Wer kann das schon von sich sagen, dass sein Unternehmen bereits seit über 200 Jahren im Besitz der Familie ist? Man frage Christian Behrendt (Foto), der kann das nämlich. Es war sein Ur-Ur-Ur-Großvater, der 1815 die Wassermühle in Sagritz an der Dahme ersteigerte, die übrigens damals schon fast 300 Jahre auf dem Buckel hatte. Seit 2011 wird die Mühle in siebter Generation geführt und vereint heute historische Mahl- und Öltechnik mit moderner Herstellung. Drei Jahre später nämlich wurde die Produktion mit nachgebauter historischer Technik in ein neues Gebäude verlagert. Ab und zu jedoch wird die alte Mahl- und Presstechnik in der früheren Mühle in Bewegung gesetzt, um hochwertige Speiseöle und Mehle in traditioneller Handwerksarbeit herzustellen.
„Als eine der letzten Ölmühlen Deutschlands produzieren wir auf traditionelle Weise und sind somit nicht mit den industriellen Ölmühlen vergleichbar“, erzählt Christian Behrendt nicht ohne Stolz. Schwerpunkt des Sortiments sind die mehr als 20 verschiedenen Naturöle, darunter Klassiker wie Leinöl, Kürbiskernöl und Rapsöl. Aber auch „Exoten“ wie Sesamöl, Kokosöl oder Schwarzkümmelöl gehören dazu. Die Saaten bezieht das Unternehmen aus Brandenburg – „wann immer das machbar ist“, relativiert er, „da die Exoten in unserem Klima nicht gedeihen“. Prinzipiell aber soll die Wertschöpfung so weit möglich im Lande bleiben, und zwar vom Anbau über die Verarbeitung bis zum Vertrieb.

Vermarktet werden die Produkte über den Lebensmitteleinzelhandel, das heißt über Rewe, Edeka, Kaufland – vor allem im südbrandenburgischen Raum zwischen Berlin und Dresden. Auch die gehobene Gastronomie zählt in diesem Landstrich zu den Kunden. „Soweit die Produkte aus unserer unmittelbaren Umgebung stammen, vermarkten wir sie unter dem Label Spreewald“, sagt er. Das entsprechende Zertifikat vergibt der Spreewaldverein. Als Inhaber der Dachmarke steht der Verein für hohe Qualität der regionalen Produkte und Dienstleistungen der Land- und Ernährungswirtschaft, des Handwerks, des Handels und der Tourismuswirtschaft. (weitere Informationen über den Verein finden Sie hier.)

Der Verein feiert übrigens im nächsten Jahr sein 25. Gründungsjubiläum, und die Kanow-Mühle gehört zu der Handvoll Unternehmen, die von Anfang an dabei sind. Allein diese Tatsache zeigt den hohen Stellenwert, den der Vernetzungsgedanke bei der Inhaberfamilie hat. „Unser Netzwerk ist recht dicht“, bestätigt Christian Behrendt.
Das betrifft nicht nur die engen Kontakte zu den bereits vorhandenen Lieferbetrieben, sondern auch den Aufbau neuer Kontakte. Deshalb nutzt er vor allem Branchentreffen nicht nur als Plattform für Wissenstransfer und Erfahrungsaustausch, sondern auch offensiv zum Aufbau von Geschäftskontakten.
„Branchentreffen wie neulich bei der Edeka-Informationsveranstaltung in der Gläsernen Molkerei Münchehofe bieten deshalb einen hohen Mehrwert für uns“, bekräftigt Christian Behrendt und erzählt, er habe dort die Landwirtin Cina Bousselmi kennengelernt, die einen Betrieb zum Anbau und zur Verarbeitung von Hanf führt („Die Hanflinge“) und händeringend nach einem Abnehmer für den Hanf-Treber sucht. Da war sie bei ihm an der richtigen Adresse, da er solche bei seiner Ölproduktion anfallenden Nebenprodukte in den Müsli-Produkten verarbeitet.

„Branchentreffen wie neulich bei der Edeka-Informationsveranstaltung in der Gläsernen Molkerei Münchehofe bieten deshalb einen hohen Mehrwert für uns“, bekräftigt Christian Behrendt und erzählt, er habe dort die Landwirtin Cina Bousselmi kennengelernt, die einen Betrieb zum Anbau und zur Verarbeitung von Hanf führt („Die Hanflinge“) und händeringend nach einem Abnehmer für den Hanf-Treber sucht. Da war sie bei ihm an der richtigen Adresse, da er solche bei seiner Ölproduktion anfallenden Nebenprodukte in den Müsli-Produkten verarbeitet.

Kanow-Mühle Spreewald
Kanowmühle 1
15938 Golßen/Sagritz
035452/507
info@kanow-muehle.de
www.kanow-muehle.de
