Die internationale Leitmesse für Landwirtschaft, Ernährung und Gartenbau glänzte nicht nur im Scheinwerferlicht des 100jährigen Jubiläums, sondern konnte auch einen fulminanten Rekord bejubeln. Rund 350.000 Besucher aus dem In- und Ausland waren vom 16. bis 25. Januar 2026 nach Berlin gekommen, um sich über weltweite Innovationen zu informieren – 40.000 mehr als ursprünglich erwartet! Dichtes Gedränge herrschte auch an den Ständen in der Brandenburg-Halle (21a). Bilanz von pro agro-Geschäftsführer Kai Rückewold: „Eine Messe wie die Grüne Woche ist eine der wichtigsten Plattformen im Jahr, um für die Produkte und Angebote vor den Toren Berlins zu werben.“
Das Brandenburger Ministerium für Land- und Ernährungswirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz (MLEUV) zeigte sich als Ausrichter der Brandenburg-Halle ebenfalls äußerst zufrieden. „Trotz angespannter wirtschaftlicher Lage vermelden unsere Aussteller deutlich höhere Messeumsätze im Vergleich zum Vorjahr“, resümierte Ministerin Hanka Mittelstädt und hob hervor, dass „einige Sortimente ausverkauft waren. Das Konzept der Brandenburg-Halle stimmt, und die Resonanz der Besucherinnen und Besucher war überragend.“
Ziel der Brandenburg-Halle ist es, vor allem kleinen und mittelständischen Unternehmen eine Teilnahme an der Grünen Woche zu ermöglichen, die sie sich sonst nicht leisten würden. Für 2026 sei festzustellen, so das MLEUV, dass der Aufruf des Ministeriums zur Teilnahme (August 2025) auf große Resonanz bei den Unternehmen traf. „Die Standplätze waren sehr schnell vergeben“, hieß es. Insgesamt konnten in diesem Jahr wieder 71 Ausstellungsplätze, ein großer Gastronomiebereich und eine Weinlounge in der Halle 21a belegt werden.
Das positive Gesamturteil wurde durch eine Kurzumfrage des MLEUV bestätigt. Demnach wollen 93 Prozent der befragten Aussteller auch 2027 (15. bis 24. Januar) in der Brandenburg-Halle dabei sein. Im Einzelnen: Für 92 Prozent wurden die Erwartungen generell erfüllt. Die Kontaktpflege und das Netzwerken beurteilen knapp 80 Prozent der Aussteller als sehr gut. Der Kontakt zum Endverbraucher wird von knapp 70 Prozent als sehr gut eingeschätzt und 93 Prozent gaben an, ihre Zielgruppe erreicht zu haben.
27. pro agro Marketingpreis
Traditionell stand der erste Messetag (16. Januar 2026) im Zeichen des pro agro-Marketingpreises 2026 und der Prämierung kreativer und innovativer Unternehmen. Die Preisverleihung nahmen Ministerin Hanka Mittelstädt sowie die Verbandsvorsitzende Dorothee Berger und pro agro-Geschäftsführer Kai Rückewold vor. Insgesamt waren beim Verband 56 Bewerbungen eingegangen: 25 in der Kategorie Direktvermarktung, 14 aus dem Bereich Ernährungswirtschaft und 17 für den Land- und Naturtourismus. Im Lebensmittelbereich wurden folgende Produkte/Unternehmen ausgezeichnet:

Direktvermartung
(1) „Niederlausitzer Apfelstollen“ (Bäckerei Dorn, Wahrenbrück)
(2) Veganer Baumkuchen (Groch & Erben, Cottbus)
(3) Spreewälder „Gurkenkäse“ (Drehnower Hofkäserei, Drehnow)
Ernährungswirtschaft
(1) Bio-Drink „hellWACH“ (Gläserne Molkerei, Münchehofe)
(2) „Knackfrische“ Bio-Aufbackbrötchen (BioBackHaus Leib, Wustermark)
(3) Sanddorn trifft Joghurt (Urstrom Jerseys, Nuthe Urstromtal)
Als Anerkennung erhalten die Preisträger ein pro agro-Marketingpaket. Überdies werden die Produktinnovationen und Vermarktungskonzepte aller 56 Wettbewerbsteilnehmer in der Broschüre „Neues aus Brandenburg – Ein Land voller Ideen“ dargestellt. (Mit einem Click auf die Titelseite haben Sie Zugang zur Broschüre)
EDEKA Regionalpreis
Zusätzlich zeichnete EDEKA als einer der starken Partner für die Vermarktung regionaler Produkte im Einzelhandel Brandenburg-Berlins in diesem Jahr einen Bewerber aus den Kategorien Ernährungswirtschaft und Direktvermarktung mit dem EDEKA-Regionalpreis 2026 aus. Geschäftsführer Mathias Pinnow überreichte den Preis für „Sülze in Weinaspik“ an die Kooperationspartner Rainer Kempkes (Golßener) und Weinbau Dr. Wobar und prämierte damit „eine Partnerschaft, die mehr als Geschmack verbindet: zwei Regionen, zwei Familienunternehmen, eine gemeinsame Idee von Qualität und Herkunft“. Mit dem Preis verbunden ist eine exklusive Vermarktung über die EDEKA-Handelsgesellschaft. Weitere Informationen rund um den pro agro-Marketingpreis 2026 finden sie hier.
Vielfaltspreis der Brandenburger Landwirtschaft 2026
Doch damit nicht genug. Auch der Landesbauernverband Brandenburg (LBV) und pro agro nutzten gemeinsam die Bühne der Brandenburg-Halle, um engagierte Mitglieder aus ihren Reihen auszuzeichnen. Zum fünften Mal würdigten die Verbände zukunftsweisende Betriebskonzepte von Unternehmen, die sich auch unter schwierigen Rahmenbedingungen und nach manchen Rückschlägen im Produktionsalltag immer wieder neu erfinden. Das sind die Preisträger:
- Kategorie Kommunikationstalent: Agrofarm Goßmar (Dahme -Spreewald) und Agrargenossenschaft Trebbin (Teltow-Fläming)
- Kategorie Vermarktungskünstler: Michael Kunschke (Spree-Neiße)
- Kategorie Ausbildungsvielfalter: Heiko Terno und sein Team vom AWO Reha-Gut Kemlitz (Dahme-Spreewald).
Großes Aufgebot der Landesregierung
Höhepunkt im Brandenburger Messeablauf ist alljährlich der Brandenburg-Tag, der am 19. Januar von Ministerpräsident Dietmar Woidke mit dem Rundgang durch die Halle 21a eröffnet wurde. Bei dieser Gelegenheit bekräftigte dieser, dass sich die Landesregierung weiterhin für bessere Rahmenbedingungen für die regionale Land- und Ernährungswirtschaft einsetzen wird. Beim abendlichen Brandenburg-Empfang konnten die Aussteller das komplette Kabinett begrüßen. Bereits tagsüber wurde auf der Bühne der Staffelstab für das 21. Dorf- und Erntefest (12. September 2026) vom vorherigen Ausrichter Bad Freienwalde an den Ortsteil Damelang (Gemeinde Planebruch, Potsdam-Mittelmark) übergeben. Das Landesfest wird von pro agro im Auftrag des Landes Brandenburg koordiniert.
Rundgänge mit Fachpublikum aus Handel und Gastronomie
An mehreren Messetagen stand die intensive Kontaktanbahnung zu unterschiedlichen Absatzpartnern im Zentrum des pro agro-Programms. Konkret: Für den gesamten Zeitraum der Messe hatte der Verband zwölf Rundgänge mit über 650 geladenen Fachbesuchern organisiert und durchgeführt, darunter Kaufleute und Einkäufer von EDEKA, REWE, Penny, Kaufland oder Vetreter der Gastronomie.

Die Absatzpartner hatten reichlich Gelegenheit, sich über die neuesten Produkte, Aktionen und Liefermöglichkeiten auszutauschen.
Fazit von Kristin Mäurer, pro agro-Fachbereichsleiterin Agrar- und Ernährungswirtschaft: „Auch die diesjährige Grüne Woche hat gezeigt, dass es an leistungsstarken Produzenten, guten Ideen und starken Verbindungen im Land nicht mangelt.“ Gleichzeitig wies sie darauf hin, dass solche Rundgänge laut dem aktuellen pro agro-Branchenbarometer für 79 Prozent der Unternehmen der Brandenburger Ernährungswirtschaft die umsatzstärksten Absatzkanäle abdecken (Einzelheiten siehe Rubrik „Branche“ im vorliegenden Newsletter). Über weitere Aktivitäten für die Kontaktanbahnung sowie den Ausbau von Kooperationen mit dem Handel und weiteren Absatzpartnern informiert der Verband im Jahresverlauf fortlaufend.
Weitere Informationen über die Aktivitäten des Verbandes pro agro und des Ernährungswirtschaftsministeriums auf der Grünen Woche 2026 finden Sie in der Rubrik „Vernetzung“ des vorliegenden Newsletters.

