IGV Institut für Getreideverarbeitung GmbH

Seit 55 Jahren gibt es das IGV am Standort Rehbrücke in der Gemeinde Nuthetal. Das ist Geschichte und Zukunft zugleich. 53 Jahre davon hatte Dr. Peter Kretschmer aktiv mitgestaltet und wechselte jetzt aus dem operativen Geschäft in den Aufsichtsrat. Seit September 2015 leitet Dr. Gerd Huschek das renommierte Institut als Geschäftsführer.

Die Erforschung von innovativen Lebensmitteln und Verfahren ist seit der Gründung 1960 ein überaus spannendes Feld für Lebensmittel­ingenieure und Technologen. Viele bekannte Produkte wie die Erdnussflips, Cornflakes, Kuko-Reis, Tempolinsen oder das Rehbrücker Toastbrot zeugen von der Kreativität und vom Schöpfergeist aus dieser Zeit. Dass man mit Forschung und Entwicklung allein nicht dauerhaft erfolgreich sein kann, ist aus betriebswirtschaftlicher Sicht nicht ganz neu und verständlich.

So hatte Dr. Kretschmer kurz vor seiner Übergabe die Weichen für ein strategisches Umdenken gestellt, indem er in ein neues Technikum für Biotechnologie und pflanzliche Lebensmittel investierte. Knapp drei Millionen Euro flossen in den Bau und die Ausstattung mit neuen Laboren und Technik für die Herstellung von Lebensmitteln und die Durchführung von großtechnischen Versuchen. Diese Weitsicht passt auch gut zur grundsätzlichen Einstellung des neuen Geschäftsführers Dr. Gerd Huschek, der aus den eigenen Reihen kommt und im Laborgeschäft groß geworden ist: „Wir sind eine GmbH und müssen Geld verdienen“, sagt er. Da würden am Ende nun mal die nackten Zahlen über den Erfolg entscheiden. Eine Neuausrichtung erschien unausweichlich. Wer sich einen Überblick über das Unternehmen auf der Internetseite verschafft, erkennt heute eine moderne Marke, die sich im Wettbewerb behauptet.

Das IGV wird künftig verstärkt in die Produktion von Lebensmitteln einsteigen. Das Geschäft mit Extrakten aus Mikroalgen und Pflanzen soll weiter wachsen sowie das Laborgeschäft und Bäckereidienstleistungen in Industrie und Handwerk gestärkt werden. Vor allem das Geschäftsfeld proteinhaltige Lebensmittel wird massiv ausgebaut. Neue Businesspläne, Industriekontakte und Bankgespräche sollen dem IGV entsprechende Wachstumsimpulse verleihen, um das Profil der drei neuen Geschäftsbereiche IGV FOODTECH, IGV PLANTTECH und IGV TESTLAB weiter zu schärfen. Die größten Potenziale sieht Dr. Huschek derzeit in den Technologiebereichen  Extrusion und Extraktion.

Die Produktpalette für größere Angebotsmengen reicht von veganen Proteinerzeugnissen auf Basis von allergenfreien Rohstoffen wie der Erbse, über Wirkstoffextrakte für die Kosmetikindustrie bis hin zu neuen Kombinationen aus beiden Produktbereichen. „Für den wirtschaftlichen Erfolg werden wir den IGV-Betrieb nicht komplett umkrempeln“,  betont Dr. Huschek. Bewährtes wie die Aus- und Weiterbildung inklusive Sensorik im Bäckereisektor, die begleitende Mühlentechno-logie, einiges an Grundlagenforschung im Algenbereich und den weiteren Ausbau der Massenspektrometrie im Laborbereich benötigt man weiter für einen gelungenen Wissenschafts- und Produktionsmix. Daher legt man beim Institut für Getreideerarbeitung großen Wert auf die Förderung des Nachwuchses und kooperiert mit den Universitäten in Potsdam und Berlin.

Kontakt:

IGV Institut für Getreideverarbeitung GmbH

Arthur-Scheunert-Allee 40-41

14558 Nuthetal

Telefon 033200/89-0

igv-office@igv-gmbh.de

www.igv-gmbh.de

 

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