GS1 Germany GmbH

Auch lokale Kleinst- bzw. Direktvermarkter brauchen, sofern sie den Lebensmittelhandel beliefern wollen, häufig einen EAN-Barcode und eine GLN-Nummer. Der EAN-Code dient dabei der eindeutigen Produktidentifizierung, während die „Globale Lokationsnummer“ jedes Unternehmen unverwechselbar macht. In Deutschland werden die Nummern über die GS1 Germany in Köln vergeben. Ohne diese Nummern ist eine Listung im LEH nicht möglich.

Folgende Schritte sind dazu nötig:

Schritt 1: GLN für den EAN-Barcode beantragen. Mit der 13-stelligen GLN erhält das Unternehmen die grundlegende Ausstattung für die Identifikation seiner Produkte mittels EAN-Strichcode. Damit geht es ein Vertragsverhältnis mit der GS1 Germany GmbH ein. Zwei Tage nach Vertragsunterschrift erhält man per E-Mail die GLN und damit die Grundlage für die Artikelnummern-Vergabe.

Schritt 2: Artikelnummern (GTIN) vergeben. Die „Global Trade Item Number“ ist ein weltweiter Stan- dard zur Artikelidentifizierung und -kennzeichnung. Mit Hilfe der Basisnummer (das sind die ersten zehn Ziffern der GLN) vergibt das Unternehmen selbstständig seine eigene GTIN-Artikelnummer. Da- bei wird folgendermaßen vorgegangen: An den Anfang der GTIN wird die Basisnummer gestellt, deren zehn Ziffern nie verändert werden dürfen. Anschließend werden den Artikeln fortlaufende Nummern zugewiesen (z.B. 01 bis 99). Die letzte Stelle bleibt der Prüfziffer vorbehalten, die sich mit Unterstüt- zung der GS1 Germany ermitteln lässt.

Schritt 3: Barcodes erstellen und prüfen lassen. Die GTIN-Artikelnummern sollen maschinenlesbar als EAN-Barcodes auf der Ware abgebildet werden. Um das sicherzustellen, stehen mehrere Möglichkeiten zur Verfügung:

Man kann die Barcodes

  • als Grafikdateien direkt bei GS1 Germany bestellen,
  • von der Hausdruckerei anfertigen lassen oder
  • mit Hilfe einer geeigneten Software selbst herstellen.Wichtig sind dabei vor allem eine hohe Druckqualität sowie die richtige Größe und Platzierung des Barcodes auf dem Artikel. „Nicht lesbare Barcodes sind die Schwachstelle jeder Lieferkette. Sie behindern das Buchen von Artikeln beim Wareneingang und -ausgang und verursachen im Handel Mehraufwand an der Kasse und Wartezeiten für den Kunden“, warnt Rainer Harms (Foto) von GS1 Germany. Die Lesbarkeit von Barcodes steht also nicht nur für Effizienz und Sicherheit, son- dern wird zu einem Qualitätskriterium für die Warenlieferungen. Deshalb bieten die Kölner einen Strichcodeprüfservice für Produkt- und Transportetiketten an.Die Artikel können nun jederzeit über die eindeutige Artikelnummer (GTIN) identifiziert und mit Hilfe des Barcodes automatisch gescannt werden. Das ist der Zeitpunkt, wo man die Geschäftspartner informieren und ihnen die neuen Artikelnummern sowie die dazugehörigen Artikeldaten zur Verfügung stellen sollte. Auf Wunsch kann man sich ein „GS1 Complete Zertifikat“ aushändigen lassen, womit Geschäftspartnern oder Behörden gegenüber die Teilnahme am globalen GS1-System bestätigt wird.

    Kosten für 100 Artikelnummern: Zu Vertragsbeginn berechnet GS1 Germany einen einmaligen Be- reitstellungspreis in Höhe von netto 49 Euro. Hinzu kommen netto 150 Euro jährliches Nutzungsent- gelt. Diese Preise gelten für Unternehmen, deren Gesamtumsatz nicht über 5 Mio. Euro liegt.

Kontakt:

GS1 Germany GmbH

Rainer Harms

Maarweg 133

50825 Köln

Tel.: 0221/94714-0

Email: harms@gs1-germany.de

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