Geoschutzprojekt Land Brandenburg

Die Recherche für Produkte aus dem Land Brandenburg, die ein Schutzpotential für die geografischen Herkunftsbezeichnungen bergen, war eine Gemeinschaftsinitiative von pro agro e.V., dem Ministerium für Ländliche Entwiclung, Umwelt und Verbraucherschutz und der CMA.
Im Rahmen des Rechercheprojektes identifizierten ausgewiesene Fachleute 250 regionaltypische Produkte.
Darunter befinden sich 22 Produkte, die unmittelbar für den Schutz geografischer Angaben (g.g.A.) bzw. Ursprungsbezeichnungen (g.U.) gemäß der Verordnungen  (EG) Nr. 510/ 2006  und (EG) Nr. 509/ 2006 geeignet sind. Produkte, die ene hohe Priorität für den EU-Schutz aufweisen, sind Eberswalder Wurst, lausitzer Karpfen und Fürst-Pückler-Eis.
Auch die Werdersche Kirsche verfügt aufgrund der langen regionalen Anbautradition über ein hohes Potential, als geografisch geschützte Angabe (g.g.A.) eingetagen zu werden. - Das analoge Beispiel des Südtiroler Apfels g.g.A. in Östereich zeigt, dass hier Erzeuger und Region gleichermaßen vom EU-Schutz profitieren.
Der Beelitzer Spargel und die Spreewälder Gurkensülze befinden sich bereits im EU-Antragsverfahren. Andere regionale Spezialitäten, wie z.B. der (Flämische) Klemmkuchen oder die Niederlausitzer Plinse, bergen aufgrund ihrer Tradition einen touristisch nutzbaren Mehrwert. Dieser kann mit Hilfe der vorliegenden Ergebnisse durch interessierte Wirtschaftsakteure in bare Münze umgesetzt werden.

Der Abschlussbericht der Studie "Kulinarisches Erbe Brandenburgs" kann als pdf-Datei heruntergeladen werden. Die dort enthaltenen Hinweise zu den einzelnen regionaltypischen Lebensmitteln können zur Förderung der Reionalentwicklung beitragen. So sind insbesondere Akteure aus der Landwirtschaft, der Ernährungsbranche, der Gastronomie und des Tourismus angesprochen, die Studienergebnisse für die eigene Region zu nutzen. Eine regionele Spezialität kann zum Image-Träger für eine ganze Region werden, indem die Wirtschaftsbereiche die gemeinsame Initiative ergreifen und das Produkt nich nur gastronomisch, sondern auch touristisch vermarkten.  Das nahe liegendeste Beispiel ist der Spreewald und die Spreewälder Gurke.

Abschlussbericht zur Studie Geoschutzprojekt

22 Brandenburger Spezialitäten als potentielle EU-weit geschützte Produkte
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