produktionsprozess selbst – vom Gersten- und Roggenanbau bis zur Whiskyreife. Das nimmt Jahre in Anspruch, so dass jeder neue Produktions-Zyklus praktisch eine Investition in die Zukunft ist. Zur Erklärung muss man einen Blick auf den Einsatz der Holzfässer werfen: Viele davon stammen aus heimischer Manufaktur, nämlich von der Böttchermeisterei Messerschmidt aus dem brandenburgischen Neu Zittau; hinzu kommen gebrauchte Fässer ausgesuchter Weingüter aus Bordeaux und Burgund sowie Portwein- und Sherryfässer aus Portugal bzw. Spanien.

Warum neue und gebrauchte Fässer? Das ist keine Kostenfrage, sondern letztere dienen dazu, das Whisky-Destillat über die mehrjährige Reifezeit mit den entsprechenden Aromen zu durchsetzen. Das führt zu geschmacklicher Differenziertheit und zur Steigerung der Qualität. Mit den neuen Fässern aus Brandenburg wiederum wird derselbe Zweck verbunden: In diesen reifen bis zu mehreren Jahren die Schultz’schen Obstweine, bis die Zeit reif ist für die Befüllung mit Whisky, der dort seinerseits wieder mehrere Jahre liegt. Der gesamte Reifungsprozess vom Obstwein bis Whisky braucht auf diese Weise fünf bis zehn Jahre – ein Zeitraum, in dem man keinen Cent verdient. „Das ist das Problem, wenn man beginnt, Whisky zu destillieren. Doch ist man im Rhythmus drin, dann funktioniert es“, sagt Schultz.

Je nach Wetter- und Kostenlage (z.B. Energiepreise) werden in Glindow ca. 300 Fässer Whisky im Jahr produziert. Gemessen am gesamten Umsatz liegt dieser mit rund 40 Prozent an der Spitze des Sortiments, gefolgt von Gin (ca. 25 Prozent), Obstbränden und Likören (je ca.10 Prozent). Den Rest machen Obstweine aus. Vermarktet werden die Produkte hauptsächlich über den regionalen Lebensmitteleinzelhandel (Rewe, Edeka, Kaufland) sowie über die Gastronomie, Feinkostgeschäfte und online. Eine große Auswahl bietet auch der eigene Hofladen. Die vom LEH geforderten Mengen kann die Glina Destillerie jederzeit liefern, da die Produkte nicht zur Massenware zählen und deshalb nicht unter die Kategorie „Schnelldreher“ fallen.

„Wir sind praktisch eine Farm-Destillerie, steuern also sämtliche Prozesse selbst. Bei uns liegt alles in einer Hand; das hat für uns den Wert und die Bedeutung eines Alleinstellungsmerkmals“, hebt Michael Schultz hervor. Objektiv gibt es jedenfalls ein markentechnisches Alleinstellungsmerkmal: die Whisky-Flasche. Dort sind nämlich die Konturen seiner Hand verewigt, gewissermaßen als Griff-Relief, begleitet von dem Etiketten-Text: „Meine Hand für mein Produkt – verewigt in dieser Flasche“. Das liest sich und fühlt sich an wie ein Qualitätsversprechen: „Hand drauf!“.

Unternehmenskooperation auf Vertriebsebene

Die drei Koordinationspartner des Wertschöpfungsnetzwerks Berlin-Brandenburg.

Neben der Brandenburger Landesregierung hat sich auch der Bund (präzise: das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, BMEL) das Thema „Regionale Wertschöpfungsketten“ auf die Fahnen geschrieben. Konkret geht es hier allerdings um die „Förderung des Aufbaus von Bio-Wertschöpfungsketten“, deren Details in einer Richtlinie festgehalten und deren Maßnahmen im Bundesprogramm Ökologischer Landbau“ (BÖL) formuliert sind. Das Programm träft den Namen „Wertschöpfungsnetzwerk Berlin-Brandenburg“ (WertNet BB); zur Zielgruppe gehören bio-zertifizierte Erzeuger und (handwerkliche) Verarbeiter – übrigens auch in Mecklenburg-Vorpommern. Das am 1. August gestartete Projekt hat eine Laufzeit von drei Jahren. Was es damit auf sich hat, erfuhren wir von Deborah Muschick, die als Wertschöpfungskettenmanagerin von Ökodorf Brodowin die Maßnahmen koordiniert.

Die drei Koordinationspartner des WertNet BB – Ökodorf Brodowin (als Projektleitung), Märkisches Landbrot und Lobetaler Bio-Molkerei – haben es sich zur Aufgabe gemacht, regionalen Bio-Kleinbetrieben eine Vermarktungs- und Vertriebsplattform zu bieten, einen Marktzugang in der Region zu ermöglichen und gemeinsame Synergieeffekte zu schaffen und zu verstärken. Ziel ist, den Absatz der Betriebe deutlich zu beleben, das Angebot an Bio-Lebensmitteln generell zu erhöhen und auf diese Weise dafür zu sorgen, dass der Bioanteil von landwirtschaftlich genutzten Flächen in der Region zunimmt.

Aus Sicht von Deborah Muschick bringen die drei Koordinationspartner gute Voraussetzungen und bereits bestehende Synergien zwischen den Unternehmen mit, um diese Aufgaben zu erfüllen:

  • Ökodorf Brodowin ist als Demeter-Betrieb selbst Erzeuger und Verarbeiter von regionalen Lebensmitteln, die er direkt vermarktet (Hofladen, Lieferservice). Synergieeffekte: Das Unternehmen ist Lieferant für Getreide und vermarktet Schnittbrot sowie Joghurt über seinen Großhandel.
  • Märkisches Landbrot bezieht als ökologische Bäckerei In Berlin das Getreide von Brandenburger Höfen; die GmbH hat 350 B2B-Kunden in Berlin und Umgebung. Synergieeffekte: Der Betrieb ist Kunde der Landwirtschaft sowie Lieferant für den Großhandel und den Hofladen des Ökodorfs Brodowin.
Deborah Muschick, Wertschöpfungskettenmanagerin des Projektleiters Ökodorf Brodowin.
  • Lobetaler Bio-Molkerei mit inklusiver Landwirtschaft vermarktet seine Produkte über den LEH und Außer-Haus-Verpflegung. Synergie: Produkte werden u.a. über den Großhandel vermarktet.

„Unser Großhandel soll kleineren Betrieben dabei helfen, den Weg in die Regale des Lebensmittelhandels zu schaffen“, ergänzt Deborah Muschick. „Dabei stellen wir nicht nur die Logistik zur Verfügung, sondern sind gleichzeitig auch Türöffner für den Handel.“ Über das Modell der Vermarktungs- und Vertriebskooperation hinaus sollen noch weitere partnerschaftliche Modelle – etwa bei der Erzeugung oder Verarbeitung von Lebensmitteln – erprobt und ausgebaut werden. Zur Zielgruppe gehört in erster Linie der inhabergeführte Handel, also Rewe- und Edeka-Kaufleute sowie der Biofachhandel, deren Betreiber selbstständig über regionale Zusatzsortimente entscheiden können. „Das schließt nicht aus, dass Inhaber kleinerer Biohöfe und -manufakturen ihrerseits bei Händlern vorstellig werden, um sich und ihre Produkte persönlich zu präsentieren“, betont die Vernetzungsmanagerin.

Mobiler Großhandel von Ökodorf Brodowin.

Da die drei Gründungsunternehmen des Netzwerks selbst Erzeuger und/oder Verarbeiter von Lebensmitteln sind, beherrschen sie die Klaviatur der Handelsansprache und kennen sich aus in der taktischen Führung von Listungsgesprächen. Wer also Teil des Wertschöpfungsnetzwerks ist, profitiert nicht nur von den logistischen Kapazitäten, sondern auch von den praktischen Erfahrungen der Kooperations-Gemeinschaft. Oder wie Deborah Muschick sagt: „Wir schlagen die Brücke von der Produktion zum Handel!“. Im Rahmen des Projektes werden regelmäßig „Stammtische“ stattfinden, die dem Austausch und der Weiterbildung dienen. Nächster Termin: 13. Februar 2025. Interessierte Unternehmen sind herzlich eingeladen, sich unabhängig davon schon jetzt direkt an das Vernetzungs-Team zu wenden (Kontakt siehe unten).

DigiOekoRegio-Netzwerktreffen der Modellregion 1 Nord-West Brandenburg

Am 15. Oktober 2024 fand das 1. Netzwerktreffen der Modellregion I (Nord-West Brandenburg) in den Räumen des Landesbauernverbandes Brandenburg (Geschäftsstelle Kreisbauernverband OPR) in Kyritz statt.

Das Netzwerktreffen wurde im Rahmen des von der BÖL geförderten Projektes DigiOekoRegio durchgeführt, welches zum Ziel hat eine digitale Infrastruktur zur logistischen Optimierung einer ökologischen regionalen Fleischproduktion zu entwickeln. Über die ersten Ergebnisse zum aktuellen Stand des Projektes informierten jeweils die  Verbundpartner LBV e.V., pro agro e.V, IFTA AG und FFG.

Mit den teilnehmenden Akteuren der Wertschöpfungskette Rindfleisch aus dem nordwestlichen Brandenburg wurden die Ergebnisse und Herausforderungen zur regionalen Produktion diskutiert und Anregungen zur Umsetzung der digitalen Plattform aufgegriffen.

Einen Einblick in Unterstützungsangebote von Verbänden gaben Math Mönnich und Sebastian Woskowski von Bioland und informierten über die Anforderungen an eine ökologische Wirtschaftsweise bzw. der Umstellung von Betrieben auf diese.

Referenten Laura Schönmeier (pro agro, li.) und Math Mönnich (Bioland, re.) sowie Projekt-Initiatorin Maria Mundry im Gespräch mit Hannes-Peter Dietrich (Mitte)

Der anschließende Beitrag von Hannes-Peter Dietrich zur Beauftragung von Lohnunternehmen für die Verarbeitung lieferte den Anwesenden wertvolle Hinweise und Anregung zu weiterer Diskussion. Das Thema regionale Fleischproduktion löst bei allen Akteuren der Rindfleischproduktionskette großes Interesse aus.

Die Möglichkeiten zur praktischen Umsetzung einer geschlossenen Wertschöpfungskette Rindfleisch sind regional jedoch sehr unterschiedlich, was auch die ersten DigiÖkoRegio-Projektergebnisse zeigen. Es gibt deutlichen Handlungsbedarf, der je nach vorhandener Struktur in der Region abweichend sein kann.

Das Interesse der Akteure an DigiÖkoRegio ist vorhanden und lässt auch bei zukünftigen Vernetzungstreffen ergänzend in den weiteren Modellregionen II und III (Brandenburg Ost bzw. Süd) eine rege Beteiligung erwarten.

Wir halten Sie dazu gerne auf dem Laufenden und freuen uns auf Ihre Kontaktanfrage und Teilnahme!

Ausführliche Informationen zum Projekt und aktuelle Informationen finden Sie auf der Internetseite des Projektes https://www.digioekoregio.de/.

Überwältigender Zuspruch für regionale Produkte auf dem Brandenburger Schlachtefest 2024 – über 12.000 Besucher

Schönwalde-Glien – Das Brandenburger Schlachtefest beendete an diesem Sonntag seine 26. Ausgabe. Veranstalter und regionale Produzenten zeigen sich sehr zufrieden und haben einen Wunsch.

Das Wetter war auch in diesem Jahr auf der Seite der 53 regionalen Produzenten und sorgte, neben dem überzeugenden, regionalen Angebot selbst, dafür, daß sich gut 12.000 Freunde regionaler, Brandenburger Produkte an diesem Wochenende auf den Weg nach Paaren im Glien machten, um gemeinsam die diesjährige Ausgabe des Brandenburger Schlachtefestes zu feiern.

Kristin Mäurer, Fachbereichsleiterin Agrar- und Ernährungswirtschaft, des veranstaltenden Verbandes pro agro dazu: „Wenn die Besucher des Festes das Angebot annehmen, sich wohlfühlen und verweilen und wenn die teilnehmenden Produzenten zufrieden sind, dann sind es auch wir als Veranstalter. Die Gespräche mit Produzenten und Gästen auf dem Schlachtefest lassen zusammenfassen, daß wir mit den Ergebnissen des 26. Brandenburger Schlachtefestes sehr zufrieden sein können. Der Zuspruch für das regionale Angebot war überwältigend. Wir wünschen uns nun, daß die Besucher des Festes diesen Schwung auch für ihren Alltag mitnehmen und ebenso beim gewöhnlichen Einkauf bewußter nach regionalen Alternativen im Regal und an der Theke Ausschau halten.“

Vielleicht nicht die Regel, aber auch ein schönes Lob für Produzenten und Veranstalter: Am Sonntag meldete sich ein Pärchen aus Bayern am Infostand des Verbandes pro agro und berichtete, daß man nachdem zufälligen Besuch des Brandenburger Schlachtefestes 2023, dieses Jahr extra Urlaub nahm und aus Bayern anreiste, um die 2024er Ausgabe an beiden Tagen besuchen zu können und auch für 2025 sei der Besuch schon fest eingeplant (18. und 19. Oktober 2025).

Sehr zufrieden zeigte sich auch Egbert Baehr, Inhaber und Geschäftsführer der Fleischerei Baehr aus Herzberg/Elster. Schon seit Jahren Teilnehmer des Schlachtefestes freute er sich auch in diesem Jahr über Stammpublikum und viele neue Kunden. „Sei es beim Imbiss oder seien es die Mitnahmeprodukte an unserer Theke, unsere Kunden schätzen unsere handwerkliche Qualität und das klassische Sortiment, wie man es von einem Fleischer unserer Region auch erwarten darf. Der Zuspruch war enorm und wir sind mit dem Verlauf des Wochenendes mehr als zufrieden.“

In zwei Hallen und im Freigelände boten regionale Produzenten aus ganz Brandenburg Fleisch, Wurst sowie weitere Genuß- und Lebensmittel zum Mitnehmen und zum Verzehr vor Ort an. Dazu gab es ganz druckfrisch auch den neuen Katalog „Landurlaub in Brandenburg 2025 – Ferien, Freizeit und Einkaufen auf dem Lande“, der auf dem Schlachtefest seine Premiere feierte und ab sofort auch an allen bekannten Auslagestellen im Lande erhältlich beim Verband pro agro bestellbar oder als PDF und Flipbook online abrufbar ist. (www.landurlaub-brandenburg.de)

Der Brandenburger Jagdverband informierte über heimische Wildtiere und stellte seine neue App wild.shop vor, die Jäger und Kunden schnell und direkt zusammenführt. Der brandenburgische Landesimkerverband warb für regionalen Honig, informierte über die Arbeit der Imker in Brandenburg und beriet Interessierte, die gern selbst mit dem Imkern beginnen möchten.

Wesentlich für das Brandenburger Schlachtefest – und im Grunde auch für alle anderen Veranstaltungen pro agros – ist, daß man vor Ort tatsächlich den Produzenten, den Gesichtern hinter den Produkten gegenübersteht, die Produkte aus der Anonymität geholt werden und die Besucher auf diese Weise Informationen aus erster Hand bekommen. Bei der traditionellen Hausschlachtung wurden ältere Besucher an ihre Kindheit erinnert und dem jüngeren Publikum altes Wissen neu vermittelt. Seit vielen Jahren Bestandteil des Brandenburger Schlachtefestes gehört diese Form der Wissensvermittlung zu einem der beliebtesten Publikumsmagneten.

„Regional einkaufen – Heimat stärken“ hieß es in der Unterzeile der Begrüßungstafel zum Brandenburger Schlachtefest. Was darunter zu verstehen ist, erläutert Kai Rückewold, Geschäftsführer des Verbandes pro agro „Die Tradition der Schlachtefeste gibt uns Hinweis auf etwas früher Selbstverständliches; etwas, das wir in den letzten Jahren leider ein wenig aus den Augen verloren haben; die Versorgung einer Region aus sich selbst heraus. Regionales Bewußtsein bei unseren alltäglichen Einkäufen ist Grundvoraussetzung für die Lebensfähigkeit unserer Regionen; Arbeitsplätze, Steuereinnahmen, Versorgungssicherheit. Regionale Unternehmen sind es auch, die in den Gemeinden Kultur- und Sportvereine unterstützen und auch auf diese Weise für die Attraktivität des ländlichen Raumes sorgen. Es geht bei unseren alltäglichen Einkäufen also auch und vor allem um den Erhalt der Attraktivität unserer Regionen. Bewußte Entscheidung im Kleinen für eine große Wirkung im Ganzen. Und so war auch unser diesjähriges Schlachtefest eben mehr als nur Fleisch, Tradition und Party“

Bilder des Brandenburger Schlachtefestes sind hier herunterladbar und zum Abdruck frei.


Der Verband pro agro engagiert sich seit über 30 Jahren für die Vernetzung und Vermarktung von Brandenburger Angeboten und Dienstleistungen aus den Bereichen Agrar- und Ernährungswirtschaft sowie Land- und Naturtourismus.

Diese Veranstaltung wurde gefördert durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER) und das Brandenburger Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz (MLUK).

Potentiale, Wege, Möglichkeiten! 17.10.2024 – Tag der Direktvermarktung und des Ernährungshandwerks

Am Seddiner See – Zur Stunde tagen über 70 Direktvermarkter, Unternehmen des Lebensmittelhandwerks und Vertreter der Regionalvermarktung in Brandenburgs Landkreisen über die Entwicklung der Branche. Es geht um den Austausch von Praxiserfahrungen und zeitgemäßen Angebotsentwicklungen, die Sichtbarkeit am Markt, und Forderungen für bessere Rahmenbedingungen an Politik und Verwaltung

Handwerklich hergestellte, saisonale und frische Produkte aus der Heimatregion finden bei Kunden, Gästen und Besuchern des Landes großes Interesse – bestätigen Umfragen und eigene Erhebungen des Verbandes pro agro. Aber: Bei anhaltenden Krisen und Kaufzurückhaltung muss die wirtschaftliche Entwicklung von Betrieben der Direktvermarktung und des Ernährungshandwerks in Brandenburgs gestärkt und der Stellenwert der Direktvermarktung als wichtiger Kommunikations– und Vermarktungsweg innherhalb der Branche in seiner Bedeutung herausgehoben werden. Hierrüber beraten heute über 70 Unternehmen der Direktvermarktung und des Ernährungshandwerks in der Heimvolkshochschule Neuseddin.

Bei den Themen der heutigen Tagung (Programm anbei) geht es am Vormittag um Sichtbarkeit und Kundenansprache „Fall auf oder Du bist weg! Wie man es schafft sich in einem bewegten Marktumfeld abzuheben und zu behaupten“, Praxiserfahrungen aus der Direktvermarktung in Brandenburg mit aktuellen Beispielen zu Vermarktungswegen, Investitionen in die Angebotsentwicklung und Zusammenarbeit in der Region sowie Einschätzungen der aktuellen Branchenentwicklung von: Drehnower Hofkäserei (SPN), Kanow-Mühle Sagritz (LDS), Ökodorf Brodowin (BAR), Werderaner Tannenhof (PM) Am Nachmittag dann um Vermarktungs- bzw. Verkaufsstellenkonzepte im ländlichen Raum sowie, über den Tellerrand geschaut, um Erfahrungen und Lösungen des bayrischen Fleischerhandwerks in Sachen moderner Kommunikation.

Dorothee Berger, stellvertretende Vorsitzende des Agrarmarktingverbandes pro agro verwies in Ihrer Begrüßungsrede auf die an sich gute Ausgangslage für Direktvermarkter und Ernährungshandwerker in Brandenburg. „Ich glaube fest an die Zukunft der Direktvermarktung, denn wir bieten etwas, das sehr gut in die heutige Zeit paßt. Wir bieten die gewünschten kurzen Wege, wir bieten die transparente Produktion, wir sind in unseren Regionen präsent und engagiert, wir sind für unsere Kunden jederzeit erreichbar und können jederzeit auf Fragen und Hinweise unserer Kunden kurzfristig reagieren. Wir kennen einander, wir kennen das Land und wir kennen unsere Kunden und unsere Kunden kennen uns. Wir verbinden dadurch Tradition und Moderne “ und adressierte an die noch zu bildende Landesregierung die Wünsche der Branche bezüglich Entbürokratisierung, Förderung von Regional-Kampagnen und eine zukünftig bessere Verzahnung von Landwirtschaft- und Wirtschaftsministerium, „um Regionalität zu einer Selbstverständlichkeit werden zu lassen.“ und ergänzt. „Es besteht tatsächlich die Gefahr, daß uns die wirtschaftlichen Strukturen im ländlichen Raum abhandenkommen und die in letzter Zeit als Schlagwort oft beschworene Resilienz so nicht zu garantieren ist.“

Kai Rückewold, Geschäftsführer des Verbandes kommentierte dazu im Vorfeld der Tagung. „Die Bekenntnisse zur Regionalität aus den einzelnen Ministerien, freuen uns zu hören. Viel wichtiger ist aber, daß diesen Bekenntnissen auch politische Weichenstellungen folgen. Mal ein konkretes Beispiel: Für einen mittleren Zucht- und Schlachtbetrieb stellen Auflagen- und Kontrollmechanismen, die augenscheinlich mit Blick auf Großunternehmen entwickelt worden sind, ein ernsthaftes, betriebswirtschaftliches Problem dar. Er muß für die gesetzlich vorgeschriebene und in der Gebührenordnung bepreiste Fleischbeschau einen Mindermengenzuschlag zahlen. Hier und für viele andere Fälle müssen Landwirtschafts-, Wirtschafts-, Verbraucherschutz- und Finanzministerium an einen Tisch und Rahmenbedingungen schaffen, die erkennen lassen, daß die Sorgen und Nöte der heimischen Kleinunternehmen und des heimischen Mittelstandes wirklich verstanden wurden und man diesen begegnen möchte.“

Der Verband pro agro engagiert sich seit über 30 Jahren für die Vernetzung und Vermarktung von Brandenburger Angeboten und Dienstleistungen aus den Bereichen Agrar- und Ernährungswirtschaft sowie Land- und Naturtourismus.

Das Forum ländlicher Raum – Netzwerk Brandenburg unterstützt seit 2008 die Aktivitäten der Lokalen Aktionsgruppen im LEADER-Prozess. Träger des Forums ist die Heimvolkshochschule am Seddiner See e.V. LEADER steht für die Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft und ist ein Förderinstrument der Europäischen Union zur Stärkung und Weiterentwicklung der ländlichen Räume.

Die Bilder der nachfolgenden Galerie erhalten Sie in höherer Auflösung hier. Diese und ggf. weitere Bilder im verlinkten Ordner sind zum Abdruck frei
 

Brandenburger Schlachtefest 2024 – Mehr als Tradition und Fleisch!

Schönwalde-Glien – Am 19. Oktober öffnet das 26. Brandenburger Schlachtefest seine Pforten. „Regional einkaufen – Heimat stärken“ heißt es in der Unterzeile der Begrüßungstafel zum Brandenburger Schlachtefest und gibt Hinweis darauf, daß es um mehr als nur eine Party auf dem Lande geht.

Das Brandenburger Schlachtefest steht in der Tradition der winterlichen Vorratshaltung auf dem Lande, der zelebrierten Gemeinschaft und des Teilens unter Nachbarn. Und doch muß man den Bogen nicht allzu arg spannen, um die Intention dieser Traditionen ins Heute zu übertragen.

Die Entscheidung für die regionale Alternative im Regal ist wichtig für die Lebensfähigkeit unserer Regionen. Diese moderne Form der Gemeinschaft bedeutet Arbeitsplätze, Steuereinnahmen und Versorgungssicherheit. Regionale Unternehmen sind es auch, die in den Gemeinden Kultur- und Sportvereine unterstützen und auch auf diese Weise für die Attraktivität des ländlichen Raumes sorgen – das besagte Teilen unter Nachbarn. Das alles unterstützt man, wenn man regional einkauft bzw. setzt es aufs Spiel, wenn man es nicht tut. Es geht bei unseren alltäglichen Einkäufen also auch und vor allem um den Erhalt der Attraktivität der ländlichen Räume. Bewußte Entscheidung im Kleinen für eine große Wirkung im Ganzen. Und so ist das Brandenburger Schlachtefest eben mehr als nur Fleisch, Tradition und Party. Es ist ein Schaufenster regionaler Unternehmen und ein Aufruf zur bewußten Entscheidung für die Region.

In diesem Jahr freuen sich über 50 Austeller auf die Besucher und Freunde regionaler Angebote. Und natürlich gibt es neben den Gesichtern hinter den Produkten, der Vorführung einer traditionellen Hausschlachtung an beiden Tagen und der Präsentation moderner Cuts für Schwein und Rind im Kochstudio auch jede Menge Musik und Unterhaltung. So heizt am Sonnabend unter anderem Wolfgang Lippert auf der Schlachtefest Bühne dem Publikum ein und am Sonntag Petra Zieger.  Kleine Gäste können an beiden Tagen beim Mittelalterböttcher Heino Glantz selbst böttchern, sich schminken lassen oder an einer Wissensrallye teilnehmen. Für Groß und Klein gibt es am Sonnabend einen Backworkshop der Bäckerei Vollkern aus Temnitztal und am Sonntag können unter Anleitung der Lederzauberin KASAMI aus Nuthe Urstromtal Armbänder gezaubert werden.

Ganz druckfrisch wird auch der neue Katalog „Landurlaub in Brandenburg 2025 – Ferien, Freizeit und Einkaufen auf dem Lande“ vorgestellt, der ab sofort auch an allen bekannten Auslagestellen im Lande erhältlich oder beim Verband pro agro bestellbar ist.

Der Brandenburger Jagdverband, der Brandenburgische Imkerverband und der Verband pro agro bieten darüber hinaus Informationen rund um Wild, Honig und Bienen, Landurlaub, Ausflugszielen und den Stellenwert von Regionalität für den Erhalt der unternehmerischen Strukturen im ländlichen Brandenburg und deren Bedeutung dafür, auch zukünftig gern und gut in Brandenburg leben zu können.

Die Veranstalter erwarten, wie gewohnt, 10-12.000 Besucher am Festwochenende.

Bilder zum Brandenburger Schlachtefest (Bilder aus dem Vorjahr) sind hier herunterladbar und können verwendet werden.

Der Verband pro agro engagiert sich seit über 30 Jahren für die Vernetzung und Vermarktung von Brandenburger Angeboten und Dienstleistungen aus den Bereichen Agrar- und Ernährungswirtschaft sowie Land- und Naturtourismus.

Diese Veranstaltung wird gefördert durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER) und das Brandenburger Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz (MLUK).

weitere Informationen zur Veranstaltung unter:

www.brandenburger-schlachtefest.de

Weitere Informationen zum Verband erhalten Sie unter:

www.proagro.de

Landurlaub Brandenburg 2025: Der neue Jahreskatalog ist ab sofort erhältlich

Paaren im Glien – Pünktlich zur Vorbereitung auf die kommenden Reisesaison präsentiert der Verband pro agro den Katalog „Landurlaub Brandenburg 2025“ beim traditionellen Brandenburger Schlachtefest, das am kommenden Wochenende, in Paaren im Glien (Havelland) stattfindet.

Auch in diesem Jahr lädt der Katalog dazu ein, Brandenburg auf eine neue Weise zu erleben – ob bei einem romantischen Aufenthalt auf dem Land, einer Radtour entlang von Seen und Flüssen oder einer entspannenden Zeit in einem der zahlreichen Ferienobjekte, die jetzt auch online buchbar sind.

Titelblatt des neuen Kataloges

Der Katalog bietet eine Fülle von Anregungen und Informationen rund um Urlaub und Freizeit im ländlichen Brandenburg und lädt dazu ein, die vielfältigen Möglichkeiten unseres Landes zu entdecken. Schafe gucken, Mühlenmagie erleben oder den „wahren Roten Adler“ kennenlernen – beim Schmökern im Jahreskatalog für 2025 finden Leserinnen und Leser garantiert auch Anregungen für Auszeit, Ausflüge und den eigenen Urlaub auf dem Lande.

Nicht zuletzt durch die Vielzahl an buchbaren Unterkünften in den unterschiedlichen Reiseregionen Brandenburgs reiht sich das Magazin in die beliebte Kollektion der Vorgängerausgaben ein. Mit einer Mischung aus informativen Artikeln und inspirierenden Geschichten gewährt der Katalog Einblicke in die landtouristischen Highlights Brandenburgs.

Dabei liegt ein besonderes Augenmerk auf den medienübergreifenden Verknüpfungen: Durch integrierte QR-Codes können Leserinnen und Leser vertiefende Informationen zu den einzelnen Themenbereichen direkt auf der Website landurlaub-brandenburg.de abrufen. Ebenso ist es dadurch möglich, eventuelle Aktualisierungen, die sich im Jahresverlauf gegebenenfalls ergeben haben, auch über das sonst statische Medium eines gedruckten Kataloges zu erhalten.

Die Struktur des Katalogs orientiert sich an den Rubriken der Website, was die Handhabung und Suche nach Informationen zusätzlich erleichtert. Dennis Kummer, Fachbereichsleiter Land- und Naturtourismus bei pro agro, erklärt: „Mit den QR-Codes im Katalog können die Leser ganz einfach per Scan mehr über die vorgestellten Anbieter und Attraktionen erfahren. Die zusätzlichen Informationen sind recht aufwändig aufbereitet und stehen jederzeit in aktueller Form zur Verfügung, um Auszeiten im Land zu planen.“

Zusätzlich wird die digitale Präsenz des Katalogs über die sozialen Kanäle von pro agro ergänzt: Auf Instagram und Facebook können Interessierte im Kanal „Landpartie“ tagesaktuelle Updates und inspirierende Inhalte rund um das Thema Landurlaub in Brandenburg verfolgen.

vor der Bockwindmühle Vehlefanz

Neben der Print- und Online-Version steht der Katalog „Landurlaub Brandenburg 2025“ wie gewohnt kostenlos in Tourist-Informationen und anderen Ausflugszielen zur Verfügung.

Mit nur wenigen Klicks lässt sich der Katalog auch nach Hause bestellen oder als Flipbook online durchblättern. Die Bestellung für die kostenfreie Zusendung von Katalogen und Broschüren zur Aus-flugsplanung ist über landurlaub-brandenburg.de möglich.

Das Flipbook des Katalogs bietet die direkte Verlinkung auf alle vorgestellten Anbieter ebenfalls via landurlaub-brandenburg.de                               

Der Verband pro agro engagiert sich seit über 30 Jahren für die Vernetzung und Vermarktung von Brandenburger Angeboten und Dienstleistungen aus den Bereichen Agrar- und Ernährungswirtschaft sowie Land- und Naturtourismus.

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Presseeinladung: Brandenburger Schlachtefest – Regionalität als Wirtschaftsfaktor

Paaren im Glien – Am 19. Oktober startet das 26. Brandenburger Schlachtefest.

Regionale Produzenten, nicht nur der fleischverarbeitenden Zunft, präsentieren sich am kommenden Wochenende zum 26. Mal im Rahmen des Brandenburger Schlachtefestes.

Zur offiziellen Eröffnung möchten wir Sie auf diesem Wege herzlich einladen

Eröffnung „Brandenburger Schlachtefest“
am 19. Oktober 2024, 11.00 Uhr
im MAFZ Paaren im Glien, Brandenburghalle
Gartenstr. 1-3, 14621 Schönwalde-Glien, OT Paaren im Glien
(Veranstaltungsbeginn 10.00 Uhr)

Zum Thema der regionalen Wertschöpfung in Brandenburg, ihre Möglichkeiten aber auch aktuelle Hemmnisse für Regionalität stehen Ihnen die Aussteller des regionalen Fleischerhandwerks, weitere Direktvermarkter, die Akteure der Schauschlachtung sowie der Geschäftsführer des Verbandes pro agro e.V., Kai Rückewold, zur Verfügung.

Wie alle Veranstaltungen und Veranstaltungsbeteiligungen des Verbandes pro agro hat auch das Brandenburger Schlachtefest zum Ziel, Bekanntheit und Wertschätzung des regionalen Lebensmittelhandwerks zu steigern und das Bewußtsein für die Bedeutung regionaler Wirtschaftskreisläufe für den Erhalt lebenswerter Strukturen im ländlichen Raum zu schärfen.

Der Verband pro agro engagiert sich seit über 30 Jahren für die Vernetzung und Vermarktung von Brandenburger Angeboten und Dienstleistungen aus den Bereichen Agrar- und Ernährungswirtschaft sowie Land- und Naturtourismus.

Presseeinladung: Potentiale, Wege, Möglichkeiten! 17.10.2024 – Tag der Direktvermarktung und des Ernährungshandwerks

Am Seddiner See – Am 17. Oktober findet in der Heimvolks-hochschule am Seddiner See in diesem Jahr zum 17. Male der Tag der Direktvermarktung und des Ernährungs-handwerks statt – umgesetzt vom Agrarmarketingverband pro agro und dem Forum ländlicher Raum – Netzwerk Brandenburg.

Die Fachtagung widmet sich aktuellen Fragestellungen der Branche – zeigt Wege, Möglichkeiten, Lösungen und Best-Practice-Beispiele. In einem nach wie vor bewegten Marktumfeld soll die Direktvermarktung als wichtiger Kommunikations– und Vermarktungsweg innerhalb der Branche herausgehoben werden und aufzeigen, welche wesentliche Rolle direktvermarktende Unternehmen und Unternehmen des Lebensmittelhandwerks für unsere Lebensmittelkultur, Lebensmittelqualität, für die Grundversorgung und für die Strukturen im ländlichen Raum besitzen.

65 angemeldete Teilnehmer aus Unternehmen der Direktvermarktung und des Ernährungshandwerks im Land Brandenburg sowie Vertreter der regionalen Wirtschaftsförderung, der ländlichen Entwicklung und Gäste aus Politik und Vermarktung widmen sich auf dieser Tagung den aktuellen Fragestellungen der Branche.

17. Oktober 2024

ab 9:15 Uhr Zeit für Gespräche und Interviews

Tagungsbeginn 10:00 Uhr

Heimvolkshochschule am Seddiner See

Seeweg 2, 14554 Seddiner See

Themen, Ablauf und Referenten können sie dem detaillierten Programm anbei entnehmen.           à

Der Verband pro agro engagiert sich seit über 30 Jahren für die Vernetzung und Vermarktung von Brandenburger Angeboten und Dienstleistungen aus den Bereichen Agrar- und Ernährungswirtschaft sowie Land- und Naturtourismus.

Ausrichter der zentralen Eröffnungs-veranstaltung der 30. Brandenburger Landpartie für 2025 gesucht

Schönwalde-Glien – Betrieb für die Zentrale Eröffnungsveranstaltung der 30. Brandenburger Landpartie am Sonnabend, den 14. Juni 2025, gesucht.

Die Brandenburger Landpartie bietet als publikumsstärkste Veranstaltung im ländlichen Raum Brandenburgs jedes Jahr rund 150 Landwirten, Forst- und Fischereiunternehmen, Gärtnereien und ländliche Kultureinrichtungen mit landwirtschaftlichen Bezügen die Gelegenheit sich öffentlichkeitswirksam zu präsentieren sowie durch Information und Aufklärung bei der Zielgruppe der Endverbraucher das Bewußtsein für Regionalität zu stärken.

Dem nun gesuchten Ausrichter der zentralen Eröffnungsfeier der Brandenburger Landpartie, bieten sich als „Erstem unter Gleichen“ darüber hinaus noch einige Möglichkeiten mehr, kommunikativ in Erscheinung zu treten.  Er bildet mit der Gesamtveranstaltung eine werbliche Einheit und ist von der Bekanntgabe auf der „Grünen Woche“ bis zum Veranstaltungswochenende stets in Verbindung mit dem Thema präsent. 2025 feiert die Brandenburger Landpartie zudem ihr 30. Jubiläum, was der zentralen Eröffnungsfeier eine zusätzliche Bedeutung gibt.

pro agro – Verband zur Förderung des ländlichen Raumes in der Region Brandenburg-Berlin e.V. schreibt gemeinsam mit dem LBV Brandenburg e.V. und dem BLV e.V. die Ausrichtung der Zentralen Eröffnungsveranstaltung zur 30. Brandenburger Landpartie am 14.  Juni 2025 aus.

Interessierte Unternehmen wenden sich für Rat und Auskunft zu Anforderungen und Unterstützung bitte an Holger Brantsch (Landesbauernverband Brandenburg e.V.), Tel.: 03328 319 204 oder brantsch@lbv-brandenburg.de oder bei Dennis Kummer (pro agro e.V.): 033230 / 2077-36, kummer@proagro.de.

Weitere Informationen, Bewerbungsunterlage sowie das Anforderungsprofil unter https://www.proagro.de/land-und-naturtourismus/brandenburger-landpartie.

Die Interessensbekundung richten interessierte Unternehmen bitte bis zum 31. Oktober 2024 in digitaler Form (gern PDF) an landpartie<at>proagro.de.

Die Initiative wird ermöglicht durch das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz des Landes Brandenburg.

pro agro-Branchenbarometer: Die Lage bleibt angespannt!

Brandenburgs Lebensmittelerzeuger und -produzenten zeichnen weiter ein düsteres Bild ihrer Lage, wenn auch das Urteil über die Geschäftsaussichten für den Rest des laufenden Jahres um Nuancen freundlicher ausfällt als im Januar 2024 für das gesamte Jahr. Das ändert nichts daran, dass die Stimmung generell weiter pessimistisch ist. Kein Wunder, dass die Appelle der Unternehmen an die Politik nichts an Dringlichkeit verloren haben – auch und gerade im Vorfeld der anstehenden Landtagswahlen in Brandenburg (22. September 2024). Nachfolgend berichten wir über die wichtigsten Ergebnisse der pro agro-Onlinebefragung vom Juli-August 2024, die vor kurzem veröffentlicht worden sind.

Die jüngst erhobenen Daten für die Geschäftsaussichten im zweiten Halbjahr 2024 zeigen, dass die Stimmung in den Unternehmen der Ernährungswirtschaft nach wie vor miserabel ist. Mag sein, dass die positiven Erwartungen mit 25 Prozent leicht gestiegen sind und die Zahl der negativen Prognosen mit 32 Prozent im Vergleich zum Beginn des Jahres abgenommen haben (vgl. Ausgabe 01-02/2024 des Newsletters). Doch Zuversicht sieht anders aus. Denn 43 Prozent der Befragten geben jetzt zu Protokoll, dass sie ihre Meinung nicht geändert haben, also mehrheitlich negativ in die Zukunft blicken.

Als Hauptgründe für diese Lagebeurteilung werden die anhaltend hohen Kostenbelastungen bei Löhnen/Gehältern sowie Rohstoff- und Energiepreisen genannt; das sagt deutlich über die Hälfte aller Befragten. Von einem Drittel der Befragten werden weiter zurückgehende Absatzmengen beklagt. Nach positiven Tendenzen für die Erzeugerpreise befragt, glauben 49 Prozent, dass keine Veränderungen zu erwarten sind, 39 Prozent hoffen auf einen leichten Anstieg.

Dazu pro agro-Geschäftsführer Kai Rückewold: „Es gibt nach wie vor mehr Verlierer als Gewinner in der Inflationskrise, selbst wenn einige Unternehmen bei den Absatzmengen wieder ein kleines Plus vermerken. Für die Mehrheit der Unternehmen ist die Lage aber unverändert: Die Kosten sind hoch, Absatz und zu erzielende Preise stagnieren. Es wird also von der Substanz gelebt oder gespart, wo es nur geht. Das Hauptaugenmerk muss daher auf Absatzförderung liegen, um das Marktgewicht für regionale Produkte zu stützen.“

Angesichts der bevorstehenden Landtagswahlen in Brandenburg hat pro agro die Lebensmittelproduzenten exklusiv befragt, was sie von den politischen Entscheidern nach dem 22. September erwarten. Hier ein Auszug aus dem „Wunschzettel“:

  • Reduzierung der bürokratischen Lasten (49 Prozent)
  • Offensive der Landesregierungen in Berlin/Brandenburg zur Stärkung des Selbstversorgungsgrades (45 Prozent)
  • Bessere Förderangebote für Investitionen ohne KMU-Barrieren (44 Prozent)
  • Weitere finanzielle Unterstützung der Verbraucherkampagne für regionale Produkte (43 Prozent).

Ein weiteres aufschlussreiches Ergebnis der Befragung ist, dass die Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI) bei den Lebensmittel-Produzenten noch nicht in der Breite angekommen ist. 70 Prozent der Unternehmen haben bisher keine Berührungspunkte; 30 Prozent berichten zwar von ersten Anwendungen, allerdings hauptsächlich nur bei Textverarbeitung, Korrespondenz und Werbung. In Prozessen der Produktion, des Vertriebs oder der Personalplanung kommt KI indessen kaum vor (alle Werte unter 20 Prozent). Verankert ist das Thema überwiegend bei den Inhabern und in der Geschäftsleitung; bei den Nichtanwender fehlen Ideen für die praktische Anwendung oder das Wissen über die Vorteile von KI.

Zu den wirtschaftlichen Sorgen zählt bei 44 Prozent der Unternehmen nach wie vor der Arbeitskräftemangel. Hauptsorge ist nach wie vor die Stabilisierung der Personaldecke in den Bereichen Hilfskräfte und Fachpersonal in der Produktion (je 59 Prozent). Allerdings geben auch 37 Prozent der Unternehmen Engpässe beim Verkaufspersonal an. Und was tun die Unternehmen, um Personal zu gewinnen? 56 Prozent sagen, dass neue Mitarbeiter über bereits vorhandene Mitarbeiter geworben werden. 50 Prozent wählen Stellenangebotsoffensiven als wichtigen Punkt aus. Dabei nennen 79 Prozent der Unternehmen Social-Media als Hauptrekrutierungsplattform, gefolgt von der eigenen Unternehmenswebseite (68 Prozent). Im öffentlichen Raum werden Plakate/Aushänge (36 Prozent) und Zeitungen (29 Prozent) genutzt.

Viele Unternehmen glauben, dass ein starker Hebel bei einer Verbesserung der Angebote zur beruflichen Integration durch die Arbeitsagentur liegen könnte.  Jeweils 28 Prozent wünschen sich mehr überbetriebliche Schulungs- und Fortbildungsinitiativen der Branche und eine Landeskampagne zur Imageförderung von Arbeitsplätzen in der Land- und Ernährungswirtschaft.

Informationen zum pro agro Branchenbarometer

Rund 550 Unternehmen wurden an der Online-Befragung beteiligt, 111 Unternehmen haben mitgemacht: davon sind über 50 Prozent als GbR, GmbH, OHG oder KG organisiert, der andere Teil besteht aus KMUs und Einzelunternehmen. Das Branchenbarometer hat keinen Anspruch auf wissenschaftliche Repräsentativität. Über 60 Prozent der Umfrageergebnisse kommen direkt von pro agro–Mitgliedern.

Hinweis: Die Grafiken zur Umfrage können Sie hier herunterladen:

Weinanbau in Brandenburg: Gewerbe mit Zukunft – aber keine Massenkultur

Im Einsatz: Matthias Jahnke bei der aktuellen Weinlese.

Weinanbau in Brandenburg? Klingt für unsere Breitengrade ein bisschen exotisch. Ist es aber nicht, wenn man vom Vergleich mit den traditionellen Anbaugebieten Deutschlands und deren Produktionsmengen absieht. „Klein, aber oho“, das kommt der Wirklichkeit schon näher – jedenfalls in Sachen Qualität. Und nicht nur das. Richtig spannend kann nämlich die Entwicklung in Zukunft werden, wie uns Matthias Jahnke erzählt: „Durch den Klimawandel entwickelt sich unsere Region allmählich zu einem ernstzunehmenden Weinbauland“, prognostiziert der Vorsitzende der Fachgruppe Weinbau im Gartenbauverband Berlin-Brandenburg. Limitierende Faktoren sieht er weniger im Wetter, vielleicht in den Böden und jedenfalls in den gesetzlichen Vorschriften. Nach unserer Analyse des Obst- und Gemüseanbaus in Brandenburg (siehe hier und hier werfen wir diesmal einen Blick auf die Weinproduktion.

Zu den Fakten: Derzeit gibt es in Brandenburg rund 50 Weinbau-Betriebe, die zum Teil in Vereinen bzw. Arbeitsgemeinschaften oder Genossenschaften organisiert sind. „Allein wären sie nicht überlebensfähig“, erklärt Jahnke, Mitinhaber des Weinguts Patke in Pillgram/Jacobsdorf (Oder-Spree). „Das darf man nicht mit den großen Weinbaugebieten in Deutschland vergleichen. Dort hat ein normaler Winzerbetrieb schon allein so große Rebflächen wie Brandenburg insgesamt. Die Rede ist hier von 45 Hektar Rebfläche (bundesweit 108.000 Hektar) mit einer durchschnittlich produzierten Menge von insgesamt 1.600 Hektoliter bzw. 90 Hektoliter pro Hektar Anbaufläche und Jahr.

Die 90 Hektoliter pro Hektar kommen nicht von ungefähr. Das ist nämlich das Maximum, was ein Winzerbetrieb derzeit pro Jahr produzieren darf. So steht es jedenfalls in der „Verordnung zur Durchführung des Weinrechts im Land Brandenburg“. Das hängt zusammen mit der politisch gewollten Agrarstruktur in der Region und natürlich mit der gewünschten Weinqualität. Dessen ungeachtet fallen die Erträge in Menge und Qualität von Jahr zu Jahr unterschiedlich aus – schon allein wegen der Wetterkapriolen. Für das Jahr 2023 stellt sich das folgendermaßen dar: Die produzierte Weinmenge lag im Schnitt zwischen 60 und 90 Hektoliter pro Hektar, wobei die Traubenqualität infolge des günstigen Wetters sehr gut war.

Früchte der Arbeit: Sehr gute Trauben- und Mostqualität.

Wie die Mengen-Resultate im laufenden Jahr aussehen werden, kann man heute, mitten in der Weinlese, noch nicht verlässlich sagen. Da muss nur ein Hagelschlag kommen, der alle Prognosen zunichte macht. „Eine einigermaßen sichere Aussage über Mengen und Qualitäten lässt sich frühestens ab Anfang Oktober machen“, so Jahnke. „Wir erwarten aber eine sehr gute Trauben- und Mostqualität, da wir in unseren Breitengraden eine relativ hohe Sonnenstunden-Zahl haben und unsere Weine durch die vergleichsweise kühlen Nächte eine gute und stabile Säure aufweisen.“

Eine Vorreiterrolle in Deutschland spielen die Brandenburger Winzer bei der Bepflanzung mit pilzwiderstandsfähigen Rebstöcken: Auf mehr als der Hälfte der Weinanbauflächen werden die „Piwi“-Sorten eingesetzt, was gut für die Umwelt und die Portemonnaies der Winzer ist. Und das sind die Vorteile: rund 70 Prozent weniger Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, geringere Bodenverdichtung durch weniger Schlepper-Fahrten, weniger Dieselverbrauch und weniger Personalaufwand. Dies alles führt zu einer spürbaren Verringerung der gesellschaftlichen und persönlichen Kosten.

Vermarktet werden die Weine hauptsächlich in Brandenburg und Berlin, und zwar im Wege der Direktvermarktung, das heißt insbesondere über Hofläden an heimische Kunden oder Touristen und an regionale Gastronomen. Wieso nicht über den Lebensmitteleinzelhandel? „Hier haben wir keine guten Erfahrungen gemacht“, sagt der Winzer und Branchenvertreter und begründet kurz und knapp: „Der Preisdruck ist zu hoch, und die nationalen wie internationalen Weinbaubetriebe sind zu mächtig.“

Blitzblank: Tanks in der Kelterei.

Da die meisten heimischen Winzer die Kosten für Werbung und andere individuelle Marketing-Maßnahmen scheuen, sieht sich der Verband in der Pflicht, Vermarktungs-Plattformen zu schaffen, wo die Brandenburger Weine gezielt in Szene gesetzt werden können. So hat die Wein-Fachgruppe im Gartenbauverband für das kommende Jahr verschiedene verkaufsfördernde Aktivitäten geplant. Dazu zählt etwa eine Jahrgangspräsentation von Weinen in Potsdam und Cottbus sowie Ende August der im ganzen Land stattfindende „Tag des offenen Weinguts“ (ähnlich der alljährlichen „Brandenburger Landpartie“ von pro agro), wo die Winzer Gelegenheit haben, ihre Weingüter und Produkte im unmittelbaren Austausch mit den Kunden zu präsentieren. Über die konkrete Umsetzung befinde man sich mit pro agro bereits im Gespräch, heißt es.

Unabhängig von den Verkaufsförderungsmaßnahmen, die dem Absatz Brandenburger Weine einen positiven Schub verleihen können, beurteilt Jahnke die natürlichen Bedingungen für das heimische Weingewerbe positiv. Nicht nur, dass hier im deutschen Vergleich momentan die besten klimatischen Voraussetzungen herrschen, was im Übrigen „kein Hirngespinst“ von ihm sei, sondern Winzer anderer Regionen jederzeit bestätigen würden. Mehr noch: Durch den Klimawandel werde sich Brandenburg „allmählich zu einem ernstzunehmenden Weinbauland“ entwickeln. Das werde indessen nicht den Charakter einer „Massenkultur“ wie in den großen Weinbaugebieten erreichen. Drei Gründe sprechen seiner Meinung nach dagegen: „Erstens kann man das wegen der gesetzlichen Gegebenheiten nicht erwarten; zweitens sind die Lagen mit guten Böden für den Weinbau hierzulande eher begrenzt; und drittens ist der Weinbau ein äußerst investitionslastiges Gewerbe.“

Was heißt das – „investitionslastiges Gewerbe“? Das beginnt mit dem Kauf, dem Anbau und der Pflege der Pflanzen, gefolgt von der Ernte, der Verarbeitung zu Wein, der Abfüllung in Flaschen, der Etikettierung und schließlich dem Vertrieb. Die komplette Wertschöpfungskette befindet sich also praktisch im Betrieb – und damit auch die Kosten. Der Winzer bringt das auf eine kurze Formel: „In den ersten drei Jahren ist nur Arbeit und kein Ertrag.“ Diese Tatsache wiederum nimmt Matthias Jahnke zum Anlass für folgenden Appell: „Wir wünschen uns von der Politik, dass sie unserer Branche und Arbeit mehr Aufmerksamkeit schenkt; und wir hoffen, dass die Brandenburger Verbraucher die heimischen Produkte stärker wertschätzen.“

Bäckerei Bubner: Nah am Kunden – mit Herz und Verstand

Gutes Marketing: Monika und Thomas Bubner vor „ihrem“ Roggenfeld.

Handwerkliche Tradition und moderne Marketingmethoden: Diese Kombination hat Bäckermeister Thomas Bubner aus dem ländlichen Doberlug-Kirchhain zum nachhaltigen Geschäftsmodell entwickelt. Das 1897 von seinem Ur-Großvater gegründete Unternehmen – damals ein landwirtschaftlicher Betrieb mit angeschlossener Bäckerei – repräsentiert heute 23 Filialen, die in einem Radius von maximal 50 km um die Firmenzentrale im Herzen des Elbe-Elster-Kreises angesiedelt sind. Rund 340 Mitarbeiter halten das Geschäft in Schwung. Seinem Vater war eine solche Entwicklung nicht möglich, da die Betriebsgröße zu DDR-Zeiten auf höchstens zwei Filialen begrenzt war. „Wer sich nicht daran hielt, dem drohte die Enteignung“, erzählt Thomas Bubner, der 1987 in den elterlichen Betrieb einstieg, schon bald darauf die Wende erlebte und das Unternehmen in der freien Marktwirtschaft zur Blüte brachte.

Bubners Unternehmensstrategie und Marktbearbeitung werden bestimmt durch das Vertriebsgebiet. „Wir leben und arbeiten in einer sehr ländlich geprägten Region, das heißt unser Geschäft beruht kaum auf Laufkundschaft, sondern konzentriert sich auf die Stammkundschaft. Da Stammkunden Abwechslung im Angebot wollen, müssen wir uns immer wieder interessant machen“, sagt er. Zu diesem Zweck hat er eigens eine Mitarbeiterin eingestellt, die für Marketing und interne Kommunikation zuständig ist. Gemeinsam mit ihr entwickelt er innovative Sortimentsideen und Aktionen, die der Kundenbindung dienen und damit letztlich für den geschäftlichen Erfolg unabdingbar sind.

Gute Teamarbeit: Voraussetzung für den Erfolg.

Beim Stichwort Marketing nennt der in der vierten Generation tätige Firmenchef vielfältige Aktionen und Produkte, die zum einen saisonal bedingt sind (z.B. Früchte für Kuchen und Torten) oder sich an kirchlichen und weltlichen Ereignissen orientieren (z.B. Ostern oder Valentinstag). Mag man solche Aktivitäten noch als „business as usual“ ansehen, so haben andere Events schon eher außergewöhnlichen Charakter wie Specials zum Internationalen Kindertag oder eine Eis-Aktion am letzten Schultag und vieles mehr. Innovative Produktideen wie der „Sommersnack des Jahres“ (Brotwrap mit Grillgemüse) oder zeitlich limitierte Angebote wie der Apfel-Zipfel kommen der Maxime entgegen, sich selbst interessant und die Kunden neugierig zu machen und dadurch für Frequenz zu sorgen.

Bei so viel Action und wechselnden Produktangeboten ist es wichtig, seine Mitarbeiter zu motivieren, mitzunehmen und auf dem Laufenden zu halten. Das ist Aufgabe der internen Kommunikation. „Wir sind zwar nur ein regionales, aber weit verzweigtes Unternehmen. Unser Verkaufspersonal in den Filialen muss wissen, worum es geht, unsere Philosophie mittragen und unsere wechselnden Angebote erklären können. Damit zeigen wir, dass wir nah am Kunden sind. Das ist für uns viel Arbeit, aber notwendig fürs Geschäft“, betont der Bäckermeister.

Sein Geschäftsmodell versteht Bubner gewissermaßen als Rundum-Versorger: Neben einem umfangreichen und vielfältigen Sortiment, das zum Einkaufen einlädt, sieht er seine Filialen zusätzlich als Kommunikations- und Treffpunkt der Menschen, wo man sich niederlassen, etwas verzehren und sich unterhalten kann. „Wir wollen nicht nur gute Ware und kompetente Beratung anbieten, sondern auch Gastlichkeit leben“, sagt er. So ist rund die Hälfte der Standorte als Cafés eingerichtet, wo man in einer Wohlfühl-Atmosphäre verweilen kann. Die kleineren Filialen sind eher mit Sitzecken und/oder Stehtischen für den Verzehr zwischendurch ausgestattet.

Guter Standort: Bubner-Vorkassenfiliale bei Edeka in Finsterwalde.

„Gerade hier auf dem Land müssen wir dem Kunden viele Gründe bieten, zu uns zu kommen: zum Einkaufen, Frühstücken, Mittagessen und nachmittags zum Kaffeetrinken. Hat man ihn nämlich im Laden, dann wird er gewöhnlich zum Konsumenten“, so Bubner. Beides zusammen – Filialkonzept und Marketingmaßnahmen – fördert also Kundenfrequenz und -reichweite. Das gilt auch für seine acht Verkaufsstellen in den Vorkassenzonen einiger Supermärkte: Edeka, Rewe, Netto und Penny. Vermarktet werden die Produkte nicht nur in den eigenen Filialen, sondern auch partiell über den Online-Shop. Hinzu kommen einige Großverbraucher wie Krankenhäuser, Altenheime und gastronomische Betriebe.

Eine „besondere Herzensangelegenheit“ ist dem Unternehmer das Thema Regionalität. Das betrifft nicht nur Lieferanten und Rohstoffe sowie Verarbeitung und Vermarktung, sondern auch die „Handvoll Produkte, die wir in Bio-Qualität herstellen.“ Er ist also der Verfechter einer (möglichst) lückenlosen regionalen Wertschöpfungskette. Aushängeschild ist die seit neun Jahren bestehende Kooperation mit einem landwirtschaftlichen Betrieb in der Nähe der Backstube, der in Bubners Auftrag eine bestimmte Roggensorte anbaut, die im Spreewald gemahlen und bei ihm verarbeitet wird. Und selbstverständlich von einer wirksamen Marketingmaßnahme begleitet wird: Schildern an strategischen Punkten „seines“ Roggenfeldes, die auf die exklusive Zusammenarbeit hinweisen.

Branchenkooperation auf Produktebene: Regionale Wertschöpfung, breiter aufgestellt

Linkes Bild: Phillip Kliem (Fleischerei Lehmann, links) und Steffen Papendorf (Neumarkt Fleischerei, rechts) erfreuen sich am Gewusel der Fläminger Duroc-Schweine; Rechtes Bild: Bernhardt von der Marwitz (Gut Friedersdorf, links) Isabella Krause (KIWERTa, Mitte) und Jan Heinemann (WDM, rechts) präsentieren die Kichererbse.

Regionale Wertschöpfungsketten schaffen und ausbauen – diese Devise ist in Brandenburg keine leere Floskel, sondern gelebte Praxis. Das gilt insbesondere für die Akteure der heimischen Ernährungswirtschaft – egal ob Erzeuger, Verarbeiter oder Konsumenten von Lebensmitteln. Und immer mit dabei die Politik, die dieses Verhalten nicht nur gutheißt, sondern auch aktiv fördert. Das steht nämlich schwarz auf weiß im Koalitionsvertrag von 2019, dem „Pflichtenheft“ der Brandenburger Landesregierung, und wird vom Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz (MLUK) Zug um Zug umgesetzt. Mehr noch: Die Lebensmittelproduzenten selbst beziehen immer mehr Kollegenbetriebe und damit „seitliche“ Glieder der regionalen Wertschöpfungskette in die Prozessoptimierung sowie Produktentwicklung und -vermarktung mit ein. Wir zeigen Ihnen drei Beispiele einer erfolgreichen Kooperation auf Produktebene.

Das Bestreben, ein zu 100 Prozent natürliches Eis herzustellen, treibt die Eismanufaktur jeden Tag aufs Neue an. Die Zufriedenheit der Kunden bestätigt diese Mission. Die hauseigenen Rezepturen hat die Eismanufaktur über die Jahre verfeinert, um heute sagen zu können: „Unser Eis am Stiel schmeckt nach dem, was drin ist.“ Das Unternehmen verarbeitet echte Früchte, Milch und Joghurt aus der Region Brandenburg und verwendet ausschließlich Fairtrade Zucker.

„Besonders die Zusammenarbeit mit Benjamin Meise, Inhaber und Geschäftsführer der Fürstenwalder Agrarprodukte GmbH, ist für uns eine ganz besondere Verbindung und Vernetzung mit der Region. Die Qualität seiner Milch- und Joghurt-Produkte hat uns und unsere Kunden in der Weiterverarbeitung absolut überzeugt“, so Jörg Ellmer, Inhaber von California Pops. Die Fürstenwalder Agrarprodukte bestätigen dies ihrerseits mit einem Verkauf des Eis am Stiel auf ihrem eigenen Hof. Für die künftige Zusammenarbeit gibt es, so Ellmer, schon neue Ideenansätze.

Der bio-vegane Brandenburger Kichererbsen-Topf im Glas ist ein Ergebnis des vom Land Brandenburg geförderten Projekts KIWERTa. Im Rahmen von KIWERTa wird gemeinschaftlich versucht, in der Region eine nachhaltige Wertschöpfungskette rund um die Kichererbse zu entwickeln, die von der Erzeugung über die Verarbeitung bis zum Handel und der Gastronomie reicht. Projektnehmerin ist die Regionalwert AG Berlin-Brandenburg. Gut Friedersdorf baut die biozertifizierten Kichererbsen an und WDM („Wünsch Dir Mahl“) sorgt für die Weiterverarbeitung sowie den Vertrieb in der Region.

Um im Anbauspektrum neben klassischem Getreide, Körnermais oder Sonnenblume den Betrieb in Zeiten des Klimawandels zukunftsfähiger zu gestalten, experimentiert Gut Friedersdorf bereits seit 2021 mit Kichererbsen. Die regional angebauten Hülsenfrüchte sind die Hauptzutat des Eintopfs. Die Kichererbsen überzeugen, so WDM, durch ihren milden, nussigen Geschmack und ihre zarte Textur. Sie werden in einem ausgewogenen Mix aus frischem, saisonalem Gemüse wie saftigen Möhren und sonnengereiften Tomaten verarbeitet.

„Vom Futter bis zur Wurst – alles aus der Region Fläming“. So lautet das Motto der Neumarkt Fleischerei in Jüterbog „Im Herzen der Mark Brandenburg, auf den Feldern im Übergang vom Niederen zum Hohen Fläming, liegen unsere Weidelandschaften und Anbauflächen. Die Basis guten, ehrlichen Fleischgeschmacks erzeugen wir seit 1990 mit naturnaher, artgerechter Tierhaltung, eigener Futtermittelherstellung und Verarbeitung in handwerklicher Fleischertradition.“, so Geschäftsführer Steffen Papendorf. Als Tochtergesellschaft profitiert die Neumarkt Fleischerei im großen Umfang vom Anschluss an die Jüterboger Agrargenossenschaft, die die Futtermittelproduktion und die Aufzucht der Tiere (Fleckvieh-Kühe, Fläminger Duroc-Schweine) übernimmt.

Andere Fleischerbetriebe wurden nie als Konkurrenten, sondern stets als Chance für die Kooperation betrachtet. Durch den Strukturwandel bzw. die immer weniger werdenden Handwerksbetriebe bewährt sich die langfristig praktizierte Kooperation und wird auch die Zukunft bestimmen. Insbesondere in Zusammenarbeit mit der Fleischerei Lehmann aus Trebbin oder mit der Hoffleischerei Kaplick in Alt Bork im Fläming werden die Tiere der Neumarkt Fleischerei geschlachtet. Zur Verarbeitung und Verpackung geht das Fleisch zurück nach Jüterbog.

Nationale Pferdetourismuskonferenz in Hoppegarten – Nachhaltigkeit, gesellschaftliche Akzeptanz und Krisenbewältigung im Fokus

Am 12. und 13. September fand in Hoppegarten die diesjährige nationale Pferdetourismuskonferenz statt. Insgesamt 55 engagierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus verschiedenen Regionen Deutschlands berieten und diskutierten über zentrale Themen wie Nachhaltigkeit, gesellschaftliche Akzeptanz, Krisenbewältigung in den eigenen Betrieben sowie die bestmögliche Vermarktung ihrer Angebote.

Erfolgreiche Neuauflage nach vierjähriger Pause

Initiiert wurde die Konferenz von der Bundesarbeitsgemeinschaft Deutschland zu Pferd e.V. und organisiert vom Brandenburger Agrarmarketingverband pro agro e.V.. Das beim Verband angesiedelte „Pferdeland Brandenburg“ wählte als Austragungsort die traditionelle Rennbahn in Hoppegarten, ein Leuchtturm der Pferdeerlebnisorte in Brandenburg. Die Veranstaltung bot den Teilnehmern nicht nur die Möglichkeit zum fachlichen Austausch, sondern auch ein inspirierendes Netzwerkumfeld.

Einhelliges Lob für das Konzept und die Atmosphäre der Neuauflage der Konferenz nach vierjähriger Pause kam von den Anwesenden. „Es war wirklich ein inspirierendes und nettes Umfeld, es fiel leicht, mit den anderen ins Gespräch zu kommen“, so Frau Nicole Schwarz, Geschäftsführerin des Landesverbandes Pferdesport Berlin-Brandenburg. „Sie boten das passende Umfeld für intensiven Austausch“, ergänzt Herr Dr. Puffert, der das Kinderland in der Schorfheide leitet.

Neben den Initiativen der Anbieter braucht es auch mehr Unterstützung aus Verwaltung und Vermarktung in den Regionen

Die Konferenz war geprägt von praxisnahen Vorträgen und lebhaften Diskussionen, die das Bewusstsein für die aktuellen Herausforderungen im Pferdetourismus schärften. Die Themen Nachhaltigkeit und Krisenresilienz rückten dabei besonders in den Fokus, ebenso wie die Frage, wie Betriebe ihre Angebote zukünftig zielgerichteter vermarkten können. Hier wünschte man sich auch von Seiten der Verwaltung sowie der Regional- und Tourismusvermarkter vor Ort mehr Gespür und Bewußtsein für die Angebote des Pferdetourismus als Wirtschaftsfaktor in den Regionen.

Die Veranstalter zeigten sich erfreut über das rege Interesse und die positiven Rückmeldungen. Ziel der Konferenz war es, den Teilnehmern nicht nur neue Impulse mit auf den Weg zu geben, sondern auch das Gefühl zu stärken, Teil einer solidarischen und zukunftsorientierten Branche zu sein.

Die nächste nationale Pferdetourismuskonferenz ist bereits in Planung – der Austausch und das Networking rund um Pferdethemen bleiben also auch zukünftig ein fester Bestandteil der Branche.

Der Agrarmarketing-Verband pro agro e.V. engagiert sich seit über 30 Jahren für die Vernetzung und Vermarktung von Brandenburger Produkten und Dienstleistungen aus den Bereichen Agrar- und Ernährungswirtschaft sowie Land- und Naturtourismus. Ein Team von aktuell 16 Mitarbeitern betreut zudem eine Vielzahl von Zukunftsprojekten zur Stärkung der Branche und des ländlichen Raums in Brandenburg/Berlin.

Informationen zum „Pferdeland Brandenburg“ unter www.pferdeland-brandenburg.de


Die Illustrationen zur PI und ein weiteres Bild erhalten Sie in höherer Auflösung für die Dauer von 7 Tagen hier.

Presseeinladung – Tourismusexperten aus dem gesamten Bundesgebiet treffen sich in Brandenburg zum Erfahrungsaustausch rund um das Thema Pferdetourismus

Am 12. und 13. September 2024 findet auf der traditionsreichen Rennbahn Hoppegarten die Nationale Pferdetourismuskonferenz 2024 statt.

Auf Initiative der Bundesarbeitsgemeinschaft Deutschland zu Pferd, bei der der Verband pro agro e.V. als Gründungsmitglied aktiv mitwirkt, findet die Neuauflage der Konferenz nach einer vierjährigen Pause in Brandenburg statt. Der Verband pro agro hat hierfür die Planung, Organisation und Durchführung der Veranstaltung übernommen.

Ort:   Rennbahn Hoppegarten, Goetheallee 1, 15366 Hoppegarten

Donnerstag, 12.09.2024, 13.00 bis 18.00 Uhr

Thema: Nachhaltigkeit in der Pferde(tourismus)branche

An diesem Tag dreht sich alles um den nachhaltigen Pferdetourismus! Unsere Gastredner bieten exklusive Einblicke in innovative, zukunftsorientierte Pferdebetriebe und zeigen Wege auf, wie die gesellschaftliche Akzeptanz des Pferdes gestärkt werden kann. Ferner gibt es einen exklusiven Blick hinter die Kulissen der weltberühmten Rennbahn Hoppegarten!

Freitag, 13.09.2024, 9.00 bis 14.30 Uhr

Thema: Vermarktung der eigenen Angebote

Heute geht es um die Vermarktung im Pferdetourismus. Von den Grundlagen des Social Media Marketings bis hin zu rechtlichen Aspekten zeigen die Experten, wie aus einmaligen Hofbesuchern treue Stammgäste werden können. Praxisnahe Einblicke von zertifizierten Gästeführern und erfahrenen Hofbesitzern runden das Programm ab.

Ablauf und Referenten können Sie der Programmübersicht (PDF) entnehmen. Wir würden uns freuen, Sie in Hoppegarten begrüßen zu dürfen. Für unsere bessere Planung bitten wir Sie, uns bis Mittwoch, den 11.09., über Ihre Teilnahme zu informieren (pferdeland (at) proagro.de).

Über eine Berichterstattung zur 7. Nationalen Pferdetourismuskonferenz würden wir uns sehr freuen.

Der Verband pro agro engagiert sich seit 30 Jahren für die Vernetzung und Vermarktung von Brandenburger Angeboten und Dienstleistungen aus den Bereichen Agrar- und Ernährungswirtschaft sowie Land- und Naturtourismus.

Branchenbarometer Ernährungswirtschaft Brandenburg:  Lage weiter angespannt, Erwartungen an Politik eindeutig, KI noch kein Thema

Halbjahresumfrage 2024 von pro agro zeigt realistisches Bild der Stimmung in den Unternehmen

Schönwalde-Glien – 111 Unternehmen haben sich im Juli und August an der Befragung für das pro agro-Branchenbarometer zur Jahresmitte beteiligt. Neben den obligatorischen Fragekomplexen zur allgemeinen wirtschaftlichen Lage kamen Sonderfragen zum Dauerthema Personalmangel, zur Nutzung von Künstlicher Intelligenz und zum Blick auf die Landtagswahlen hinzu.

Aktuelle wirtschaftliche Situation der Branche

Mehr als die Hälfte der befragten Unternehmer geben an, dass sich seit Beginn des Jahres ihre Prognose zu den Geschäftsaussichten im Vergleich zum Vorjahr verändert hat. Bedenklich dabei: 51 Prozent davon beurteilen die Aussichten schlechter als noch in ihrer Prognose zu Jahresbeginn und 12 Prozent deutlich schlechter. Bei der Lagebeurteilung werden als Hauptgründe, die auch für das 2. Halbjahr prognostizierten, anhaltend hohen Kostenbelastungen in den Bereichen Löhne/Gehälter, Energie und Rohstoffpreise von deutlich über der Hälfte der Befragten benannt. Von einem Drittel der Befragten werden auch noch weiter zurückgehende Absatzmengen beklagt. Nach positiven Tendenzen für die Erzeugerpreise gefragt, glauben 49 Prozent, dass keine Veränderungen zu erwarten sind, 39 Prozent hoffen auf leichte Anstieg.

Kai Rückewold, Geschäftsführer des Verbandes pro agro: „Es gibt nach wie vor mehr Verlierer als Gewinner in der Inflationskrise. Es gibt Unternehmen, die bei Absatzmengen wieder ein wenig Plus vermerken. Für die Mehrheit der Unternehmen bleibt es unverändert: Die Kosten sind hoch, Absatz und zu erzielende Preise stagnieren – es wird von der Substanz gelebt oder gespart, wo es nur geht. Das Hauptaugenmerk muss daher auf Absatzförderung liegen, um das Marktgewicht für regionale Produkte zu stützen.“

Vor der Landtagswahl in Brandenburg

Was wünschen sich Unternehmen von den politischen Entscheidern nach der Landtagswahl in Brandenburg am 22. September? Vier Themen liegen bei knapp 50 Prozent der Befragten nahezu gleichauf:

Reduzierung von bürokratischen Lasten (49%)

Offensive der Landesregierungen in Brandenburg/Berlin zur Stärkung des Selbstversorgunggrades (45%)

Bessere Förderangebote für Investitionen ohne KMU-Barrieren (44%)

Weitere finanzielle Unterstützung bei Verbraucherkampagne für regionale Produkte (43%)

Nur 14 Prozent der Unternehmen haben keinerlei Erwartungen mehr an die Politik.

Innovations-Hoffnung Künstliche Intelligenz (KI)?

In der Ernährungswirtschaft sind KI-Anwendungen noch nicht in der Breite angekommen.  70 Prozent der befragten Unternehmen haben bisher keine Berührungspunkte, 30 Prozent berichten von ersten Anwendungen. Überraschend allerdings, dass bei diesen Unternehmen KI kaum in Prozessen der Produktion, des Vertriebs oder Personalplanung vorkommt (alle Werte unter 20 Prozent). Hauptanwendungsbereiche sind Textbearbeitung, Korrespondenz und Werbung. Verankert ist das Thema überwiegend bei den Inhabern und in der Geschäftsleitung: bei den Nichtanwendern fehlen Ideen für die praktische Anwendung oder fehlendes Wissen zu Vorteilen.

Dauerthema Personalbeschaffung

Aufgrund der wirtschaftlichen Sorgen ist der Arbeitskräftemangel nach wie vor akut, aber nur 44 Prozent der Unternehmen beklagen aktuellen Arbeitskräftemangel. Hauptsorge ist nach wie vor die Stabilisierung der Personaldecke in den Bereichen Hilfskräfte und Fachpersonal in der Produktion (jeweils 59%). Allerdings geben auch 37 Prozent der Unternehmen Engpässe bei Verkaufspersonal an. Und was tun die Unternehmen, um Personal zu gewinnen? 56 % gaben an, dass neue Mitarbeiter über bereits bestehende Mitarbeiter geworben werden. 50 % wählten Stellenangebotsoffensiven als wichtigen Punkt aus. Dabei gaben 79 Prozent der Unternehmen Social-Media als Hauptrekrutierungsplattform an, gefolgt von der eigenen Unternehmenswebseite (68%). Im öffentlichen Raum werden Plakate/Aushänge (36%) und Zeitungen (29%) genutzt.

Viele Unternehmen glauben, dass ein starker Hebel bei einer Verbesserung der Angebote zur beruflichen Integration durch die Arbeitsagentur liegen könnte.  Jeweils 28 Prozent wünschen sich mehr überbetriebliche Schulungs- und Fortbildungsinitiativen der Branche und eine Landeskampagne zur Imageförderung vom Arbeitsplatz „Land- und Ernährungswirtschaft“.

Hintergrundinfo zum pro agro Branchenbarometer:

Rund 550 Unternehmen wurden an der Online-Befragung beteiligt, 111 Unternehmen haben mitgemacht: davon sind über 50 Prozent als GbR, GmbH, OHG oder KG organisiert, der andere Teil besteht aus KMUs und Einzelunternehmen. Das Branchenbarometer hat keinen Anspruch auf wissenschaftliche Repräsentativität. Über 60 Prozent der Umfrageergebnisse kommen direkt von pro agro – Mitgliedern.

Der Agrarmarketing-Verband pro agro e.V. engagiert sich seit über 30 Jahren für die Vernetzung und Vermarktung von Brandenburger Produkten und Dienstleistungen aus den Bereichen Agrar- und Ernährungswirtschaft sowie Land- und Naturtourismus. Ein Team von aktuell 16 Mitarbeitern betreut zudem eine Vielzahl von Zukunftsprojekten zur Stärkung der Branche und des ländlichen Raums in Brandenburg/Berlin.

Brandenburg von seiner schönsten Seite: „Pferdeorte erleben“ vom 8. September bis 8. Oktober 2024

Paaren-Glien – In diesem Herbst präsentiert Brandenburg wieder seine einzigartige Veranstaltungsreihe unter dem Motto „Brandenburger Pferdeorte erleben“. Vom 8. September bis zum 8. Oktober 2024 haben Pferdeliebhaber, Familien und Kulturinteressierte die Gelegenheit, die vielfältigen Facetten rund ums Pferd in der Region zu entdecken.

Die Veranstaltungsreihe „Brandenburger Pferdeorte erleben“ bietet über einen Monat hinweg zahlreiche Events an verschiedenen Orten in Brandenburg. Die Highlights umfassen:

Pferdefeste und Reitturniere
Aufregende Reitturniere und traditionelle Pferdefeste, bei denen die besten Reiter und Pferde aus der Region ihr Können unter Beweis stellen, beispielsweise das Potzlower Fahrturnier auf dem Pferdehof Ruhnau am 21./22.9.2024.

Führungen und Besichtigungen
Auf Historischen Gestüten und modernen Reitanlagen können Interessierte mehr über die Geschichte und die Entwicklung des Pferdesports in Brandenburg erfahren; so zum Beispiel auch auf den Neustädter Hengstparaden am 14./21./28.9.2024.

Familienfreundliche Veranstaltungen
Eine Vielzahl von familienfreundlichen Aktivitäten, darunter Ponyreiten für Kinder, sowie interaktive Programme, die die Bedeutung des Pferdes in der Region verdeutlichen. Wie wäre es hier mit einem Kinder-Camp auf dem Hof von Maximiliane Tischer in Heideblick zum Weltkindertag am 20.09.2024?

Workshops und Seminare
Spannende Workshops zu verschiedenen Aspekten der Pferdehaltung und -pflege. Experten teilen ihr Wissen über die richtige Pflege und das Training von Pferden. Mit dabei sind u.a. ein Hufpflegeseminar, eines zum Stressabbau oder auch spezielle Reitkurse.  

„Brandenburger Pferdeorte erleben“ ist die perfekte Gelegenheit, die tief verwurzelte Beziehung zwischen Brandenburg und dem Pferd hautnah zu erleben. Das Land, mit seiner Tradition im Pferdesport lädt ein, die faszinierende Vielfalt und das kulturelle Erbe rund um diese edlen Tiere auf eine ganz besondere Weise zu entdecken. Eine Chance Brandenburg aus einer neuen Perspektive zu erleben und sich von der Faszination der Pferde mitreißen zu lassen!

Detaillierte Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen und den Terminen gibt es auf der offiziellen Website:  https://www.pferdeland-brandenburg.de/pferdeorte-erleben-2024/              

Die Illustrationen finden Sie in höherer Auflösung für die Dauer von 7 Tagen nach Versand dieser PI unter diesem Link                                                                                            

Der Agrarmarketing-Verband pro agro e.V. engagiert sich seit über 30 Jahren für die Vernetzung und Vermarktung von Brandenburger Produkten und Dienstleistungen aus den Bereichen Agrar- und Ernährungswirtschaft sowie Land- und Naturtourismus. Ein Team von aktuell 16 Mitarbeitern betreut zudem eine Vielzahl von Zukunftsprojekten zur Stärkung der Branche und des ländlichen Raums in Brandenburg/Berlin.

7. Norddeutscher Ernährungsgipfel: „Zurück in die Zukunft… oder wie aus Herausforderung neue Perspektive wird

“Verlässliche Rahmenbedingungen sind das A und O für die Branche

Rostock/Paaren-Glien, Die Herausforderungen der Ernährungswirtschaft in Norddeutschland bleiben groß. Während die Branche in den letzten Jahren durch Pandemie, Inflation und geopolitische Krisen erheblich unter Druck geraten ist, steht sie weiterhin vor der Aufgabe, sich permanent an neue Gegebenheiten anpassen zu müssen. Unter dem Motto „Zurück in die Zukunft…oder wie aus Herausforderung neue Perspektive wird“ treffen sich am Donnerstag, dem 5. September 2024, ca. 200 Experten aus Norddeutschland in Warnemünde zum
7. Norddeutschen Ernährungsgipfel (NEG).
Das Ziel der diesjährigen Veranstaltung besteht insbesondere darin, den Dialog zwischen Wirtschaft, Politik und Landwirtschaft zu intensivieren, um Lösungen für die drängendsten Probleme der Branche (z. B. Stärkung regionaler Wertschöpfungsketten oder die Schaffung fairer Wettbewerbsbedingungen) zu finden. Organisiert wird die Veranstaltung von der Marketinggesellschaft der Agrar- und Ernährungswirtschaft Mecklenburg-Vorpommern e.V. (AMV), und dem Brandenburger Agrarmarketingverband pro agro.

Die norddeutsche Ernährungswirtschaft kämpft weiterhin mit gestiegenen Rohstoff- und Energiekosten, einem anhaltenden Fachkräftemangel und einem unsicheren Konsumklima. Gleichzeitig sind die Anforderungen an die Branche, etwa durch strengere Umwelt- und Tierwohlauflagen, gestiegen. Die Unternehmen sehen sich gezwungen, ihre Produktionsprozesse nachhaltiger zu gestalten, was jedoch mit erheblichen Investitionen verbunden ist.

Die aktuellen Umfrageergebnisse des AMV zur Situation der Ernährungsbranche in Mecklenburg-Vorpommern zeigen die drängenden Probleme der Branche:

•           Kosten und Preisgestaltung: Nur 13,25 % der Unternehmen können gestiegene Produktionskosten vollständig weitergeben. Fast 45 % der Unternehmen schaffen dies nur teilweise, was zu erheblichem finanziellem Druck führt.

•           Personal und Unternehmensstruktur: Die Zahl der Unternehmen, die Personal abbauen oder umstrukturieren, hat sich von 14,58 % im Vorjahr auf 34,94 % erhöht. Auch Betriebsaufgaben und Unternehmensverkäufe stehen für 20,48 % der Unternehmen zur Diskussion.

•           Kooperationen und Digitalisierung: 68,67 % der Unternehmen suchen verstärkt nach neuen Absatzmöglichkeiten und Vermarktungspartnern. 50,60 % setzen auf Digitalisierung und Energieeffizienz als zentrale Elemente ihrer Strategie.

Weiterhin berichten 60 % der Unternehmen von einer Verschlechterung ihrer wirtschaftlichen Lage im Vergleich zum Vorjahr. Nur 30 % konnten ihre Umsätze steigern und fast 50 % der Betriebe haben Schwierigkeiten, die gestiegenen Kosten an den Handel weiterzugeben.

 „Die Krisen der vergangenen Jahre als auch die aktuellen Konflikte haben gezeigt, wie wichtig die regionale Lebensmittelproduktion für die Versorgung der Bevölkerung ist. Es ist daher essentiell, dass die Politik endlich handelt und verlässliche Rahmenbedingungen schafft, die unsere regionale Produktion nachhaltig sichern“, erklärt Tobias Blömer, Vorsitzender des AMV. „Hierzu zählen vor allem der Bürokratieabbau, die Unterstützung der regionalen Absatzförderung und Wertschöpfungsketten, die Schaffung fairer Wettbewerbsbedingungen z. B. durch einen Schutz vor zollfreien Billigprodukten mit schlechteren Standards oder die Deckelung der staatlichen Abgaben“, so Blömer weiter.

Im Land Brandenburg fordern im aktuellen pro agro-Branchenbarometer knapp die Hälfte der Unternehmen kontinuierliche Landesoffensiven für regionale Lebensmittel und die Stärkung von Selbstversorgungsgraden:

„Nach langwierigen, intensiven Gesprächen ist es uns im Land Brandenburg im Jahr 2024 endlich gelungen, die Ministerien für Wirtschaft und Landwirtschaft gemeinsam an einen Tisch zu holen. Im Ergebnis konnten wir erreichen, dass eine breite Informationskampagne für den Kauf regionaler Lebensmittel finanziert wird. Das löst zwar nicht die strukturellen Herausforderungen, kann aber beim Absatz helfen. Und am Ende ist das entscheidend: Verbraucher müssen unsere regionalen Produkte bevorzugt in den Einkaufskorb legen,“ ergänzt Hanka Mittelstädt, Vorstandsvorsitzende von pro agro und SPD-Landtagskandidatin für die anstehende Landtagswahl am 22. September, die Aussagen des AMV.

Weitere Ergebnisse des pro agro-Branchenbarometers zum Halbjahr 2024:

Etwas mehr als die Hälfte der Unternehmer (53 %) geben an, dass sich seit Beginn des Jahres ihre Geschäftsaussichten verändert haben. Bedenklich dabei ist das: 51 % die Aussichten schlechter und 12 % als deutlich schlechter beurteilen.

Aufgrund der wirtschaftlichen Sorgen ist der Arbeitskräftemangel nach wie vor akut, aber nur 44 % der Unternehmen beklagen aktuellen Arbeitskräftemangel. Hauptsorge ist nach wie vor die Stabilisierung der Personaldecke in den Bereichen Hilfskräfte und Fachpersonal in der Produktion (jeweils 59%).

In der Ernährungswirtschaft sind KI-Anwendungen noch nicht in der Breite angekommen.  70 Prozent der befragten Unternehmen haben bisher keine Berührungspunkte.

Der diesjährige Gipfel widmet sich weiterhin den Themen des Generationenwandels, der Digitalisierung und Automatisierung sowie den neuen Anforderungen an Nachhaltigkeit und Finanzierung in der Ernährungswirtschaft. Wichtig ist hierbei die konkrete Umsetzung der Ideen in den betrieblichen Alltag.

Die Veranstaltung wird von insgesamt 28 Sponsoren und Partnern sowie 15 Produzenten und von den Marketingnetzwerken aus den anderen norddeutschen Bundesländern unterstützt. Premiumsponsor ist die Lienig Wildfruchtverarbeitung GmbH aus Zossen. Der Ernährungsgipfel wird zusätzlich von einer Fachausstellung begleitet.

Aktuelle Zahlen zum Ernährungsgewerbe in Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern nimmt die Ernährungswirtschaft traditionell einen großen Stellenwert ein. Sie zeichnet sich durch eine große Zahl leistungsfähiger mittelständischer Unternehmen sowie ein qualitativ hochwertiges und vielfältiges Produktsortiment aus. Derzeit sind in den 88 Betrieben mit mehr als 50 Mitarbeiter über 14.400 Mitarbeiter beschäftigt. Die Branche erwirtschaftete dabei einen Jahresumsatz von rund 4,5 Mrd. Euro.

Der Anteil der Ernährungsindustrie am Gesamtumsatz des verarbeitenden Gewerbes beträgt ca. 33 Prozent. Nimmt man noch die Umsätze der Futtermittel- und Getränkeindustrie hinzu, würde der Umsatzanteil auf 36,8 % steigen. Die Ernährungswirtschaft ist damit innerhalb des verarbeitenden Gewerbes sowohl gemessen an der Zahl der Beschäftigten als auch nach dem Umsatz der größte Industriezweig in Mecklenburg-Vorpommern.

Doch nicht nur mittelständische Traditionsunternehmen prägen das Bild Mecklenburg-Vorpommerns, sondern ebenso die enorme Vielzahl an Klein- und Kleinstunternehmen, welche statistisch nicht erfasst werden.

Aktuelle Zahlen zum Ernährungsgewerbe in Brandenburg

Der Verbrauchermarkt in der Region Brandenburg-Berlin mit 6 Mio. Verbrauchern bietet ein großes Potenzial für den Aufbau von Wertschöpfungsketten aus dem ländlichen Raum (Landwirtschaft, Direktvermarktung, Ernährungswirtschaft, Handel und Gastronomie) zu den Verbraucherzentren mit Berlin an der Spitze. Die Ernährungswirtschaft gehört zu den wesentlichen Wirtschaftszweigen. Für das Land Brandenburg ist die Branche mit 164 Betrieben, einem Jahresumsatz von 4,38 Mrd. € sowie 12.000 sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten (in Betrieben ab 20 Mitarbeiter) eine herausragende regionalwirtschaftliche Größe.

Marketinggesellschaft der Agrar- und Ernährungswirtschaft Mecklenburg-Vorpommern e.V. (AMV)

Der AMV ist seit fast 25 Jahren das größte Netzwerk der Agrar- und Ernährungswirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern – der umsatzstärksten Branche innerhalb des verarbeitenden Gewerbes im Bundesland. Unter seinem Dach vereint er sowohl konventionell als auch ökologisch arbeitende Betriebe aus Industrie und Handwerk. Derzeit umfasst er 154 Netzwerkpartner – 87 Produzenten der Agrar- und Ernährungswirtschaft, 44 Fördermitglieder sowie 23 Kooperationspartner.

pro agro – Verband zur Förderung des ländlichen Raumes in der Region Brandenburg/Berlin e.V.

Der Verband pro agro als größtes Branchennetzwerk in Brandenburg/Berlin engagiert sich seit über 30 Jahren für die Vernetzung und Vermarktung von Brandenburger Angeboten und Dienstleistungen aus den Bereichen Agrar- und Ernährungswirtschaft sowie Land- und Naturtourismus – von Uckermark bis Lausitz, von Ernährungswirtschaft bis Direktvermarktung, konventionell und biologisch wirtschaftend. Derzeit gehören zum Verband 408 Mitglieder, 18 Förderer sowie rund 50 weitere Kooperationspartner. Die Mitglieder des pro agro e.V. generieren in Summe einen Jahresumsatz von ca. 2 Milliarden Euro.

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