Eine kleine Frucht präsentierte ihre Größe

Datum: 12. September 2016

Petzow – Am vergangenen Wochenende wurde in Petzow der Erntebeginn der „Zitrone des Nordens“ mit einem kleinen Handwerker- und Regionalmarkt, einem abwechslungsreichen Bühnenprogramm aber vor allem mit viel Wissenswertem zu Anbau, Ernte und Weiterverarbeitung gefeiert. Als Partner unterstützte der Agrarmarketingverband pro agro die Veranstaltung und war mit land- und pferde- touristischen Angeboten vor Ort.

Schon die Grußworte von Christine Berger (Geschäftsführerin Christine Berger GmbH & Co. KG), Dr. Carolin Schilde (Staatssekretärin MLUL) und Wolfgang Blasig (Landrat Potsdam-Mittelmark) zur Eröffnung des Sanddorn Ernte- und Genießerfests verdeutlichten die Stellung und die Bedeutung der orangen Scheinfrucht im Land Brandenburg. Momentan wird im Land auf einer Fläche von 360 Hektar Sanddorn angebaut. Damit ist die Frucht die am meisten angebaute Strauchfrucht im Land Brandenburg. Weitere Fakten und Zahlen zur Wildfrucht begegneten den Besuchern auf dem Gelände des Familienunternehmens Christine Berger: z. B. ergeben 3.300 Beeren ein Kilo Sanddorn, circa 100.000 Kilo der orangenen Scheinfurcht werden in Petzow geerntet.

Das Angebot des 13. Sanddornerntefests in Petzow war an beiden Tagen sehr reichhaltig und informierte vielfältig zu Verarbeitungsmöglichkeiten.
In der Likörküche wurde das Abfüllen demonstriert und über die Produktion informiert. Auskunft zum Obstwein und deren Herstellung erhielt man in der Weinproduktion. Wer auf den Geschmack gekommen war, konnte sich zu Neuheiten informieren und diese erwerben.

Ein Oldtimerbus pendelte stündlich zwischen der Sanddornplantage und dem Betriebsgelände. Dr. Andreas Berger informierte auf dem Hinweg zur Geschichte des Ortes Petzow und gab einen kleinen Einblick in die Entstehung des Obstbaus in der Region. Auf der Sanddornplantage werden vier verschiedene Sorten angebaut. Zum einen garantiert dies einen langen Erntezeitraum und zum anderen ermöglicht dies die Produktvielfalt, denn jede Sorte hat verschiedene Eigenschaften und Einsatzmöglichkeiten. Zusätzlich gab es Tipps zum Anbau und zur Ernte der dornigen Früchte.
Im Showroom erwarteten den Besucher nachmittags kurze Vorträge zu Themen aus Anbau und Verarbeitung des Sanddorns sowie neue Erkenntnisse aus der Wissenschaft.

Viele der knapp 20 Unternehmen auf dem Spezialitätenmarkt nahmen die Wildfrucht in ihre eigene Produktpalette auf und zeigten mögliche Verwendungen des Sanddorns. Es gab u. a. köstliches Eis oder Graved Lachs mit Sanddorn. Die Beere zeigte sich als wunderbares Dekorationselement und war auch in Seifen zu entdecken.

Viele Besucher nahmen an beiden Tagen das vielfältige Angebot wahr und gingen mit einem erweiterten Verständnis für Sanddorn nach Hause. Die ausstellenden Unternehmen kamen miteinander ins Gespräch und erörterten Möglichkeiten der Zusammenarbeit und tauschten Erfahrungen aus.

Weitere Informationen erhalten Sie unter:
www.sandokan.de
www.proagro.de

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